Entscheidendes Bewegen für Diabetes und Radsport

Herzlich Willkommen auf der Vereinsseite des Radsportvereins Entscheidendes Bewegen e.V. Wir sind ein Radsportverein mit diabetischen Typ I, II und Nichtdiabetikern. Du findest auf den folgenden Seiten Informationen über den Verein, die Fahrer, das Training, Radveranstaltungen, Diabetes und viele Artikel – BLOGS mit Erfahrungsberichten über Radsport und Diabetes, die du kommentieren kannst.

VELOTHON 2012: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

Dieses Jahr starten wir am 10. Juni beim Skoda Velothon in Berlin. Eigentlich kann alles nur besser werden: Das Wetter, weil es lange genug kalt, regnerisch und windig war. Die Kondition, weil wir schon auf die Mitte des Jahres zusteuern. Die Motivation, weil wir davon ausgehen, das es wärmer wird und man eher aufs Rad steigt.

Wenn wir uns noch einmal das Rennen über 120 Km vom letzten Jahr vor Augen führen:

,dann gehen wir davon aus, das es dieses Jahr ähnlich gut verlaufen wird.

Mit diesem Artikel möchten wir 3 Radfahrer aus unserem Verein näher vorstellen, die schon lange Diabetiker sind und gleichzeitig über einen langen Zeitraum beständig Ausdauersport betreiben. Diabetes war und ist kein Hinderungsgrund, sportlich aktiv zu sein. Neben dem Radfahren steht bei ihnen auch Lauf- und Schwimmtraining auf dem Programm. Kombiniert man die 3 Sportarten, dann ergibt sich daraus der Triathlon. Unsere 3 Radfahrer gehören der Generation 50+ an.

Holger, Typ II:

Mein Trainingsalltag :

Das Wetter in unseren Breiten läßt in diesem Frühjahr zu wünschen übrig.  Es macht mir wenig Spass bei Temparaturen unter 10 Grad zu fahren.  Deshalb war in diesem Jahr wieder eine Trainingswoche im Süden Mallorcas fest eingeplant.  Bei schönsten Frühlingssonnenschein wurden 450 km und zahlreiche Pässe (HM über 6.000) absolviert.  Am Ende der Woche waren die ersten Konditionsverbesserungen bemerkbar.

Dank Pitts Ansporn mit regelmäßigen wöchentlichen Freitagstrainings geht es trotz des Winterfrühlingswetters langsam weiter.  Anfang Mai stand der erste Härtetest mit einer Fahrt nach Travemünde (120 km) an.  Bei wieder mal kalten Temperaturen und stetigen Gegenwind fuhren wir mit neun Teilnehmern eine herrliche Runde durch  Schleswig – Holstein  und  Mecklenburg.  Die Rapsblüte und erste zartgrüne Wälder entschädigten für die niedrigen Temperaturen.  Pitt hatte sich eine schöne Tour durch Wald und Feld ausgesucht.  Bis zum Berlinwochenende zum Velothon am 10. Juni sollen weiter regelmäßige Ausfahrten die Kondition noch verbessern.

Hans-Jürgen, Typ I:

Bis zu meinem ~28 Lebensjahr war Sport für mich Mord! :-) Das war der Geist der Siebziger. Beruflich war ich sehr oft in den USA und Neuseeland, hatte hier viele Freunde und alle waren vom Fitnessfiber erfasst! Sie liefen, morgens vor der Arbeit, abends, die Damen waren hier schon voll im Arobic Fieber, – Ich dachte nur, “die spinnen die haben einen Vogel.” Zurück in Deutschland wurde in meiner Firma eine Laufgruppe gegründet. Meine Gedanken zum Sport wurden umgepolt, so dass ich mit dem Laufen und dem Radeln anfing. Es folgten Einladungen aus Neuseeland, Altlanta usw. Die größte Veranstaltung an der ich teilnahm war in Aukland:  Ein Laufevent mit 100.000 Teilnehmern. Ich war begeistert. Aus heutiger Sicht betrachtet war Deutschland zu der Zeit, was das Thema Breitensport/Fitness angeht, ein Entwicklungsland. Das kontinuierliche Training ermöglichte mir in den folgenden Jahren die Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen – Marathon, – Duathlon, – Triathlon, – Cyclassic und seit kurzem auch das – 24 Stunden Rennen am Nürburg Ring. Ich muss eingestehen, dass diese Veranstaltungen mich auch leicht süchtig machen. Die Ergebnislisten sind nicht so wichtig, meistens lande ich irgendwo in der Mitte oder leicht dahinter. Das reicht!

Die nächste Veranstaltung ist jetzt am 10.6. in Berlin. Wenn das Wetter mitspielt nutze ich sie als Warmup und werde am folgenden Tage mit dem Rad von Berlin nach Hamburg zurückfahren. Es sind ca. 270 km. Ich habe für diese Strecke mit vielen Pausen ~17 Stunden eingeplant??????? Es ist eine Herausforderung.

Nach dem Motto “mäßig  aber regelmäßig” trainiere ich, fahre fast jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit um fit zu bleiben, das sind zwischen 20 und 25km daily. Zusätzlich habe ich an dem Training teilgenommen, dass von Pitt organisiert wird. Es gefällt mir,  wie er sich um jeden kümmert Wir fahren ohne Leistungsdruck in der freien Natur und haben einfach nur Spass ! Bei diesen Trainingseinheiten kommen noch mal ~ 130 km am Freitag und Sonntag hinzu.

HJvC, Typ I:

Wie lange treibst du schon regelmäßig Sport ?   Mehr als 40 Jahre, wobei Ausdauer erst seit knapp 20 Jahren eine Rolle spielt. Vorher waren es fast viele Sportarten (Feldhandball, leider ausgestorben, Hallenhandball, Fußball, Leichtathletik u.a . Zehnkampf und 25 Jahre Tennis.

Wie oft trainierst du in der Woche ?   Seit dem ersten Marathonlauf (1997), wenn dann auch keine Verletzungen anstanden, 4 mal die Woche. In letzter Zeit weniger.

Was sind deine Erfahrungen gerade im Triathlon – Training ?   Da ich Triathlon, bis auf eine 1/2 Distanz (1993 in Harsewinkel), nur Jedermann-Rennen mitgemacht habe (2 x in Köln, 9 x in der Alster,   5 x Stadtpark, 1 x Lütjensee/Trittau) ist mein Training nur mit Läufen und Fahrradfahren aufgebaut. Nicht im Verein, einfach so mit ein wenig Literatur-Unterstützung. Alles just for Fun!

An welchen sportlichen Wettbewerben hasst du schon teilgenommen ?   Leichtathletikwettkämpfe (1965-1970), Polizei Landesmeisterschaften im Hochsprung,  20 Jahre Medenspiele (Tennis)  1998 Mitteldistanz Triathlon in Harsewinkel (Gütersloh)  27.03.-06.04.1998. Marathon des Sables. Etappenlauf mit Rucksack (Selbst- verpflegung) durch die Wüste Sahara über 229 Kilometer  05.10.1997 1. Marathon in Köln (und noch 2 weitere)  19.04.1998 13. Marathon in HH (und noch 6 weitere)  Noch ca. 10x Marathon gelaufen: Berlin, Team-Marathon in Berlin, Düsseldorf, Stockholm (2001), Arolsen  Seit 1999 jedes Jahr in Hamburg die Cyclassics gefahren  Seit 2008 jedes Jahr in Berlin Velothon gefahren  Seit 2002 jedes Jahr in Hamburg Jedermann-Triathlon mitgemacht.

Wenn du deine Platzierung in deiner Alterklasse einmal betrachtest, wo befindest du dich da ungefähr ? Im ersten Drittel.

Kommt es dir auf den Wettbewerb und gute Platzierungen an ?   Auf den Wettbewerb schon, Platzierung nein, hauptsache erfolgreich beenden!

Welchen Stellenwert nimmt Sport in deinem Leben ein ?   Einen sehr, sehr großen! Aber Sport ist nicht alles.

Welche Vorteile ergeben sich für dich persönlich durch regelmäßigen Ausdauersport ?   Vorteile? Zeitaufwendig!  Es hat mir immer Spaß gemacht, mich sportlich zu bewegen. Da auch Diabetes schon seit 36 Jahren bei mir eine Rolle spielt, habe ich mich damit abgefunden, möchte aber sportlich so lange wie möglich aktiv bleiben. Und es geht!

Rund um den Finanzplatz Eschborn – Frankfurt: Erlebnisse 2012

Hallo an alle,

das Jedermann – Rennen in Eschborn – Frankfurt ist fast schon wieder Geschichte, nur noch 50 Wochen bis zum Start in 2013 :) . 5 FahrerInnen waren am Start, es war ein insgesamt hartes Rennen, vor allem der Anstieg von Oberursel hinauf zum Feldberg stellte die Härteprüfung dar.   Wir möchten euch Erlebnisse des Rennens dieses Jahres nicht vorenthalten:

Regina:

Meine erste Teilnahme an der Velotour Eschborn- Frankfurt.

Leider war die Tour für mich nicht so erfolgreich, wie ich es mir vorgestellt habe. Das bedeutet, dieses Mal wird das Feld von hinten aufgerollt.

Die Fahrgemeinschaft Sauerland (Ralf, Jörg und Regina) traf morgens überpünktlich am Möbelhaus Mömax ein. Dort erhielten wir umgehend unsere Startunterlagen.

Zuerst war es einfach nur kalt und leer und somit hatten wir reichlich Zeit zum frieren. Der Platz füllte sich recht zügig mit sportbegeisterten  Rennradfahrern, aber es war immer noch kalt.

Die routinierten Fahrer Andrees und Gunter erschienen zur passenden Zeit. Ein Small- Talk und dann ging es auch schon zur Startaufstellung.(Jeder in seinen Block) Es war schon ein aufregendes Gefühl an so einer Veranstaltung teilzunehmen. Ob es nun ein akustisches Signal gab oder auch nicht, auf jeden Fall rollte das Feld plötzlich los. Mein flaues Gefühl im Magen verwandelte sich in ein positives Gefühl- Spaß. Anfangs fuhren wir einfach mit der Masse und ich war beeindruckt von den Zuschauern, die uns immer wieder motivierten.

Um von der Busfahrt abzulenken, machen wir einen Sprung nach vorne. Und hier erscheint Jörg.

Jörg:

Andrees und ich (Jörg) sind gemeinsam aus dem Startblock auf die103 km Strecke gefahren. Leider fuhren wir nicht lange zusammen das Tempo in der Gruppe war am Anfang relativ hoch. So sind wir beide nach ca. 20 km auf eigene Faust mit anderen Teilnehmern gefahren. Den Feldberg, auch wenn er nicht wirklich Steil ist, bin ich in ruhigem Tempo gefahren um auf den letzten 40 km das Tempo noch mitgehen zu können. Aus dem Jahr 2009 weiß ich noch, daß das Tempo nach dem Feldberg auf einer langen flachen Abfahrt zurück nach Eschborn sehr hoch ist. Wer hier das Tempo der Gruppe speziell am Ortseingang von Eschborn um ein paar Häuserecken und Hügeln nicht mitgehen kann verliert auf den letzten 20 km den Anschluß. Diese Taktik ist aufgegangen und so kam ich bei bestem Wetter nach etwas weniger als 3,5 Stunden im Ziel an. Glücklich über diese tolle Veranstaltung aber mit überanspruchter Muskulatur wurde ich von meinen Mitfahrern wieder mit nach Hause genommen. Danke nochmal für diesen Service! Das hat Spaß gemacht und so freue ich mich schon auf die nächsten Rennen mit dem Team.

Fotos nach dem Rennen:

Eure Entscheidenden Beweger Regina, Jörg, Ralf, Gunter, Andrees.

I: Entscheidendes bewegen fährt zum Frühjahrstraining auf die Insel Mallorca

Wir möchten euch über unser Radsport – Frühjahrstraining auf der Insel Mallorca Anfang März berichten, an dem einige von uns, Edeltraud, Sabine, Andrees, Arndt, Bernd und Holger teilgenommen haben. Die Reise vom 10. – 17. März war für die meisten sehr schön. Das Wetter war frühlingshaft warm, sonnig und trocken. Gestartet sind wir aus dem Ort Costa de la Calma im Südwesten Mallorcas. Wir hatten uns für Radferien über Philipp’s Bike Team entschieden, hatten ein schönes Hotel, welches an einer sehr ruhigen Bucht gelegen war. Die organisierten Touren waren zwischen 60 und 120 Km lang. Je nachdem, wie fit man sich fühlte, konnte man sich in verschiedene Gruppen einordnen: Geniesser, Roller, Haie. Nicht vergessen darf man, das Mallorca sehr wellig ist, und ideal geeignet, um Anstiege und Abfahrten zu trainieren. Einige von uns haben in dieser Woche mehr als 600 Km und 6000 Höhenmeter zurückgelegt.

Wir haben euch eine Diashow aufbereitet, hoffen euch gefällt sie:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Es war rundherum eine schöne Reise, wäre mir, Arndt, nicht am Montag ein schwerer Unfall passiert, der für mich das Ende bedeutete, dazu mehr im Anschlussartikel:

II: Der Unfall auf Mallorca

 Eure Entscheidenden Beweger

II: Der Unfall auf Mallorca

Der Unfall

Der Unfall ereignete sich in etwa so: Nach den ersten 30 Kilometern fuhren wir auf einer breiten ungefährlichen Verkehrsstraße Richtung Norden. Es war nicht gefährlich und wir fuhren nicht mal schnell. Irgendein Hindernis muss im Weg gelegen haben, woraufhin jemand ruckartig ausgeichen sein muss, mein Vordermann bremmste ruckartig ab, ich konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, fuhr auf das Rad auf, verlor mein Gleichgewicht und stürzte zuerst auf das Knie, dann auf die Schulter.

Nach dem Sturz lag ich am Straßenrand und wollte mich nicht mehr bewegen, lag ziemlich benommen auf dem Boden. Unser Tour – Guide Reinhold hat sofort einen Rettungsdienst gerufen, der für meine Begriffe recht schnell vor Ort war. Nach der Einlieferung in die Clinica Juaneda direkt in Palma war ein eder ersten Fragen: Wie bin ich versichert ? Gott sei Dank bin ich Gold – Mitglied im A.D.A.C., diese Mitgliedschaft beinhaltet eine Auslandskrankenversicherung.

Ich wurde zum  Röntgen gefahren und dann kam für mich der Schock: Das Knie war kompliziert gebrochen ( Tibiakopffraktur, Mehrfachbruch), die Schulter ebenfalls. Ich kam zur Beruhigung erst einmal in ein Einzelzimmer. Die Verständigung im Krankenhaus lief gut, viele sprachen deutsch oder englisch und ein paar spanische Brocken konnte ich auch sprechen. 

Die erste Operation

Ich wurde Dienstag morgen das erste Mal operiert. Nach über 6 Stunden mit lokaler Betäubung (Spinalanästhäsie) war alles vorbei. Die Zeit während der Opration bekam ich ein Beruhigungsmittel, habe viel geschlafen. Jedoch hörte ich im Hintergrund häufig ein Lautes Bohren, irgendwie musste das mit dem Knie zusammenhängen. Vom Anblick der Operation an sich war ich durch ein Tuch getrennt. Am nächsten Morgen wurden Röntgenbilder gemacht und ich wusste jetzt warum, so lange gebohrt wurde:

Das Knie als auch die Schulter  waren kaputt, dadurch war ich sehr unbeweglich, sehr hilflos und ans Bett gefesselt. Ich war fast eine Woche in der Klinik, meine Versicherung hat im Laufe der Woche, nachdem ich transportfähig war, den Rückflug organisiert. Meine Freunde und das Team von Philipp haben mir sehr geholfen in dieser Zeit. Nicht zu vergessen der Blutzucker: Hoch war er diese Woche, ich habe z.T. 40% mehr Insulin gespritzt, trotzdem war von Normalität.

Der Rückflug – Wie bekommt man einen Passagier liegend in ein Linienflugzeug ?

Diesen Rückflug werde ich mein Leben lang in Erinnerung behalten. Montag Mittag wurde ich von spanischen Rettungskräften abgeholt und zum Flughafen gebracht. Leider haben sie einmal eine Bodenwelle am Flughafen übersehen, durch die ich ziemlich durchgeschüttelt wurde und vor Schmerzen schrie. Gleich am Flughafen begrüßte mich ein Begleitarzt, der mich nach Hamburg begleitete. Begleitärzte holen weltweit verunfallte Deutsche zurück in ihre Heimat. Gleich nach der Begrüßung sah er sich die Röntgenbilder an und stellte fest: Man hatte sich zwar bemüht, aber es reichte nicht für den vollständigen Einsatz des Knies. Ich war das zweite Mal geschockt: Alles umsonst ?

Ich hatte als Krankenhaus das A.K. St. Georg gewählt, Dr. Lüdemann sagte dazu, das es nicht die schlechteste Adresse in Hamburg für Knochenrekonstruktionen wäre, wobei sich die Ärzte da was einfallen lassen müssten.  Alles ging sehr schnelle danach, ich hatte gar keine zeit, alles zu verarbeiten. Als nächstes wurde ich zum Flugzeug gefahren und mit einem Hydrauliktransporter im hinteren Teil des Flugzeuges abgesetzt. Mein Arzt bestand darauf, das ich liegend auf einer Trage in das Flugzeug gehoben werde, aus Platzgründen war das aber nicht möglich. Der anwesende Kapitän des Flugzeuges machte auf mich den Eindruck, als wenn er der Situation ein wenig hilflos gegenüberstände. Schließlich wurde ich in ein Rollstuhl hingebracht, wobei mein Knie soweit , wir möglich gebeugt wurde, was eigentlich nicht sein sollte. Irgendwann lag ich auf den 4 hintersten umgeklappten Sitzen des Air Berlin Fliegers , wurde angeschnallt und wir starteten Richtung Hamburg. Nach zweieinhalb Stunden landeten wir in Hamburg und alles ging von vorne los: Diesmal konnte ich allerdings liegend aus denm Flugzeug transportiert werden, weil der Hubwagen an der richtigen Seite stand und man die Toilette im Flugzeug sehr zügig auseinandernehmen konnte. Ein Rettungswagen stand startbereit neben dem Flugzeug, der mich ins A.K. St. Georg transportierte. Hier wartete schon sehnsüchtig und in voller Sorge meine Frau auf mich. Nach dem Röntgen kam ich erst einmal in ein Krankenbettzimmer.

Die zweite Operation

Am folgenden Tag wurde noch eine Computertomographieaufnahme gemacht und das, was mir Dr. Lüdemann auf dem Rückweg sagte, bestätigte sich hier noch einmal: Das Knie musste noch einmal operiert werden, damit es wieder vollständig einsatzfähig war. Das legt man hier in Deutschland / Hamburg anscheinend mehr Wert drauf, als in Spanien. Das A.K. St. Georg ist ein Unfallkrankenhaus, man ist hier auf komplizierte Brüche spezialisiert.

Am Donnerstag morgen war es dann soweit: Ich kam um 9 Uhr ins OP und war um kurz nach halb neun abend wieder im Zimmer, also 12 Stunden Operationszeit ! Die zweite Operation bedeutete auch: Alle Schrauben und Platten aus Spanien wieder raus und alles noch einmal neu genäht und gebohrt. Ich brauchte auch erst einmal bis zum Wochenende, um mich eingermassen davon zu erholen. Die ersten Tage musste ich fast völlig ruhig liegen, durfte mein Knie nicht bewegen, weil alles noch sehr wacklig war und einige zeit brauchte, um sich zu festigen. Im Laufe der folgenden Woche bekam ich eine Schiene ans Knie angelegt und konnte ganz langsam mit der Krankengymnastik beginnen.

In der folgenden Woche bekam ich dann einen Rollstuhl, damit ich mich einigermassen fortbewegen konnte. Nicht zu vergessen: Meine Schulter war ja auch noch gebrochen. Mein Blutzucker war in der ersten Woche nach Einlieferung hoch, die gleiche Situation wie in Spanien nach der Operation, jedoch normalisierte sich alles wieder, nachdem ich mich wieder ein bißchen selbst bewegen konnte.

Die Entlassung

Nach über 3 Wochen im Krankenhaus wurde ich entlassen. Klar war noch nicht ganz, wie der Rollstuhl bei uns zu Hause durch die Türen passt. Er passt – wenn man entsprechend langsam fährt. Langsamkeit, Zeit ist jetzt das was notwendig ist, damit alles verheilen kann. Ich kann 3 Monate lang mit dem rechten Bein nicht auftreten, dann ist es Mitte Juni. Danach muss ich das Laufen wieder lernen, was auch nicht so einfach sein wird, da sich die Muskeln im Körper sehr schnell zurückbilden, wenn man sie nicht bewegt.

Es grüßt euch,

Arndt

Entscheidendes Bewegen fährt Rund um den Finanzplatz Eschborn – Frankfurt 2012

Hallo Radsportbegeisterte, Diabetiker und andere,

Der 1. Mai naht und einige von uns starten beim Radrennen Rund um den Finanzplatz Eschborn – Frankfurt auf der 103 Km Strecke. Für die alle, die sich noch nicht so richtig etwas unter diesem Rennen vorstellen sei ein Link auf  Youtube empfohlen, der das Rennen, die Menschen und die Stimmung aus dem Jahr 2011 beschreibt: Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt. Eine Besonderheit ist dieses mal die Überquerung des Feldberges, der die vergangenen Jahre wegen einer Baustelle nicht befahren wurde.

Wir möchten im folgenden die Teilnehmer und deren Motivation beschreiben, was verbindet sie mit dem Rennen Eschborn – Frankfurt ?  Was treibt Menschen, insbesondere mit Diabetes an, an solch einem Rennen teilzunehmen ??
 

Regina:

Meine Story: Ich habe durch meinen Boxtrainer Ralf Keller (zufällig haben wir beide das gleiche Hobby Radfahren) das Radrennen kennengelernt. Ganz spontan hat er mich letztes Jahr davon überzeugt, am 24 Std- Rennen auf dem Nürburgring teilzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt besaß ich noch ein Mountainbike.
Trotzdem wurde ich im Team “Entscheidendes Bewegen für Diabetes und Radsport”  freundlich aufgenommen. Mich hat dieses Ereignis so sehr fasziniert, dass ich mir ein Rennrad zulegte und mich dieses Jahr für die offiziellen Rennen ( Frankfurt , Berlin und Hamburg) angemeldet habe.  
 
Motivation: Sport, insbesondere Radsport macht einfach Spaß und gleichzeitig bewegt man sich an der frischen Luft. Für mich ist es der perfekte Ausgleich zum Alltagsleben.
 
Rennen Eschborn:    Natürlich motiviert es permanent, seine eigene Leistung zu verbessern. Und nun möchte ich das Highlight in Eschborn, in der Gruppe zu fahren, erleben. (Wenn auch z.Z. noch mit einem aufregenden Bauchgefühl)
 
 Diabetiker im Radsport: Mich hat es beeindruckt, welche sportliche Leistung man als Diabetiker erreichen kann. Ich arbeite als Kinderkrankenschwester und habe festgestellt, dass ich Diabetikern, die ich privat und beruflich treffe, durch meine Berichte von diesen Radrennen,  im Speziellen vom Team “Entscheidendes Bewegen für Diabetes und Radsport” eher zum Sport motivieren kann, als durch allgemein gehaltene Ratschläge.

Ralf:

Motivation: Die Motivation im Radsport ist eigentlich die gleiche die ich im Boxsport oder anderswo habe, was aus eigenem Willen schaffen, vor allem aber der Spass am Sport. Aus den Fähigkeiten und aus reiner Muskelkraft so eine Leistung zu schaffen ist motivierend.

Rennen Eschborn: Zur Motivation gerade bei diesem Rennen, da ist jetzt einfach nur die Neugier, da ich ja an diesen Rennen noch nicht Teil genommen habe. Der Reiz, so eine anstrengende Strecke zu schaffen. Einfach die Herausforderung dieser Strecke.

Diabetiker im Radsport: Die Rolle des Diabetes beim Radsport ist bei mir auch die gleiche wie bei allen Aktivitäten. Er spielt keine Rolle, ausser bis auf den Faktor, den Zucker immer während des Rennens oder auch sonst auf irgendwelchen Ausfahrten in dem Bereich zu halten, das ich genügend Leistung aufbringen kann. Ansonsten spielt er für mich keine Rolle. Wenn ich davor Angst haben sollte, nur wegen meinen Diabetes auf alles zu verzichten, dann würde ich ne Menge im Leben verpassen. Ein Motto von mir ist, “geht nicht, gibt es nicht”

 

Jörg:

Motivation: Weil ich verrückt genug bin mich selber zu quälen :-)

Rennen Eschborn:  Das Rennen liegt in der Nähe (200km) ich bin es schon zweimal oder dreimal gefahren ich weiß es gar nicht mehr.

Diabetiker im Radsport: Ich bin bis jetzt nur mit Nichtdiabetikern radgefahren und habe mich mit dieser Frage bis jetzt nicht auseinandergesetzt. Selbstverständlich muß ich darauf achten das ich keine Hypo bekomme, aber das muß ich in jeder Lebenslage :-( .  Nach 100 km bekommen auch Nichtdiabetiker einen Hungerast und dafür gibt es doch die netten Geel´s, die helfen bei mir besonders gut bei einer Hypo. Ansonsten kämpfe ich an jedem Hügel und jedem Ortsschild um den ersten Platz. Und wenn ich nicht erster bin (was meistens so ist) dann liegt das nicht am Diabetes,  dann waren die Beine schlecht. Jedenfalls sagen das meine Nichtdiabetischen Kollegen.

Melanie:

Motivation: Ich liebe es damit die Welt zu erkunden,… neue Strecken kennen zu lernen und die Umgebung anders wahrzunehmen als wenn man die Strecke mit dem Auto fährt. Als Triathletin gehört es einfach mit dazu so wie das Schwimmen und Laufen und es ist einfach eine wundervolle Abwechslung und Ergänzung im Training,….

Rennen Eschborn: Ist mein erstes Radrennen- ich bin gespannt wie das so abläuft. Ausserdem die Strecke, die Menschen und als ehemalige Frankfurterin ein tolles Gefühl dort mal auf der anderen Seite der Absperrung mit dabei zu sein.

Diabetiker im Radsport: ????? problemlos??????

Gunter:

Motivation: Mich mit Kollegen immer wieder sportlerisch zu messen

Rennen Eschborn: Die zentrale Frage für mich: In welcher Zeit schaffe ich meine Trainingsstrecke ?

Diabetiker im Radsport: Als Diabetiker sollte man immer Sport machen egal welcher Art.

 

Radfahren in Brasilien: BEGEGNUNGEN MIT AYRTON

Wenn es in Nordeuropa so richtig kuschelig ungemütlich ist, habe ich das große Glück, in Brasilien bei meiner Familie und Freunden sein zu dürfen. Und eigentlich müsste ich ja dann topfit im Frühling in Hamburg aufkreuzen. Diesmal wird es klappen, denn ich habe meine Trainingsbedingungen den hier herrschenden Bedingungen angepasst.

Brasilien

Brasilien ist ein riesig großes Land, also ist es erst einmal wichtig, das Gebiet ein  wenig  einzugrenzen. Wir leben im Landesinneren des Bundesstaates Sao Paulo, der den großen   Vorteil guter Straßen hat. Dennoch, diese zu benutzen, birgt einige Tücken, die man kennen und beherzigen muss.

Die Straßen, die man sich ausgesucht hat, werden meistens gut sein, nur wenn sie das gestern noch waren, kann das heute bereits ganz anders sein. Ein schwerer LKW – ob er da nun fahren durfte oder nicht, oder ein satter Regenguss reicht oftmals aus.

Auch ist nicht allein auf diesen Straßen: Hunde, können vor allem nachmittags echt fies sein, aber auch Kühe oder anderes Getier taucht dann manchmal unverhofft vor einem auf.

Kommen wir zur Krönung des sozialen Gefüges:  der brasilianische Autofahrer. Ayrton Senna lebt, glaubt es mir, in den Seelen vieler Fuscatreter weiter. Fusca heißt Käfer, und damit ist klar, welche Panzer da über den Asphalt krabbeln. Meistens fahren sie grade so irgendwie noch. Der Fahrstil der Piloten ist durch heroische Manöver geprägt, der sportliche Ehre fordert geradezu das Überholmanöver vor einer Bergkuppe oder kurz vor dem Scheitelpunkt einer Kurve. Wer bremst, verliert.

Ayrton kennt keine Radfahrer, hat sie nicht auf dem Schirm, aber keine Sorge bislang hat er es immer geschafft auszuweichen. Auf den Fusca eben ist Verlass.

Variante b ist gefährlicher; der eher philosophisch verträumte Pilot. Ähnlich inadequat fahrend wie Variante A , nur langsamer eben; ist er einfach mit etwas ganz Anderem, durchaus Wichtigem beschäftigt. Wacht dieser Typus auf, dann wird es richtig gefährlich. Sich genötigt fühlend, muss er sich jetzt verteidigen, denn seine Ehre steht auf dem Spiel.

Die Konsequenz, wenn denn das eigene Frühwarnsystem, die Antizipation, versagt hat, ihm recht gebend den Daumen in die Luft strecken und anerkennend lächelnd nicken. So als hätte man gerade in diesem Moment das Beste seines Lebens erleben dürfen.

Das funktioniert immer. Tropenbewohner sind ja in der Regel sonnige Gemüter, also keine Angst. Es gilt aber noch auf andere Gefahren zu achten. Bei klitzekleinen Wölkchen sollte man lieber das Radfahren vertagen. Aus einem kleinen Wölkchen wird oft ein ausgewachsener Wolkenbruch.

Egal ob im Fusca unterwegs oder in einem der hier so beliebten PickUps ( Toyota, Mitsubishi, Fiat – jede Firma hat eine solche landwirtschaftliche Allzweckwaffe im Programm) – Ayrton hat keine Chance, etwas zu sehen!

Will man sein Grundlagenausdauertraining effektiv gestalten, dann gibt es eine grandiose Alternative. Die Autobahn. In Brasilien wird Autobahn übrigens ohne „h“ geschrieben. Am Wochenende ist der Randstreifen gut bevölkert von Kollegen, die das machen. Alle Leistungs- und Ausstattungs- und Gewichtsklassen sind vertreten.

Kein Zweifel, Rennradfahren kommt in Mode.

Da viele Fahrzeuge in Brasilien mit Alkohol befeuert werden, aber nicht so sauber verbrennen oder auch nur eine geringere Anzahl funktionsfähiger Zylinder zur Verfügung stehen; hat man irgendwann ausreichend Promille über die Atemwege aufgenommen.

Für mich ist das unpraktisch, denn um auf die Autobahn zu kommen, müsste ich schlimmste Straßen in Kauf nehmen. Die Alternative, auf der benachbarten Hochebene ein Höhentraining auf 1000 Metern abzuhalten, ist auch nicht prickelnd, denn irgendwann hat das ein Spitzbube raus. Dann ist entweder das Auto geknackt oder eine Erleichterungsstopp wird zwischendrin organisiert. Muss ja nicht sein.

So bin ich aufs Mountainbike gekommen. Mit diesen robusten Fahrzeugen kommt man auf unseren „normalen“ Straßen, direkt vor der Haustür, den durch die Zuckerrohrfelder führenden Feldwege oder den „single trials“ bestens zurecht.    

Ich habe es herausgefunden, sechs Hausrunden entsprechen in Entfernung und Höhenmetern einem Ritt über die Nordschleife. Ausreden ziehen nicht mehr.

Am Wochenende hatte ich eine Begegnung der besonderen Art. Wir wurden von Freunden zum Mountainbikefahren und anschließendem Mittagessen eingeladen. Die ganze Familie. In Brasilien wird Familie groß geschrieben. In unserem Fall sehr entspannt und lustig.

                                                                                                                                                                        Angelica, jetzt Mutter zweier Buben, war früher bis ein schrecklicher Unfall ihre Karriere beendete, eine verwegene Downhillpilotin.

                                                                                                                                                                           

( Beachte bitte die Gebrauchsspuren am Helm) Gemeinsam mit Ihrem Mann, einem ähnlichen Kaliber- so mutig war ich dann doch- erprobte ich meine Mountainbikefähigkeiten in einem städtischen Park von Cotia, einer Stadt bei Sao Paulo. Glaubt mir, es gibt schlimmere Arten, sich lächer-lich zu machen

In unseren Parks unvorstellbar, von den breiten Wegen ab schlugen wir uns rechts oder links in die Büsche. Kurz ne Rampe hoch, auf schmalen, lehmglitschigen Pfaden durch den Waldbestand. Dann wieder runter Plötzliche Richtungs- und Höhen-änderungen. So ganz anders als auf dem Rennrad. Glücklicherweise war der Boden weich, denn diese oder jene Geschmacks oder Geruchs-probe konnte ich mir zwangsweise nicht verkneifen. Eine Grenzwerterfahrung.

Schön war`s dennoch und die Dusche war ja nicht weit. Ein Fahrtraining muss her.

 

Jörg von Hübbenet

2. Training am 11. März 2012

Am gestrigen Sonntag brachen wir mit fünf Fahrern zur 2. Trainingsrunde in diesem Frühjahr auf. Das Wetter war gut und die Temperaturen auch o.k.

Wie in der vorigen Woche beim Trainingsauftakt, fuhren wir auf größtenteils autofreien Wegen in moderatem Tempo unsere Runde. Um keine Langeweile aufkommen zu lassen, machten wir unterwegs einige Übungseinheiten zum dynamischen Gruppenfahren.

Nach zweieinhalb Stunden und 55km kehrten wir gutgelaunt und ohne “diabetische Ausfallerscheinungen” ;-)   zum Ausgangsort am Bahnhof Tonndorf zurück.

1.Training

2. Training

Ausdauersportverhalten

Ein herzliches Hallo an Alle,
Ich heisse Melanie Schipfer, bin Diabetikerin, Studentin der angewandten Sportpsychologie an der Martin-Luther- Universität Halle – Wittenberg, ambitionierte Triathletin + Rennradfahrerin und interessiere mich im Rahmen meiner Abschlussarbeit für das Verhalten und die Einstellungen von Ausdauersportlern zu ihrem Sport.

Dazu befrage ich Ausdauersportler (Läufer, Rennradfahrer und Triathleten) verschiedenster Distanzen (von Kurzstrecke bis Ultradistanzen) anhand eines Fragebogens. Bei diesem Fragebogen handelt sich um einen nichtkommerziellen Fragebogen mit wissenschaftlichem Hintergrund. Alle personenbezogenen Daten unterliegen dem Datenschutz. Die für eine Folgeerhebung angegebenen Emailadressen werden getrennt vom Datensatz erfasst, wodurch der Datenschutz auch wirklich garantiert werden kann und gewährleistet ist.
Die Umfrage besteht aus 2 Erhebungszeitpunkten. Der erste dauert noch bis zum 11.3.12 an. Für den zweiten sende ich nochmals eine Erinnerungsmail. Toll und vor allem wichtig wäre es dass so viele wie möglich an BEIDEN Erhebungen teilnehmen.
Das Einzigste was Ihr tun müsst ist euch maximal 5 Minuten Zeit zu nehmen und diesem Link zu folgen:
https://www.soscisurvey.de/FbAusdauersport2011/?q=TRT
Gerne kann der Link auch an weitere Ausdauersportler gesendet werden. Denn hier gilt- je mehr sich beteiligen umso besser und wissenschaftlich fundierter sind am Ende die Ergebnisse und umso besser und schneller kann ich meine Arbeit abschließen!
Bei näheren Fragen zum Thema bin ich natürlich gerne bereit diese zu beantworten…
Ich danke euch allen für eure Unterstützung und freue mich über eine rege Beteiligung an der Studie.

 Viele herzliche Grüße aus Halle

Melanie Schipfer

Gesund und Fit in die Radsaison 2012

Die Einen wollen endlich wieder mit dem Radfahren beginnen oder fangen gerade erst an es für sich zu entdecken, die Anderen möchten ihre Leistung steigern und in der kommenden Saison ihre persönlichen Bestmarken angreifen. Egal zu welcher Gruppe man zählt, der Start in ein neues Sportlerjahr bietet stets eine gute Möglichkeit, sowohl für eine gesundheitliche, als auch leistungsdiagnostische Standortbestimmung.

Sportmedizinische Vorsorgeuntersuchung

Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) empfiehlt Personen, die neu mit dem Sport beginnen oder nach längerer Pause wieder einsteigen eine sportmedizinische Vorsorgeuntersuchung. Als Basisuntersuchung werden hier vor allem die Anamnese, Sportanamnese und häufig ein Ruhe-EKG empfohlen (1).

Weitergehende Untersuchungen wie z.B. eine Lungenfunktionsdiagnostik oder Blutuntersuchungen können diese Untersuchung ergänzen, werden in der Regel jedoch nur bei speziellen Fragestellungen und klinischen Befunden durchgeführt. Dabei gelten diese Empfehlungen sowohl für Hobby- und Breitensportler, als auch für ambitionierte Freizeitsportler bis hin zu den Leistungssportlern. Vor allem bei sportlichem Neuanfang oder Wiedereinsteigern konnte in groß angelegten Studien gezeigt werden, dass eine Vorsorgeuntersuchung zu einer deutlichen Senkung von schwerwiegenden kardialen Problemen führte (2).

Für Menschen mit einem Diabetes mellitus wird darüber hinaus eine Belastungsuntersuchung empfohlen, da sie häufig an Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder Herzproblemen leiden und eine gefahrlose körperliche Belastbarkeit auf jeden Fall ärztlich abgeklärt werden sollte. Ebenfalls besteht häufig Beratungsbedarf bei der Anpassung von Insulin- oder Tablettendosis im Zusammenhang mit körperlichen Belastungen.

Bei individuellen Fragen gibt es die Möglichkeit sich an die Abteilung Sportdiabetologie des Instituts für Sport- und Bewegungsmedizin der Universität Hamburg zu wenden.

Individuelle Leistungsdiagnostik und Trainingsplanung

Ob Hobby-Radler oder ambitionierter Freizeitsportler, so unterschiedlich die Ziele der einzelnen Sportler sind, so individuell sind auch die Voraussetzungen, mit denen die sportlichen Herausforderungen in Angriff  genommen werden. Um seine Ziele optimal erreichen zu können, und möglichen Überlastungen entgegen zu wirken, empfiehlt sich die Durchführung einer Leistungsdiagnostik. Dabei stellt die Spiroergometrie (Atemgasanalyse), häufig in Verbindung mit einem Blut-Laktattest, seit vielen Jahren den Goldstandard zur Ermittlung der individuellen Ausdauerleistungsfähigkeit dar. Dabei werden während einer standardisierten und stetig ansteigenden Belastung, kontinuierlich Atemgas-Parameter (O2, CO2), Blutlaktatwerte und Herzfrequenzwerte gemessen und anschließend zur Bestimmung individueller Schwellen analysiert. Aus diesen lassen sich dann gezielt Trainingsbereiche ermitteln, die dann z.B. über die Herzfrequenz im Training kontrolliert werden können.

Generell sollte die Ausdauerdiagnostik sich dabei immer an der Zielsportart orientieren und sportartspezifisch durchgeführt werden, um die Ergebnisse bestmöglich für die Trainings- und Wettkampfsteuerung nutzen zu können. Es macht wenig Sinn, einen Radfahrer auf dem Laufband zu testen, da die Ergebnisse sich nur sehr schlecht in die Praxis übertragen lassen. Idealerweise findet die Leistungsdiagnostik mit einem auf die Bedürfnisse von Radsportlern angepassten Ergometer mit entsprechendem Testprotokoll statt. Moderne Hochleistungsergometer ermöglichen hierbei dem Straßenrennrad ähnelnde Sitzpositionen und hohe Trittwiderstände.

Da sitzt ja eine unserer Botschafterinnen auf dem Rad

Anja Renfordt, Weltmeisterin im Kickboxen, aktives Entscheidendes Bewegen Mitglied, beim Leistungstest

 

Die Ergebnisse der Leistungsdiagnostik liefern für den Radsportler dann wertvolle Ergebnisse bezüglich seines aktuellen Fitness- bzw.  Ausdauertrainingszustandes. Darüber hinaus liefert sie Einsichten in seinen Energiestoffwechsel und ermöglicht die Ermittlung geeigneter Trainingsbelastungen. Diese stellen dann eine wichtige Steuergröße zur Vermeidung von Überlastungen dar und können gezielt zur  Erreichung von Trainings- und Wettkampfzielen eingesetzt werden. Gesteuert wird das Training dabei üblicherweise über Herzfrequenzen und für den aktiven Radfahrer genügt dann ein einfacher Herzfrequenzmesser zur Belastungssteuerung. Gibt es zusätzlich noch die Möglichkeit die Herzfrequenz zu speichern, kann man das Training im Nachhinein analysieren und entsprechende Anpassungen vornehmen.

Was für den Trainingsaufbau von Sportlern grundsätzlich wichtig ist, ist für Sportler mit Diabetes besonders wichtig, denn zusätzlich besteht hier immer die Gefahr, dass sie von Unterzuckerungen während oder nach der Belastung überrascht werden. Dass der Blutzucker gelegentlich wie eine Achterbahn rauf- und runterrauscht, haben die meisten Diabetiker auch schon am eigenen Körper erlebt. Da sich der Stoffwechsel kaum realistisch und nur sehr grob über allgemeine Formeln steuern lässt, ist eine individuelle Leistungsdiagnostik und kontrollierte, herzfrequenzbasierte Belastungssteuerung für Sportler mit Diabetes mellitus (v.a. Typ I Diabetiker) dringend zu empfehlen.

Für eher leistungsorientierte Radfahrer empfiehlt es sich, neben einer spiroergometrischen Belastungsuntersuchung, den Blutzuckerverlauf über mehrere Tage aufzuzeichnen. Dies geschieht, durch sogenannte kontinuierliche Glukose-Messsysteme (CGMS),  die in der Lage sind, die Glukosekonzentration im Unterhautfettgewebe für fünf bis sechs Tage kontinuierlich zu messen und zu speichern. Dadurch ergeben sich vielfältige Möglichkeiten für die individuelle Wettkampftaktik. Darüber hinaus ist es für Sportler, die immer wieder Schwierigkeiten mit Unterzuckerungen bei Belastungen haben, eine enorme Hilfe zu wissen, wie sich der Glukoseverlauf vor und nach dem Sport verhält.

Neben einer Leistungsdiagnostik spielt eine gute Trainings- und Wettkampfplanung eine entscheidende Rolle zur Aufrechterhaltung der Motivation und der Durchführung eines   möglichst effektiven Trainings. Dabei entscheidet neben der aktuellen Ausdauerleistungsfähigkeit, hier vor allem das angestrebte Ziel über Umfang und Intensität der einzelnen Trainingseinheiten. Grundsätzlich ist es wichtig, in der Trainingsgestaltung einen geplanten, längerfristigen Prozess zu sehen, der im zeitlichen Verlauf verändert und angepasst werden muss. Ob es nun das Ziel ist, Anfang April mit Touren um die 70 Kilometer die Radsaison einzuleiten oder die persönliche Bestzeit bei den Cyclassics zu fahren – bewährte Prinzipien der Trainingslehre helfen dabei eine individuelle Trainingsplanung zu gestalten.

Obwohl es kaum möglich ist, allgemeingültige Regeln für die zeitliche Abfolge von Trainingsbelastungen aufzustellen, lässt sich das Training in eine gewisse planmäßige  Struktur bringen, welche oft als Periodisierung bezeichnet wird.  Dabei unterscheidet man zwischen verschiedenen Zeitspannen. Beginnend vom Makrozyklus (1/2 – 1 Jahr) über den Mesozyklus (4-12 Wochen) hin zum Mikrozyklus (1 Woche) werden hier nun die verschiedenen Trainingsziele in einzelnen Etappen Schritt für Schritt aufeinander aufgebaut. Man kann z.B. mit dem Aufbau der Grundlagenausdauer in der allgemeinen Vorbereitungsperiode beginnen und in einem anschließendem Trainingszyklus in die spezielle Vorbereitungsperiode übergehen, in der bereits wesentlich näher am späteren Leistungsziel Trainiert wird (z.B. längere Trainingseinheiten, Temposteigerung, etc.) (3).

Für sämtliche Zyklen kann man dabei auf allgemeingültige Grundsätze der Trainingslehre zurückgreifen, von denen einige der elementarsten lauten: Prinzip der Kontinuität, Prinzip von Belastung und Regeneration, Prinzip der progressiven Steigerung und Prinzip der Variation. Um einen möglichst guten Überblick über seinen Trainingsstand zu erhalten, empfiehlt es sich, dass Training möglichst kontinuierlich zu dokumentieren. Dadurch können rechtzeitig Abweichungen von den jeweiligen Zielvorgaben frühzeitig erkannt und gegebenenfalls entsprechende Korrekturmaßnahmen vorgenommen werden (4).

Für weitere Informationen über Dienstleistungen zur Trainingsplanung und Trainingssteuerung kann man sich ebenfalls an die Abteilung Sportdiabetologie des Instituts für Sport- und Bewegungsmedizin der Universität Hamburg wenden.

Ausgleichstraining für den Radfahrer

Ob man die Wintermonate radfrei im Fitness-Studie verbringt, oder sich, sobald es die Wetterverhältnisse erlauben, wieder auf die Straße begibt ist sicherlich individuell unterschiedlich und größtenteils auch Geschmacksache.

Sobald die neue Saison dann jedoch Anfang April eingeläutet wird, trainieren viele Sportler ausschließlich auf und mit dem Rad. Sie unterliegen dabei sportartbedingt einseitigen Belastungen, da stets die gleichen Muskelgruppen beansprucht werden. Beim Radfahrer sind dies vor allem die Muskeln der Hüft- und Kniebeuger, sowie die  Brustmuskulatur, die durch eine ständige Beanspruchung häufig verkürzen. Im Gegensatz dazu neigen die Rückenmuskeln, Schulterblattmuskeln, sowie Bauch- und Gesäßmuskeln mangels Beanspruchung zur Abschwächung. Darüber hinaus konnte in Untersuchungen gezeigt werden, dass je sportlicher die Sitzposition gewählt wird, desto höher fällt die Anspannung der Muskulatur der Halswirbelsäule aus.

Langfristig kann dies zu Beschwerden am Bewegungsapparat bis hin zu ernsthaften orthopädischen Krankheitsbildern führen. Bevor es jedoch so weit kommt, empfiehlt es sich regelmäßig Alternativsportarten wie Schwimmen, Inline-Skaten oder Ausgleichsgymnastik zu betreiben. Der Schwerpunkt sollte dabei auf einer Kräftigung und Mobilisierung der gesamten Rumpfmuskulatur liegen. Selbst auf dem Rad kann es sinnvoll sein, die Sitzposition ab und zu variieren. Besonders eine stark gestreckte Sitzposition führt zu einer ausgeprägten Überdehnung der Rückenstrecker und damit gleichzeitig zu einer noch stärkeren Schwächung der Bauchmuskulatur.

Für ein Ausgleichstraining bieten sich natürlich vor allem die Wintermonate an, jedoch ist auch währende der ganzen Saison ein Alternativtraining sinnvoll. Sollten bereits Beschwerden am Bewegungsapparat bestehen (Rücken- oder Nackenschmerzen, Knieschmerzen, etc.) ist es dringend geraten sich ärztlich untersuchen zu lassen.

Weitere Informationen und ein Angebot für Entscheidende Beweger:

Wir haben ein Angebot für alle, die mit uns regelmäßig fahren:
 
Leistungsdiagnostik:
Eine Leistungsdiagnostik kostet im Institut normalerweise 180 €. Darauf erhalten alle FahrerInnen einen Rabatt von 20% und zahlen nur 154 €.
CGMS:
Paket 1 – Standard: medtronic  i-pro, Sensor Anlegen, Einweisung, Protokollpflege, Datei auslesen, Datenblatt   für 72,30 € ( normal = 104,00 € )  Preisnachlass von mehr als 30%
Paket 2- Professional:  wie Paket 1; zusätzlich ärztliche Auswertung und Bericht für 114,86 Euro ( normal = 174,54 €) Preisnachlass  von mehr als 35% 

 
Eine Anmeldung zur Untersuchung ist über die  www.sportdiabetelogie.de - Website möglich.
Hier gibt es auch Informationen über Art und Umfang der Untersuchungen. Für weitere Informationen zur Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung:  www.xing.de/kaiwellmann
 

 [Quellen]

1.        Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention. S 1- Leitlinie Vorsorgeuntersuchung im Sport. 2007  [cited 2012 Feb 20];Available from: http://www.dgsp.de/_downloads/allgemein/S1_Leitlinie.pdf

2.        Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention. Voruntersuchungen bei sportlichem Neuanfang. [cited 2012 Feb 20];Available from: http://www.dgsp.de/_downloads/allgemein/2012-02-09.pdf

3.        Weineck J. Optimales Training. Spitta; Auflage: 16. Auflage.; 2009

4.        Braumann K-M, Stiller N. Bewegungstherapie bei internistischen Erkrankungen. Springer; 2009

 

Kai Wellmann

Entscheidendes Bewegen: Rückblick und Ausblick

Liebe Entscheidendes Bewegende,

was haben wir 2011 für einen Spaß gehabt.

Die Initiative “Entscheidendes Bewegen” hat sich in den vergangenen fünf Jahren prächtig entwickelt. Es sind deutlich mehr geworden, die sich für das Motto „Entscheidendes Bewegen“ einsetzen. Es gibt eben auch Menschen mit Diabetes die sich dem herrschenden Vorurteil widersetzen, aktiv sind und dabei auch noch erfolgreich.

Radsportlegende Klaus Peter Thaler (Protective Bikewear) gab seiner Freude und Anerkennung darüber Ausdruck, dass es uns wieder gelungen war, mit einem so starken Team am Nürburgring zu erscheinen. Bei den Radrennen – unseren Klassikern – Vattenfall Cyclassics in Hamburg und Rad am Ring am Nürburgring -  rechnet man bereits mit der quietschgrünen Gruppe.

Man kann mit Recht behaupten:

Entscheidendes Bewegen ist ein Begriff für Engagement im Radsport und Diabetes in Deutschland geworden.

 

Unsere Elitefahrer haben am Rennen  Eschborn–Frankfurt teilgenommen. Zwar kam es nicht zu der geplanten Begegnung mit dem US-Team Typ I , die Kollegen mussten kurzfristig ihre Plane ändern, dennoch hat es Spaß gemacht, den Taunus zu verhauen. Der Berlin-Velothon stand ebenfalls auf dem Programm.

 Schaut man sich unsere Internetpräsenz an, dann ist hier der größte Fortschritt zu verzeichnen.

  • Aktuelle Rennberichte
  • Trainings- und Techniktipps
  • Reise- und Erlebnisberichte einzelner Aktivisten, die einfach Lust auf mehr machen
  • und sogar Kochrezepte

sind hier reich bebildert oder sogar mit Kurzfilmen versehen, zu finden. Wir setzen mit unserer Internetpräsenz auf die sozialen Medien, wie Blogging – Systeme, Youtube und facebook, da wir mit diesen Medien direkt mit vielen Interessierten Kommunizieren können.

Das gelingt natürlich nur, wenn wir uns alle verantwortlich fühlen und jeder nach seinen Möglichkeiten Interessantes beisteuert. Die FahrerInnen für Entscheidendes Bewegen kommen aus ganz Deutschland, evtl. sieht man sich nur einmal im Jahr, da ist es wichtig in Kontakt zu bleiben, was wir mit unseren Mitmachmedien und unserem Emailpostfach bezwecken.

Mit unserem Stand auf der Hamburger Veranstaltung zum Weltdiabetestag am 19.11. haben wir uns auch auf dieser Ebene präsentiert und unsere Ziele bekanntmachen können.

Schön wäre es, könnten  mehr von Euch auch diese Aktionen aktiv tragen.

Aktivität und Engagement ist auch 2012 gefragt

Wir haben viel vor:

Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt

Velothon Berlin

Vattenfall-Cyclassics Hamburg

Rad am Ring Nürburgring

sind mittlerweile unsere Jedermann-Rennen-Klassiker geworden. Wir möchten hierfür weitere sportbegeisterte, leistungsorientierte Diabetiker gewinnen,  die mit uns im Team diese Rennen erfoglreich absolvieren. Auf diesen Rennen, insbesondere auf unserem „Heimrennen“ den Vattenfall Cyclassics wollen wir glänzen.  Zusätzlich zum Abschluss der Saison ist ein Rennen in Italien geplant, nähere Infos gibt es im Laufe des Jahres.

Ausbau des Trainings in 2012

2012 wollen wir uns intensiv um gemeinsame Ausfahrten kümmern. Mit einer Gruppe ist es einfacher die notwendige Disziplin aufzubringen, einigermaßen regelmäßig zu fahren und sich zu entwickeln. Hierzu planen wir ein wöchentliches Training. Wir garantieren Anfängern bei regelmäßigem Training eine erfolgreiche Teilnahme bei den Vattenfall Cyclassics für das 100 Km-Rennen. Neben Tipps zum Umgang mit dem Diabetes wollen wir unser Wissen über Fahrtechnik, Konditionsaufbau und mentale Bewältigung beim Rad-Fahren weitergeben.

Wir schwanken heutzutage im alltag ja immer zwischen zwei Grenzen:

Es gar nicht erst zu versuchen – Weil man sich zu alt, zu müde, zu dick, zu krank, zu schwach, zu gestresst fühlt oder weil andere einem zu verstehen geben: Du schaffst es nicht. Oder man ist einfach zu bequem, weil der innere Schweinehund siegt.

Es doch zu versuchen – die eigenen Ängste und Bedenken zu überwinden, seine eigenen Grenzen unter Anleitung zu Testen, dabei auf sich und seinen Körper zu achten. Und dann mit erfolgreicher Bewältigung wieder Neues auszuprobieren. Sich mental wie ein Trüffel und nicht wie ein Pfifferling (Bernd Stromberg) zu fühlen, darauf kommt es auch im Radsport an.

Rennradsport ist schnell, mitunter gefährlich, es wird einem viel abverlangt, aber es ist, wie Vieles andere im Leben beherrschbar und nichts macht so zufrieden, wie der perönliche Erfolg.

Termine und Zeiten der Ausfahrten werden wir auf unserer Homepage bekanntgeben.

Sponsoring

Um es erst einmal vorwegzunehmen: Wir haben derzeit keine Sponsoren und damit keine finanziellen Mittel, um z.B. neue Rennkleidung oder das Nürburgring-Rennen zu finanzieren. Deshalb wird im kommenden Jahr der Eigenfinanzierungsanteil für jeden Einzelnen höher ausfallen.

Wir brauchen Sponsoren um diese Projekte zu finanzieren.  Einige Aktivitäten diesbezüglich sind angelaufen, aber noch nicht erfolgreich abgeschlossen. Wir stehen hier als Vorstand vor neuen Herausforderungen. Kontakte müssen aufgebaut werden.  Wir setzen uns dazu mit den neudeutschen Begriffen Fundraising und Crowdfunding auseinander. Beide Methoden haben das Ziel, Geld von Institutionen entweder von Firmen oder Privatleuten einzuwerben.

2 Aktionen sind uns dabei vor Kurzem in der Presse ins Auge gestochen:

- Für die Realisierung des ersten Stromberg – Kinofilms haben Zuschauer und Fans innerhalb von nur zwei Wochen 1.000.000 (Million)  Euro gespendet!!! Jeder Spender ist am Verkaufsumsatz beteiligt.

- Sergej Moya hat mit Hilfe Zuschauerunterstützung – Crowdfunding – das Geld zusammenbekommen, ein erotisches Märchen  – Hotel Desire  zu verfilmen (siehe Artikel Hamburger Abendblatt, vom 29.12.2011)

Wenn andere es schaffen, zugegeben mit mehr Popularität, Geld einzuwerben, sollten wir es alle nicht auch schaffen, für uns zu werben, unsere Ideen und Ziele gewinnbringend zu argumentieren?

Jede Spende, jedes Sponsoring für unseren Verein hilft uns, unsere Ziele zu erreichen.

Für erhaltene Spenden sind Spendenbescheinigungen aussstellbar, die widerum steuerlich geltend gemacht werden können.

Wir sehen uns manchmal mit Fragen konfrontiert, wie :

Braucht man überhaupt einen speziellen Diabetischen Radsportverein ?

Wir sagen  ganz klar:

Ja.

Man tritt als Team immer stärker auf und wird verstärkt wahrgenommen als ein vergleichsweise diabetischer Einzelkämpfer. Durch gemeinsamen Sport mit Nichtdiabetikern werden Grenzen überwunden. Wir schaffen es als Verein, Veranstaltungen wie Rad am Ring zu organisieren, welche von einer zunehmenden Anzahl von Nichtdiabetikern genutzt wird. Radsport ist ein Teamsport, es kommt auf das Gesamtteam und weniger verstärkt auf den Einzelnen an. 

Wir wünschen allen ein frohes, ein erfolgreiches und ein gutes neues Jahr.

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Jörg von Hübbenet, Gründer und erster Vorsitzender
Andrees Buckow, stellvertretender Vorsitzender
Thomas Heeg, Vereinscontrolling
Arndt Fiolka, Schriftführer, Webmaster

 

Balkan per Fahrrad

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Im Frühling hatte ich wohl Langeweile. Ich saß mit Freunden im Garten und blätterte in meinem Schulatlas von 1971. Auf der Suche nach einer Gegend in Europa in der man beim Radfahren wahrscheinlich Abenteuer erleben wird. Auf der Balkanseite mit Rumänien, Bulgarien, Albanien usw. blieb ich hängen. Berge, weite Ebenen, vom Massentourismus weitgehend unbeachtete Regionen. Balkan, eine Gegend von der man im Allgemeinen nicht viel Gutes hört. Ende September saß ich im Flugzeug nach Bukarest. Im Gepäckraum mein Fahrrad mit zwei Packtaschen. Mein Plan war, etwa 1500Km durch Rumänien, Bulgarien und die Türkei zu radeln.

In Bukarest schien die Sonne. Die Rumänen waren freundlich, die Autofahrer rücksichtsvoll. Ich radelte bis zum Dunkelwerden durch die City, suchte mir dann ein einfaches Hotel. Einfach bedeutet in dieser Gegend der Welt. wirklich einfach. In den nächsten Tagen radelte ich in Richtung Süden, überquerte die Donau, die hier schon mindestens so breit ist wie die Unterelbe.

In Rumänien dachte ich, es gäbe dort viele Hunde. Das wurde allerdings durch die Hundemengen in Bulgarien noch getoppt. Mit der Zeit hatte ich den Bogen raus, wie man den Tieren stressfrei begegnet: Wenn sie einen gesehen haben und es geht bergab: Vollgas! Falls es bergauf geht, oder die Beine lahm sind, oder es kurvig und unübersichtlich ist: absteigen und schieben. Dabei irgend etwas in der Hand halten, das den Hunden bedrohlich vorkommt. Sie knurren zwar und fletschen die Zähne, aber sie tun einem nichts. Und irgendwann wird den Hunden die Knurrerei und Zähnefletscherei langweilig und sie trotten davon. Sobald man sich aber wieder aufs Rad schwingt ist ihr Interesse und Jagdtrieb von neuem geweckt. Und das heißt für den Radler: Vollgas!

Nach ein paar hundert Kilometern durch Bulgarische Berge hatte ich die Schinderei satt und fuhr durch die Prärie. Da die Landwirtschaft zu großen Teilen brach liegt, versteppt das fruchtbare Land. Wo früher Kolchosen riesige Äcker bewirtschafteten, wächst heute hohes Gras. Die Straßen verlaufen größtenteils geradeaus. Links und rechts ist außer vertrocknetem Gras, verrosteten Landmaschinen und halbverfallenen Dörfern wenig zu sehen.

Ich fuhr Richtung Osten, bis ans schwarze Meer. Hier, nahe der Grenze zur Türkei gibt es allerliebste kleine Fischerdörfer, wo ich gerne ein paar Tage geblieben wäre. Aber einmal on the Road, zog es mich weiter. Weiter in Richtung Türkei. Die Einreise in die Türkei war ein Erlebnis. Während sich in Bulgarien die schmale Straße in Serpentinen durch die Berge schlängelt und nur aus Schlaglöchern besteht, wird sie auf türkischer Seite breit, glatt und flach. Und geht gefühlt nur noch bergab.

Überhaupt zeigt sich die Türkei von einer sehr freundlichen Seite. Das habe ich vor ein paar Jahren schon gaanz anders erlebt. Aber auf dieser Reise war alles schön in der Türkei: lachende Menschen, saubere gute Straßen, tolles Essen, saubere günstige Hotels. Das Wetter nervte allerdings. An einigen Tagen fuhr ich morgens im Regen los und kam nachmittags im Regen an. Aber als Hamburger bin ja ich Wetterkummer gewohnt.

Nach einer Rundfahrt ums Marmarameer erreichte ich nach ca.1500 Km kurz vor meinem Geburtstag Istanbul. Dort traf ich mich mit meiner Frau, mit der ich ein paar verregnete, aber schöne Tage in der 15 Millionen Stadt zwischen Europa und Asien verbrachte.

Pitt

Entscheidendes Bewegen auf dem Hamburger Diabetiker – Tag, wohin geht die Reise ?

Am 19.11.2011 fand der Diabetestag der Hamburger Gesellschaft für Diabetes am Rothenbaum statt. Wir waren mit einem Stand vertreten. Das Echo an unserem Stand war trotz mäßiger Besucherzahlen recht positiv, hatten wir uns doch ein Rennrad auf Rollen plus Rennsoftware organisiert, auf dem Interessierte einmal ein Gespür für das Rennradfahren gewinnen konnten. Das RennradFahren an unserem Stand wurde gut angenommen, wir konnten viele Interessierte für eine Runde in der ‘virtuellen Welt’ gewinnen.

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Wir haben auch unseren Internetauftritt präsentiert und haben die Rennen, wie Frankfurt, Berlin, Hamburg und das 24-Stunden Rennen am Nürburgring vorgestellt, an denen wir in 2011 recht erfolgreich teilgenommen haben.
Das Interesse war da, viele unserer Flyer kamen in Umlauf , gleichzeitig hörten wir auch immer wieder die Frage, wie man so etwas, wie ein Fahrradrennen schafft.

Resumee´ und Ausblick

Viele der Besucher auf dem Diabetestag treiben wenig oder nur unregelmäßig Sport und auch viele Mitarbeiter von Krankenkassen oder anderen Sportvereinen staunen über unsere Leistungen. Für Diabetiker ab der Altersstufe 50+ werden viele ‘Gesundheitskurse’ unter betreuter Anleitung angeboten,  bei denen die Kosten z.T. erstattet werden.  Erwähnen wir  die Teilnahme an den Vattenfall Cyclassics, 100 Km, so wird dieses ‘scheinbar’ als eine Leistung, wie von einem anderen Stern kommt, eingestuft. Wenn es Sportangebote für Diabetiker, seien es jetzt Typ I, II, egal welche Alterssstufe gibt, dann steht auch häufig die Sicherhheit im Vordergrund. Die Sicherhheit bezieht sich auf die Stoffwechsellage, d.h. gezielte BZ-Kontrollen, vor, während und nach dem Rennen.
Sicherheit ist natürlich wichtig, Sicherhheit entsteht, wenn man seine Stoffwechselllage gut kennt, wenn man weiß, welche Auswirkungen die Bewegung auf den Blutzucker hat, wenn man weiß, in welchen Trainingsbereichen man fährt, ob im aeroben oder aneroben Bereich und entsprechend reagiert.
Sicherhheit entsteht auch durch Fahrpraxis im Rennradsport, dafür muss man allerdings anfangen zu fahren. Es ist auch wichtig, einmal etwas neues auszuprobieren, einmal seine persönlichen Grenzen zu testen. Der Körper gewöhnt sich mit der Zeit an die Belastungen und man kann bei richtigem Training seine Belastungsgrenze immer weiter ausbauen. Der Rennradsport besteht aus den 3 Grundgrößen Kraft, Ausdauer und Effizienz, wenn alle 3 Bereiche trainiert werden, werden die persönlichen Leistungen spürbar besser.
Radfahren soll natürlich auch Spaß machen, da bietet sich das Fahren in der Gruppe an. Spaß entsteht auch durch Sicherheit, man fährt gelassener, wenn die Diabetes Einstellung auf die sportliche Herausforderung angepaßt ist.  Spaß entsteht auch die sportliche Highlights wie 24h Rad am Ring, was eine Radveranstaltung vergleichbar mit einem Rockfestival ist. Wir werden im Jahr 2012 unser Angebot für Interessierte und Einsteiger ausbauen.

Eure Entscheidenden Beweger

Großglockner – Top of Austria

Am Morgen des 25.09.2011 machte ich mich bei frischen 4°C von Bruck (a. d. Glocknerstraße) auf den Weg zum Gipfel.

Schon Wochen vorher habe ich immer die Webcam im Auge gehabt und wenige Tage zuvor schien mein Vorhaben – mit dem Rennrad und dem Typ I über die Großglockner-Hochalpenstraße zu fahren – zu platzen: “Frühester Wintereinbruch seit 100 Jahren in den Alpen” meldeten die Wetterfrösche. Oh je, dachte ich und als vier Tage vor dem großen Tag die Straße gesperrt wurde hakte ich gedanklich die Fahrt ab.

Die Webcam immer im Blick mit dem Funken Hoffnung auf Sonne statt Nebel und Schnee gab es einen Tag später tatsächlich Entwarnung und die Öffnung der Straße für den Verkehr.

Bis zur Mautstelle in Ferleiten waren es ca. 15 km so dass ich gegen 7:30 Uhr ohne wirkliches Frühstück (das Hotel servierte erst ab genau dieser Uhrzeit) startete. Bis 9:00 Uhr Startzeit in Ferleiten war eine Zeitmessung für Radfahrer möglich. Diese wollte ich natürlich unbedingt mitnehmen. Meine Frau fuhr das Begleitfahrzeug und erwartete mich um kurz vor 9:00 Uhr in Ferleiten. Dort hatte Sie bereits die Bedingungen für die Zeitmessung gecheckt – alles ganz einfach: 2 EUR rein in den Automat – Ticket raus – Ticket am Ziel (Fuscher Törl) in einen weiteren Automaten – Zielticket entnehmen – zurück nach Ferleiten – Urkunde ausdrucken.

Gecheckt – getan. Los ging es. Nun galt es 1.283 Höhenmeter auf 12,9 km verteilt in möglichst kurzer Zeit zurückzulegen. Mein Plan in Hamburg war folgender: Mit Puls 140 bis zur Mautstelle und dann mit 160 die Strecke der Zeitmessung. Am Start in Bruck jedoch lag mein Puls vor lauter Aufregung bereits bei 153 Schlägen pro Minute, so dass ich Mühe hatte am Berg nicht zu overpacen (cooles Wort).

Während der Steigung überholte ich einige MTB-Fahrer, die mit negativer Übersetzung so schnell treten mussten um nicht wieder zurück zu rollen. Das machte mir Mut und spornte mich an auch den nächsten MTBler vor mir einzuholen. Dann kam der “Rückschlag”: Ich wurde von einem Rennradler überholt. Sein Tempo konnte ich nur wenige Meter halten und so ließ ich ihn bei Puls 180 dann fahren. Ich wollte ja sicher sein, oben anzukommen und nicht unterwegs abbrechen zu müssen.

Die Sonne kam hervor und ich wechselte von Lang- auf Kurzfingerhandschuhe – zog ein Langarmtrikot unter meiner Jacke aus.

Es ging immer weiter rauf – 10-11% Steigung – keine 8, keine 15% sondern immer “nur” 10-11%. Für mich Flachlandtiroler aus Hamburg eine echte Herausforderung. Hierbei galt es auch den Diabetes im Auge zu behalten. Ich hatte den Eindruck, dass es ein Unterschied macht, den Puls auf gerader Strecke gegenüber der ungewohnten Steigung. Bei Hälfte der Strecke machte ich eine Messung und hatte 108 zu melden. Etwas zu wenig, da ich kurz zuvor ca. 4 BE Traubenzucker geschluckt hatte. Komfortabel, dass meine Frau im Begleitfahrzeug immer in Reichweite war. Also: Weiter fleißig Traubenzucker einwerfen… und weiterfahren.

Es kamen nun die letzten Kilometer oberhalb der Baumgrenze und rechts und links türmte sich bereits der von der Straße geschobene Schnee – ein fantastisches Panorama bäumte sich vor mir auf. Der Adrenalinspiegel stieg, Die Kräfte ließen nach. Zu Beginn des letzten Kilometers machte ich nochmal einen kurzen Stopp um den Puls einzufangen. Dann die letzten Meter und – angekommen im Ziel auf 2.438 müNN.

Ich war endlos glücklich, die Strecke bewältigt zu haben – bei Traumwetter – Riesenpanorama und – mit meiner Frau im Begleitfahrzeug!!!

RAD AM RING 2011 – Das beste Wochenende des Jahres

Dieses Jahr hatten wir von „Entscheidendes bewegen“ die Qual der Wahl: Hamburg Cyclassics oder Rad am Ring. Mir als Motor Maniac fiel die Entscheidung leicht: 24 Stunden Rennen auf dem Nürburgring.

Freitagvormittag traf ich am Nürburgring ein. Zeit genug um noch ein wenig Motorenlärm aus dem normalen Ring betrieb genießen zu dürfen.

Am Freitagabend traf sich unser gesamtes Entscheidendes Bewegen Team im Dorint Hotel zum Essen. Da dieses Jahr einige neue Fahrer und Fahrerinnen am Start waren wurde das gemeinsame Essen auch zum gegenseitigen kennen lernen genutzt.

Ab Samstagmorgen steigt die Spannung: die Teams werden eingewiesen und die letzten Checks an den Rädern durchgeführt.

Der Stadionsprecher heizt die Atmosphäre immer weiter an. Die ersten, die auf die Strecke dürfen sind die Läufer: 24Km, 10Km und 5Km Läufe auf der Nordschleife. Danach werden 2 Amateurradrennen gestartet und dann geht es endlich los: Start des 24 Stunden Rennens auf der Nordschleife.

Die jeweils ersten Fahrer/innen unserer Teams sind auf der Strecke. Da ich der vierte und letzte Fahrer in meinem Team I bin, muss ich mich noch ungefähr drei Stunden bis zu meinem ersten Einsatz gedulden.

Kurz nach 16 Uhr fahre ich, nach geglückter Transponder Übergabe (ähnlich wie beim Staffellauf), aus der Boxengasse auf die Strecke.

Gleich nach 100 Metern kommt die erste Steigung. Zwar ist sie nur kurz, aber steil genug um mich aus der Puste zu bringen. Danach geht es dann wirklich los: Die ersten 10 Kilometer geht es fast ausschließlich bergab. Da ich die Strecke schon öfter gefahren bin, weiß ich, dass man die ganze Strecke das Rad laufen lassen kann, ohne zu bremsen.

In der Fuchsröhre zeigt der dort aufgebaute Geschwindigkeitsmesser mein Tempo an: 78 Stundenkilometer. Wow! Aber bei dem super-ebenen Rennstrecken-Asphalt überhaupt kein Problem.

Nach drei, vier weiteren schnellen Kurven beginnt der „gemütliche“ Teil der Strecke. Ab dem Bergwerk geht es (fast) nur noch bergauf. Bei dem Superwetter und der damit verbundenen Wärme ist das eine ganz schön schweißtreibende Angelegenheit. Gleich nach der Steilkurve beginnt das steilste Stück der Nordschleife. Von hier bis auf die hohe Acht beträgt die Steigung bis zu 17%. Aber auch das ist irgendwann geschafft und es ist schön, wenn der Schmerz nachlässt…

In der darauf folgenden Abfahrt trocknet der Schweiß und ich genieße den Wind, der mir ins Gesicht weht. Bevor die Strecke mich wieder zurück ins Fahrerlager führt, kommt die lange Gerade, auf der ich mich am liebsten im Windschatten eines anderen Fahrers verstecke.

Im Fahrerlager muss noch eine Schleife gefahren werden, bevor ich nach knapp unter einer Stunde den Transponder wieder an unseren ersten Teamfahrer übergebe.

Meine zweite Runde fahre ich im Sonnenuntergang. Die dritte und vierte Runde mit Licht, mitten in der Nacht. Die fünfte Runde beende ich am späten Vormittag.

Das Wetter ist inzwischen schlechter geworden, es regnet leicht. Unser Team beschließt, nur noch eine Runde, und zwar alle vier zusammen, zu fahren. Diese letzte, gemeinsame Runde ist für mich auch die Schönste. Inzwischen scheint die Sonne wieder, wir lassen uns Zeit, machen sogar eine Pause auf der hohen Acht.

Beim gemeinsamen Zieleinlauf genieße ich das Gefühl, es wieder mal geschafft zu haben: 24 Stunden auf der Nordschleife!

Pitt

24 Stunden Rad am Ring und 100 Km Vattenfall Cyclassics im Jahr 2011

Hallo liebe Radsportfreunde,

an diesem Wochenende erscheinen die Berichte über Rad am Ring 2011, wo wir mit 7 Viererteams an den Start gegangen sind und der Filmbericht über die Cyclassics in Hamburg. Dieses Wochenende war zugleich der Saisonhöhepunkt.

Rad am Ring:

Wir haben viele zufriedene Rückmeldungen der Rad am Ring – Teilnehmer erhalten. Die Veranstaltung kommt an, das Leben in der Box kommt an und mit Jörgs  ‘Wok am Ring’ ist eine neue Nahrungsversorgungs – Disziplin entstanden, die halt ideal in der ‘Box am Ring’ ausgeübt werden kann.

Dieses 24 – Stunden – Rennen stellt auch den Diabetes vor Herausforderungen, zum einen wegen der Belastungen, zum anderen wegen der Dauer: 24 Stunden von 13 bis 13 Uhr. Viele Diabetiker fahren schon mehrfach, einige schon seit 2006 dieses Rennen. Einen persönlichen Bericht hat Pitt, unser Langstreckenexperte verfasst. Gerade von der Nonstop Tour Köln – Hamburg zurück, erscheint hier sein Bericht über das ‘Beste Wochenende des Jahres’.

Neben uns Diabetikern nutzen auch viele Nichtdiabetiker dieses Ereignis, um mit uns zu fahren. So findet das Rennen bei immer mehr Triathleten Begeisterung, extra erwähnt seien hier die Triabolos aus Hamburg. Zur Erinnerung auch noch einmal unser Gruppenfoto vor der Box:

Cyclassics:

Der Filmbericht über die diesjährigen Vattenfall Cyclassics zeigt die Hektik eines Rennens, wir sind hier mit 5 Typ I – Diabetikern ( völliger Insulinmangel ) gestartet. Als zusätzlicher Rennparameter zählt für Diabetiker immer die Höhe des Blutzuckerspiegels, es ist halt wichtig, nicht zu unertzuckern, da hier dem Körper dann sprichwörtlich die Energie fehlt, um Leistung zu erbringen. Es ist ein wichtiger Rennparameter neben vielen anderen wie Herz- und Trittfrequenz, Materialwahl usw., wenngleich ein ziemlich wichtiger, ähnlich wie in der Formel I die Treibstoffversorgung der Boliden. Mit dem entsprechenden Training, Leistungsdiagnostik und Testen von Belastungen sind auch bei einem Rennen wie den Cyclassics gute Zeiten möglich, was 3 von uns mit einer Zeit von unter 3 Stunden mit einem Alter von deutlich über 40 Jahren, bewiesen haben.

Wir möchten jetzt auf der Welle der Begeisterung euch dazu ‘entscheidend bewegen’, mit uns zu fahren. Es ist am Anfang erst einmal nicht viel, ausser ein einigermassen lauffähiges Rennrad und Helm notwendig. Wir fahren schwerpunktmässig in Hamburg, hier in den Vier- und Marschlanden. Am Anfang ist die Kontaktaufnahme wichtig, ihr könnt dieses über die Kommentarfunktion für diesen Artikel, über unsere facebook – site oder über unsere Email:

tun. Wir freuen uns, euch zu sehen.

Herzliche Grüße,

Arndt

WOK am RING

Das schönste Wochenende, das Rad am Ring Wochenende hat es in sich. Je näher es rückt, desto drastischer wird mir klar, dass der Wille wohl, nicht aber die Form da ist.

Begeisternde Stimmung bei der Startvorbereitung, keine Hektik, alles klappt wie am Schnürchen. Die Teams sind eingeteilt; die Einen fahren echt auf Zeit, die Anderen wollen es irgendwie schaffen und dabei Spaß haben.  Zu diesen gehöre ich.

 Ich bin dran, es geht los. Da ist es wieder das alte feeling; die Aufregung, das Anrollen und die typische Wahrnehmung des Nordschleifenasphalts. Rauh aber schnell. Vertrauenserweckend.  Die Kollegen von der Verbrennungsmotorfraktion nennen diese Funktion „grip“ Runter geht es und immer wieder diese knackigen, plötzlichen Anstiege.

Der lange, lange steile Weg zur „Hohen Acht“ der Königin des Anstieges hat es in sich. Zu viel für mich, ich muss mal Päuschen machen. Nur keinen Schritt schieben. Also Pause machen und dann weiter.

Ich habe jeden Meter genossen. Die Rundenzeit hat es schon angedeutet, die Auswertung des SRM-Powermeters aber zeigt ganz klar, um mehr zu reissen, hätte ich besser vorbereiten müssen – ich kann die Power nicht halten.

Morgen ist auch noch ein Tag, für heute beschließe ich, nicht mehr zu fahren, und das zu tun, was ich wirklich gerne mache – Kochen.

Die Fahrer fit zu halten – die eine Runde ( 25 km ) hat mich 668 kJ gekostet, fast doppelt soviel wie bei einer Ausfahrt zuhause – dazu braucht es Kohlenhydrate, Eiweiß und möglichst wenig  Fett.

Unsere „Ringküche“ hat sich bewährt; ganz einfach, ganz bodenständig: eine alte Kochplatte, unser legendärer GusseisenWOK und das was man da so reinwirft.Unsere Großküchen-Sponsoren haben Köstliches vorbereitet, Nudeln, geputztes und geschnittenes Gemüse und eine pikante süß-saure Sauce. Einem spontanen Gedanken folgend habe mehrere Kilo Pfifferlinge, Schinkenstreifen, Lauchzwiebeln und Küchensahne gekauft. Was Frisches eben.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Großartig, der Teamgeist. Kaum habe ich mich draußen gesetzt um die Pilze zu putzen, die Lauchzwiebeln zu waschen und zu schnibbeln, fanden sich sofort Helfer. Echt klasse. Die Zubereitung ist einfach, der Geruch hat diejenigen, die dran waren zu fahren motiviert eine besonders schnelle Runde zu treten  denn dieser Gang war schnell alle.

Das Rezept:

Zwei Kilo Pfifferlinge

4 Bund Lauchzwiebeln

2-3 Knoblauchzehen

2-3 Pfefferrschoten

Salz

1 Liter Küchensahne

Zubereitung:

Pfifferlinge anschwitzen, Knoblauch und Pfefferschoten dazu. Kurz vor dem Ablöschen mit der Küchensahne die Lauchzwiebeln dazu ( damit sie ihr wundervolles Aroma nicht verlieren ) mit der Sahne ablöschen und etwas ziehen lassen. Zusammen mit unseren Nudeln – ein Knaller!!

Koche es nach und schreibe uns, was Du daraus gemacht hast.

Jörg von Hübbenet

Entscheidendes bewegen: Vattenfall Cyclassics 2011 – Die 100 Km

Hallo liebe Radsportfreunde,

am letzen Sonntag war es soweit. Strahlender Sonnenschein deutete einen sehr erfolgreichen Renn – Tag an. Nach den ganzen letzten verregneten Wochen war das fast ein Wunder. Da musste man sich Sonnabends erst einmal an das warme Wetter gewöhnen. Wir trafen uns morgens um 8 Uhr vor der St. Jacobi – Kirche in Startblock Q. Der nun folgende Filmbericht über die 102,6 Km zeigt uns bei den Vorbereitungen, dem Rennen und dem Zieleinlauf auf der Mönckebergstrasse. Wir sind ohne Pannen, Stürze oder Sonstiges ins Ziel gekommen.

Jetzt heißt es aber: Zurücklehnen, die Lautsprecher möglichst weit aufdrehen, und den Film geniessen:

Wir freuen uns, wenn euch der Film gefällt.

Arndt

Köln – Hamburg nonstop ( mit dem Rad und dem Diabetes )

Wie kommt man auf solche Idee? Auslöser war das 24-Stunden-Rennen bei „Rad am Ring“.

Dort startet ENTSCHEIDENDES BEWEGEN in 4er-Teams, d.h. man fährt normalerweise eine Runde, hat dann drei Runden lang Pause. Heißt: das Team fährt 24 Stunden, die Teammitglieder fahren (in meinem Beispiel) insgesamt 6 Stunden. Und warten 18 Stunden. Nach meiner ersten Teilnahme stellte sich mir die Frage, wie es sich wohl anfühlt, wenn man die ganzen 24 Stunden durchfährt?

Ich nahm mir vor, das mal auszuprobieren. Am Besten an einem lauen Juniabend in eine günstige Richtung losfahren, um nach 24 Stunden den nächstgelegenen Bahnhof anzusteuern und zurück nach Hause zu fahren. Aus dieser Idee erwuchs der Plan, mit zwei weiteren Fahrern von ENTSCHEIDENDES BEWEGEN von Hamburg nach Köln zu fahren. Knapp 500 Kilometer, gut für 24 Stunden. Ende Juni bis Ende Juli 2011 sollte es losgehen. Leider waren meine beiden Mitfahrer verhindert. Deshalb wurde dieser Plan auf 2012 verschoben.

Da ich die Geschichte angeleiert hatte, konnte ich mich mit weiteren 12 Monaten Wartezeit einfach nicht anfreunden. Also beschloss ich, alleine zu fahren. Aus logistischen Gründen wählte ich an Stelle von Hamburg-Köln die Strecke von Köln nach Hamburg. Am Donnerstag, den 04.08.2011, setzte ich mich morgens mit meinem Tourenrad und einer minimalen Ausrüstung in den Zug und für nach Köln. Pünktlich um 13.46 kam der Zug in Köln an. Schnell ein Beweisfoto vor dem Dom – und dann los. Richtung Nord-Ost.

Die Strecke hatte ich vorher ausgearbeitet. Einfache Streckenführung, die Straßen nicht zu groß und nicht zu klein. Alles auf zwei Shell-Straßenkarten 1:200.000. Als Navigationshilfe benötigte ich eine Lenker-Kartentasche, eine Stirnlampe, einen Kompass und eine Lesebrille ;-)

Der Nachmittag war schwülheiß, über 28 Grad. Die Straßen durchs bergische Land welliger, als ich gedacht hatte. Für den Abend waren Gewitter angesagt, der Himmel verdunkelte sich zusehends. Abgesehen von den Anstiegen mit bis zu 14 Prozent liefen die ersten 100 Kilometer glatt.

Ich hatte mir vorgenommen, mich permanent zu schonen und ganz RTF-mäßig alle 30 Kilometer eine Pause einzulegen. Unterwegs stellte sich heraus, dass ich an meiner Pausenkultur noch arbeiten muss. Ich hatte keine Lust irgendwo zu sitzen, wollte lieber fahren.

Die erste echte Pause gab’s gegen 21 Uhr kurz hinter Dortmund, als es anfing zu dämmern. Ich fand eine nette Pizzeria, in der drei reizende Damen arbeiteten. Als ich gegessen hatte, fing es an zu regnen. Ich durfte mein Rad sogar in den Gastraum stellen – damit es nicht nass wird… In einer Regenpause fuhr ich weiter. Den drei Damen habe ich lieber nicht erzählt, dass ich bis nach Hamburg fahren wollte, sie hätten es sowieso nicht geglaubt.

Gegen Mitternacht hatten sich die Schauer zu einem Dauerregen entwickelt. Kurz spielte ich mit dem Gedanken, die ganze Aktion abzubrechen. Während ich bei lauter Musik aus dem iPod durch den Regen pflügte, beschloss ich dann doch, die Geschichte bis nach Hamburg durchzuziehen. Schließlich konnte ich den Zeitplan, den ich zu Hause aufgestellt hatte, bisher einhalten – trotz Bergen, kleineren Umwegen und Regen.

Ich fuhr weiter durch die Dunkelheit. Versuchte auf meiner vorgeplanten Strecke zu bleiben. Allerdings verfuhr ich mich hin und wieder etwas. Machte einige kleinere Pausen, trank kurz vor Ladenschluss um 1 Uhr morgens bei McDonald’s einen Tee. Traf gleich darauf zwei andere Nachtsportler, die mit Rennrädern zu einer 60 Kilometer entfernten Party gefahren waren. Fuhr mit den beiden zusammen zügig vom Teutoburger Wald bis hinter Herford.

Ein paar nasse Stunden später hatte ich auch das Wiehengebirge mit der Porta Westfalica hinter mir gelassen und war auf dem Weg zu meinem Frühstücksziel in Nienburg. Dort kam ich, voll im Plan, um 7 Uhr an. Ziemlich aufgeweicht vom Regen gab es ein schnelles, aber herrliches Frühstück in einer Stehbäckerei.

Wieder auf der Straße wurde das Wetter, wie vorhergesagt, besser. Meine Stimmung auch. Von Nienburg nach Hamburg sind es nur noch 140 Kilometer. Allerdings waren meine Beine nicht mehr so gut wie erhofft. Mein Plan war gewesen, die Muskelspeicher permanent mit Hilfe von Glukose und relativ viel Insulin aufzufüllen. Dieser Plan hat so nicht funktioniert. Ich hatte genauso müde Beine wie jeder durchschnittlich trainierte Nichtdiabetiker. Schade, es hätte mich gefreut, wenn wir Typ-Einser in diesem Punkt ein paar Vorteile hätten.

Nach ca. 470 Kilometern in 24 Stunden und einem Verbrauch von ca. 1200 Gramm Kohlehydraten (4 BE/Stunde) kam ich Freitagnachmittag in Hamburg auf dem Rathausmarkt an.

Mein Fazit: 24 Stunden easy fahren, stellt kein Problem dar. Für 24 Stunden Alleinfahrt auf der Nordschleife bei „Rad am Ring“ bin ich definitiv nicht hart genug…

Pitt

Rad am Ring 2011 – Die FahrerInnen für Entscheidendes bewegen

Hallo an alle FahrerInnen,  unsere Suche nach Fahrern und Fahrerrinnen für Rad am Ring 2011 ist beendet.In nicht einmal mehr als 2 Wochen wird gestartet.

Hier jetzt die Viererteams im Einzelnen:

TEAM I  = Typ I

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Im Team I fahren Thomas, Matthias, Pitt und Gunter, 3 davon Typ I Diabetiker

Unser Mission Statement: Ein, zwei lockere Ründche un dann sollde mer vorn mit dabei sein…!

TEAM II – unser Triathlon Team aus Hamburg

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Im Team II fahren Matthäus, Robert, Nina und Michael

Unser Mission Statement: “Ey 42er Schnitt. Weeste wie schlecht dit is?”

TEAM III – unser Top – Team

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Im Team III fahren Torben, Sven J., Daniel und Sven H.

Unser Mission Statement: Frei nach Laurent Jalabert: ‘ Radsport ist für uns Wettkampf. Wenn es nur darum ginge, Rädern
hinterherzufahren und Zeit totzuschlagen, würden wir es nicht so mögen.

TEAM V – Unsere Wiederholungstäter:

 

 

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Im Team V fahren Marc, Ralf, Timo und Detlef

Unser Mission Statement: Geht nicht, gibt es nicht.

TEAM VI – unser Frauenteam:

 

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Im Team VI fahren Gabriele, Sandra, Franziska und Daniela

Unser Mission Statement: Wolle mer se radle lasse?!

TEAM VII – Unsere flotten Senioren

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Im Team VII fahren Wolfgang, Jörg, Siegfried

Unser Mission Statement:

Sport- und Bewegungsdiabetologie

Vorwort:

Was für den Trainingsaufbau von Sportlern grundsätzlich wichtig ist, ist für Sportler mit Diabetes besonders wichtig, denn zusätzlich müssen diese ihren Energiestoffwechsel so steuern, dass sie nicht von Unterzuckerungen während oder nach der Belastung überrascht werden.

Der Autor des nachfolgenden Artikels setzt sich mit dem zusätzlichen Nutzen sportmedizinischer Erkenntnisse für die Einstellung und Behandlung des Diabetes auseinander. Als Diabetologe, Mitgründer von ’Entscheidendes bewegen’, und selbst aktiver Rennradfahrer kennt er die Wechselwirkungen Sport und Diabetes sehr gut.

Den Weg frei machen

Hypos nach Sport und Bewegung müssen nicht sein. Einfache Testverfahren geben klare Antworten und können helfen, Strategien zu entwickeln um gegen böse Überraschungen gewappnet zu sein.

Mit der Gründung des Arbeitsbereiches „Sportdiabetologie“ hat das Institut für Sport- und Bewegungsmedizin die lang erwartete Verbindung zwischen der Diabetologie und den Sportwissenschaften geschlossen. Sportmedizinisches Fachwissen mit den Erkenntnissen der Diabetologie zum Nutzen der an Diabetes erkrankten Menschen zusammenzubringen ist der Anspruch der Initiatoren:

 Professor Klaus Michael Braumann leitet als Universitätsprofessor für Sportmedizin das Institut für Sport und Bewegungsmedizin in Hamburg. 

Das Institut hat einen guten Namen in der Sportmedizin. Neben Nationalmannschaften werden auch Bundesligamannschaften verschiedenster Sportarten hier sportmedizinisch betreut.

Selbstverständlich sind Messmethoden und Geräte auf einem hohen, professionellen Stand.

 

 

Jörg-Elmar von Hübbenet (Facharzt für Allgemeinmedizin und sportmedizinisch orientierter Diabetologe) ist seit Jahren mit der Anwendung der CGM-Systeme vertraut.

Nach der Abgabe seiner Schwerpunktpraxis ist er projektverantwortlich für den Arbeitsbereich Diabetologie des Institutes. 

 

 

 

 Der Arbeitsbereich bietet neben seiner Arbeit im Forschungs-und Projektbereich eine sportmedizinische Sprechstunde für Menschen mit Diabetes an. 

 

Die Sprechstunde wird von der Ärztin Katrin Kauschke betreut. Als ehemalige Leistungssportlerin ( Kapitänin der in Barcelona siegreichen Hockey-Olympiamannschaft) kennt sie die Herausforderungen Sport treibender Menschen sehr genau und kann dies medizinisch umsetzen.

 

 

 

 

 

Nur genaue Untersuchungen führen zu verwertbaren Empfehlungen

Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf körperliche Belastung. Bei Menschen kommt eine weitere individuelle Variante dazu – der Glukosestoffwechsel. Bei so vielen Unbekannten können allgemeine Empfehlungen zu leicht zu völlig unerwarteten Ergebnissen führen. Pulsbezogene Formeln z.B. zur Festlegung der individuell günstigsten Herzfrequenzbereiche für ein optimales Training können in bis zu 60% der Fälle von den tatsächlichen Werten abweichen.

Ohne Kenntnis der individuellen Werte kann es passieren, dass man sich bereits im intensiven (anaeroben) Bereich bewegt, obwohl die Herzfrequenz relativ niedrig zu sein scheint und man deshalb glaubt, sich noch im energetisch günstigeren aeroben Bereich zu befinden.Leistungsabfall und Unterzuckerungen können dadurch entstehen. Nur individuell und präzise durchgeführte Untersuchungen können diese Überraschungen vermeiden helfen.

Goldstandard ist ein Leistungstest mit Laktat- und Atemgasmessung

 Wir empfehlen neben der körperlichen Untersuchung den Leistungstest zum Bestimmen der  anaeroben Schwelle ( IAAS ). Diese Ergometeruntersuchung sollte unter Einschluss der Untersuchung der Atemgase möglichst sportartspezifisch durchgeführt werden. Anhand der ermittelten Laktatwerte lässt sich die aerob-anaerobe Schwelle individuell verlässlich bestimmen.Das Institut für Sport und Bewegungsmedizin ist Stützpunkt für professionell betreute Sportarten, ist also in der Lage diese Untersuchung sportartspezifisch durchzuführen.

 Die in der Untersuchung ermittelte Pulszahl beschreibt den Punkt, an dem der Stoffwechsel durch unzureichende Sauerstoffversorgung in eine unökonomische Verbrennung von Glukose eintritt.

Ein Trost: durch systematisches Training kann die Schwelle nach oben verschoben werden; ein größerer effizienter Belastungsbereich steht zur Verfügung.

 

Neue Einblicke in den Blutzuckerverlauf von Sportlern gewinnt man durch die Verwendung von kontinuierlichen Glukose-Messsystemen ( CGMS). Diese kleinen inzwischen recht genauen Systeme sind in der Lage, die Glukosekonzentration im Unterhautfettgewebe für fünf bis sechs Tage kontinuierlich zu messen und aufzuzeichnen. Es ist ungeheuer hilfreich zu wissen, wie sich der Glukoseverlauf vor und nach dem Sport verhält. ( vergleiche auch Artikel zu CGMS ).

Wie kommt man zu praktischen Aussagen?

Da die individuelle aerob-anaerobe Schwelle die an ihr anliegende Herzfrequenz als Kennzahl hat, brauch man nur noch eine Pulsuhr, welche die Herzfrequenz während des realen Trainings aufzeichnet und deren Werte hinterher auslesbar sind:

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Die SRM Datei – fast wie Formel 1

Legt man die Kennzahl des Schwellenpulses als Line an die Pulsdatei, kann man unschwer ablesen, wie häufig und wie lang man sich im anaeroben Bereich bewegt hat. Daraus lassen sich Schlüsse für die Insulinbehandlung und Wettkampftaktik ableiten.

Wenn man es ganz genau wissen will.

Ein mit einer Kraftmessung ausgestattetes Sportgerät lässt eine noch genauere Analyse zu. Für den Radsport gibt es unterschiedliche Systeme. Das unserer Meinung nach optimale System ist das von SRM.

 

 

Das Institut ist in der Lage, Radsportlern ein mit einem SRM System ausgestattetes Rennrad ( Rennrad mit Ergometer ) zur Verfügung zu stellen und so sehr präzise Messungen unter realen Bedingungen durchzuführen.

 

 

 Zusammenfassung

Für eine genaue Festlegung der Trainingsbereiche und –Intensitäten ist ein ordentlich durchgeführter Leistungstest zur Bestimmung der aerob-anaeroben Schwelle notwendig. Die zusätzliche Analyse des realen Trainings mittels Pulsuhr und CGM-System lässt verlässliche Aussagen zum störungsfreien Trainings-aufbau und Wettkampfvorbereitung zu. Mithilfe der gewonnenen Daten lassen sich Trainingspläne erstellen, die Trainingseffekte überprüfen oder ggf anzupassen.

Interessierte wenden sich an:

Institut für Sport- und Bewegungsmedizin eV

Abteilung für Sportdiabetologie
Mollerstr. 10; D 20148 Hamburg
Tel. +49 40 42838 6339/3599; Fax +49 40 42838 2646
www.sportmedizin-hamburg.com

CGMS – Kontinuierliche Zuckermessung: Cola oder Selters ?

Wäre das nicht schön, mit einem Blick auf das Display zu wissen, wo man steht und wohin die Blutzuckerreise geht?  Die medizintechnische Entwicklung ist in den letzten Jahren deutlich vorangekommen. Insbesondere konnten Zuverlässigkeit und Genauigkeit weiterentwickelt werden.

Was aber können die kleinen Wundergeräte wirklich und welche Arten gibt es? Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick und eine subjektive Einschätzung zum Einsatz und Nutzen der Helferlein.

Die Funktionsweise

Im Gegensatz zur kapillaren Blutzuckermessung, die die Bezugsgröße darstellt, messen die „kontinuierlichen Glukosemesssysteme ( CGMS )“ den Zucker im Unterhautfettgewebe. Ständig anfallende Messimpulse werden im Sekundenintervallen zu Messwerten zusammengefasst und gespeichert.

Dies ist der große Vorteil der CGMSysteme; sie erfassen auch jenseits der traditionellen Mehrpunkt-Blutzuckermessmethode anfallende Werte ( zwischendrin und nachts z.B. ) und lassen so wesentlich präzisere Aussagen über den Blutzuckerverlauf, die therapeutische Einstellung, körperliche und seelische Belastungen zu.

Der in das Fettgewebe zu setzende Sensor, ist inzwischen sehr klein geworden und hält ca. fünf Tage, danach muss er ausgetauscht werden.

So gut die Systeme heute sind, sie haben einen Haken – die Werte müssen mit kapillaren Referenzwerten abgeglichen werden; um das konventionelle  Blutzuckermessen kommt man zumindest einige Male pro Tag nicht herum.

Cola oder Selters,

Dennoch: der Vorteil ist bedeutend. Alle Systeme haben heutzutage ein Trendsystem. Dieses zeigt an, welche Entwicklungstendenz der Zucker hat. Einblick auf das Display und man weis, ob man einen Schluck Cola oder lieber Wasser trinken, oder gar Insulin spritzen sollte.

Unterschiedliche Systeme auf dem Markt.

Es sind unterschiedliche Systeme auf dem Markt. Sie unterscheiden sich in erster Linie durch ihre Funktionen, in zweiter Linie durch ihr herstellerspezifisches Profil.

Die Funktionen:

a) Recorder

Den Zuckerverlauf messen und auslesbar aufzeichnen ( Recorderfunktion) ist die Grundlage, dieses können alle auf dem Markt befindlichen Geräte. Hierzu ist eine herstellerspezifische Software erforderlich, diese sollte man sich in jedem Fall vorher angucken, bevor man sich entscheidet; denn das Komplettpaket entscheidet.

b) Real-Time-Darstellung

Diese Geräte erweitern die Funktionen der o.g. um eine Funkstrecke zu einem handlichen Display. Auf diesem wird der aktuelle Zuckerwert und Trend dargestellt; ältere Werte können jederzeit abgerufen werden.

 

Im Grunde genommen wird die technologische Entwicklung der CGMSystme von dem Erreichen eines geschlossenen Messkreislaufes, dem „closed loop“ getrieben.

Darunter versteht man die Verbindung der Messeinheit mit einem Gerät, dass die übertragenen Impulse in Insulingaben oder Unterbrechung der Insulinzufuhr – also einer Insulinpumpe – umsetzt. Der closed loop ist in Sicht, aber noch nicht erreicht.

Dennoch ist es grandios in jeder Situation im Bilde zu sein, und gegebenenfalls bei einer drohenden Unter- oder Überzuckerung durch einen Alarm  aufmerksam gemacht zu werden.

c) spezielle Recorder

zeichnen sich neben Genauigkeit und Zuverlässigkeit durch ihre Miniaturisierung aus. Sie sind leicht und wassergeschützt. Mit diesen Minigeräten ist fast jede Sportart möglich.  Sie sind eine große Hilfe in der Sport- und Bewegungs-Diabetologie. Ohne körperliche Beeinträchtigung und ohne stets ich Reichweite bleibenden Monitor zeichnet das Gerät auf.

Ein weiterer praktischer Vorteil ist, der Recorder bleibt an einem dran, man kann nie „außer Reichweite“ sein, was bei den Monitorgeräten schon mal vorkommt, denn dort ist der Recorder im Monitor untergebracht. Das Ergebnis sind ununterbrochene Zuckerwerte.

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Welches Gerät für wen?

 ,…ist keine prinzipielle Frage, sondern hängt davon ab, was man herausbekommen möchte. Ein grobes Schema soll helfen eine Antwort zu geben.

 Pumpenträger Medtronic – minimed bietet mit den aktuellen Pumpen die Möglichkeit ein CGMS anzuschließen. Eine „Halbautomatik“ hilft Entgleisungen zu vermeiden
Ich will wissen, was mein Zucker macht  CGMS mit Monitor
Ich will meine ICT-Realität unbeeinflusst abbilden Recorder 
Sportdiabetologische Fragestellungen  Recorder

Für die im August anstehenden Vattenfall-Cyclassics und Rad am Ring ( 20/21AUG) stehen uns Geräte verschiedener Hersteller  zur Verfügung. Um ein solches Gerät nutzen zu können, bedarf es der vorherigen Anmeldung.

Jörg von Hübbenet, Facharzt für Allgemeinmedizin, Diabetologe DDG
Institut für Sport und Bwegungsmedizin, Abteilung für Sport- und Bewegungsdiabetologie. Mollerstr. 10;  D 20148 Hamburg Tel. +49 40 42838 6339/3599; Fax +49 40 42838 2646

Rad am Ring 2011 – Die Vorbereitungen

Hallo liebe Radsportfreunde,

am Wochenende 20./21. August startet unser 24 Stunden Radrennen auf dem Nürburgring, also in nicht einmal mehr als 6 Wochen. Die Vorbereitungen laufen an. In diesem Jahr gibt es neben vielen Langjährigen viele neue FahrerInnen und damit viele neue Gesichter. Dieser Artikel soll allen Gelegenheit bieten, sich vorzustellen und Informationen über die Veranstaltung zu bekommen.

Hier folgen erst einmal Infos in alphabetischer Reihenfolge:

Anreise

Man kann den Nüburgring bequem mit dem Auto  (siehe Karte) oder mit der Bahn (z.B. Eurocity bis Bonn und dann Regionalbahn bis Adenau, den Rest mit dem Rad)  erreichen. Der Veranstaltungsort Nüburgring liegt in Rheinland – Pfalz. Hier der Link zur Karte in Google – Maps. (Hier gibt es gleich noch Empfehlungen für Hotels in der Nähe)

Beleuchtung

Braucht man zwingend, wenn man nachts fahren will, vorne und hinten. Bitte an Ersatzbatterien/-akkus denken.

Box

Wir haben die Box Nr. 8 direkt an der Rennstrecke angemietet, so sieht sie in etwa aus:

 

 

 

 

 

 

Countdown

.Den offiziellen Countdown bis zum Start gibt es auf der Veranstalter – Homepage.  Bitte hier zum Countdown Klicken.

Diabetes

Wird voll und ganz in das Renngeschehen integriert, Jörg ist Diabetologe und kann Tips geben und Hilfestellung leisten.

Erstteilnahme

Sehr wertvoll, reichert die persönliche Erfahrung an. Aus einer Erstteilnahme wurde in 90% der Fälle eine Zweit- und Mehrteilnahme. Nutzt einfach diese Seite, stellt Fragen, macht euch bekannt.

Fahrradausstattung

Neben der Beleuchtung bitte an Ersatzschläuche, ggf. Reifen, Luftpumpe denken, bzw. abstimmen, wer was mitbringt.

Gefahren

Die Teilnahme an der Veranstaltung geht auf eigenes Risiko – wie überall im Leben. Der Verein schließt die Haftung für die Teilnehmer aus.

Höhenprofil

Das Höhenprofil einer kompletten Runde von ca. 25 Km gibt es hier zu sehen:

Die ersten 10 Km geht es fast nur bergab, ab Km 11 bis 14 dann fast stetig mit ca. 4 %  Steigung bergauf, eine kurze Erholung folgt, dann geht es auf  ca. 800 m mit 18 % Steigung rauf zur Hohen Acht. Danach folgen noch einige Mulden und ein längerer Anstieg bis zur Einfahrt in die Boxengasse.

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Informationen zum Ablauf

Thomas und Sandra organisieren die Startplätze vor Ort und stellen die Teams zusammen. Beide könnt ihr wegen der Rennorganisation immer ansprechen:

 

 

 

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Jörg

Unser Gründer und Initiator der Teilnahme von radsportbegeisterten Diabetikern am Nüburgring. Jörg ist unser Diabetologe und Leiter des sportdiabetologischen Projektes am Institut für Sport- und Bewegungsmedizin der Uni Hamburg.

Kontakt

Es ist sinnvoll, Handynummern im Team auszutauschen, damit man sich gegenseitig verständigen kann.

Kosten

Die Teilnahme kostet 50 Euro, darin enthalten sind der Startplatz, Aufenthalt in der Box, Grundverpflegung.

Leistungsdruck

GANZ WICHTIG: GIBT ES NICHT!!!

 

Mitfahrgelegenheit

Bitte Kommentare, oder Email nutzen, um Mitfahrgelegenheiten zu erfragen.

Nachts

Nachts ist es dunkel, walddunkel, an drei markanten Punkten ist die Strecke jedoch durch Beleuchtungswagen des THW/FF erleuchtet. Im folgenden ein Foto, in welchem die Dunkelheit eingefangen wurde. Dagegen helfen nur Lampen:

Nürburgring

Der Nürburgring ist eine Rennstrecke in der Eifel, die am 18. Juni 1927 eingeweiht wurde. Die ursprünglich insgesamt bis etwa 28 km lange legendäre „Gebirgs-, Renn- und Prüfungsstrecke“ war in ihrer Ur-Form bis 1982 in Betrieb.

1984 wurde im Bereich der Start- und Zielgerade und der Südschleife die zum damaligen Zeitpunkt „modernste und sicherste Grand-Prix-Strecke der Welt“ eröffnet. Die damals 4,5 km lange GP-Strecke wurde direkt an die 20,8 km lange Nordschleife angebunden. Beide Teilstrecken können zu einem heutzutage 25,378 km langen Gesamtkurs zusammengefasst werden. Diese Streckenvariante des Nürburgrings ist heute die längste permanente Rennstrecke der Welt. In etwas abgeänderter Form – durch das Fahrerlager, statt komplette Südschleife – wird bei Rad am Ring gefahren.

 Im Zuge des Projekts Nürburgring 2009 wurde ab 2007 in rund zweijähriger Bauzeit ein großes Freizeitzentrum mit Achterbahn, Einkaufszentrum, Kneipenviertel, Hotel und Feriendorf in unmittelbarer Nähe der Rennstrecke errichtet.

On the Road

Um allen einen Eindruck vom Fahrgefühl auf der Strasse zu vermitteln, hat der Veranstalter ein Video eines Teilnehmers mit einer kompletten Runde zu Verfügung gestellt. Die unruhige Kameraführung ist allerdings verbesserungswürdig und gibt nicht die doch glatte Asphaltstrecke wieder. Unser Eindruck: Seeeeehhhhr empfehlenswert zum Ansehen: http://www.radamring.de/de/24h-rennen/24h-radrennen/strecke.html (Adobe Flashplayer wird zum Ansehen benötigt)

Quereinsteiger

Wichtig für alle, die zum ersten Mal dabei sind: Die Strecke kann auch von Einsteigern bewältigt werden – sinnvolle Übersetzung ist hier eine Compact-Kurbel mit 50/34 Zähnen auf dem Kettenblatt und ein Ritzelpaket von ca. 13-27. Da es erhebliche Höhenunterschiede gibt, sind gut funktionierende Bremsen wichtig. Wem die Anstrengung zu gross wird, der kann an den Seitenstreifen fahren und das Rad einfach schieben. Oben auf der Hohen Acht gibt es eine Verpflegungsstelle mit allem was der ausgepowerte Rennradler so braucht. Man kann nachts fahren, muss es aber nicht. Bitte im Team absprechen.

Rennstrecken – Atmossphäre

Gibt es nirgendwo besser, als in der Box. In den Pausen könnt ihr euch vor der Box sonnen und das Leben geniessen. Nachts wird es naturgemäss etwas ruhiger, den Sonnenaufgang erlebt man am besten beim Start vor der Box. Auch die Verpflegung gibt es in der Box.

Streckenverlauf

Den genauen Streckenverluf stellt der Veranstalter zu Verfügung. Hier die Grafik:

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Teams

Wir fahren in Vierer – Teams über 24 Stunden. Was bedeutet das konkret für euch? Wir haben dieses mal ein breit gefächertes Leistungsspektrum, Leute die lange dabei sind, Leute die schnell fahren wollen, Leute die erste Erfahrugen sammeln wollen. Da ist es schwer schon imVorwege Teams zusamenzustellen. Unsere Bitte: Nutzt die Kommentarfunktion oder Email, um sich bekannt zu machen und eventuelle Fahrstrategien zu besprechen. Fahren im Vierer – Team heißt in der Regel, das man ca. 1 Stunde auf dem Rad sitzt und dann 3 Stunden Pause hat – eine Runde in einer Stunde unterstellt.  Der Streckenrekord liegt bei ca. 38 min. – Quereinsteiger waren in den letzten Jahren selten länger als 1:20 Std. unterwegs. Gestartet wird Samstag gegen 13 Uhr – Ende ist Sonntag um 14 Uhr.

Teilnehmer

Wir haben eine Collage mit den FahrerInnen erstellt, sie ist noch nicht vollständig, genießt sie !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Timetable

Unser ungefährer Zeitplan sieht so aus:

Freitag

- Anreise, Transport von Ausrüstung in die Box. Dieses wird im wesentlichen durch das Orgateam erledigt.

- 20 Uhr Meeting mit Essen im Dorint – Hotel direkt am Nüburgring

Samstag

- 10 Uhr Rennvorbereitungen in der Box/offizielle Fahrerbesprechung im “Ring-Boulevard”

- 13.15 Uhr Start zum 24 – Stunden Rennen

Sonntag

13 bis 14 Uhr Renn – Ende

14 Uhr – Ausräumen der Box

15 Uhr Abreise

Uebernachtungsmöglichkeiten

Übernachtet werden kann (mit Glück) im Dorint – Hotel direkt an der Rennstrecke. Es ist wahrscheinlich jetzt relativ ausgebucht, aber Fragen kostet nichts. Das Lindner Hotel (etwas teuer) bietet ebenfalls Schlafplätze. Ein Highlight ist das Übernachten in der Box mit Schlafsack und Luftmatratze, man verpasst dadurch nichts. Es gibt auch Fahrer, die übernachten im Auto.

Verpflegung

Eine Grundversorgung gibt es in der Box mit Getränken, Obst, Brot, Kuchen. Wer etwas Besonderes hat, was er unbedingt anderen anbieten möchte, kann dieses gerne mitbringen.

Wok

Was hat der Wok mit dem 24h – Rennen zu tun? In ihm wird gekocht, damit man während der 24 Stunden auch einmal eine warme Mahlzeit zur Verfügung hat.

Zeitnahme

Die Zeitnahme erfolgt mit Transpondern. Als sehr nützlich haben sich Trinkflaschen erwiesen, in welcher der Transponder gut aufgehoben ist. Beim Wechsel den Transponder statisch oder bei voller Fahrt dem Nächsten überreichen.

Vattenfall Cyclassics 2011 – Die Vorbereitungen

Hallo Radsportfreunde,

es sind nur noch 6 Wochen bis zum Radsportevent hier in Hamburg. Wer jetzt noch nicht angefangen ist, zu trainieren, für den ist es fast zu spät. In diesem Jahr finden am 20./21. August 2 grosse Radsportevents in Deutschland statt, die Cyclassics in Hamburg und Rad am Ring auf dem Nüburgring. Wir nehmen an beiden Events teil. Terminlich finden wir das unglücklich, da wir uns aufteilen müssen und jeder vor der Qual der Wahl gestanden hat, sich zu entscheiden, für was sein Herz mehr schlägt. In Hamburg starten wir bisher mit 9 Teilnehmern: ( Weitere Fotos folgen )

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wir wollen euch an unserem Training und an den Vorbereitungen beteiligen.  Deshalb berichten wir von nun an fortlaufend über unsere Vorbereitungen. Wenn ihr allgemeine Anmerkungen, Tips oder auch Kritik habt, so könnt ihr uns das mitteilen. Nutzt dazu einfach die Kommentar – Funktion.

Jetzt aber erst einmal zum offiziellen Streckenverlauf für die 100 Km:

Diesmal fahren wir gen Süden gegen den Uhrzeigersinn. Wir haben an der  Köhlbrandbrücke und am Ehesdorfer Heuweg in Neugraben gleich zu Beginn zwei längere Anstiege im Programm. Auch auf dem Rückweg über Harburg erwarten uns längere gemässigte Anstiege. Mehr Detailinfos gibt es auf der Homepage der Vattenfall Cyclassics. Upsolut hat über den Link 100 KM die Strecke über Google Maps veröffentlicht. Zum ‘Finale’ geht es wie immer über den Jungfernstieg, Gänsemarkt mit Zieleinlauf in der Mönckebergstrasse. Wir gehen wieder von einer sehr guten Organisation des Veranstalters aus, bisher hat die Firma Upsolut das Radsportevent immer hervorragend organisiert.

Milestones:

14.08.2011

Arndt:

Heute fand die letzte RTF in Hittfeld vor den Cyclassics nächsten Sonntag statt. Die RTF war gut besucht, für viele war es die Generalprobe für nächsten Sonntag. Morgens um 9 Uhr war es noch trocken. Es bildeten sich relativ grosse Gruppen, Geschwindigkeiten von 35 km/h konnte man häufig ohne große Anstrengungen erreichen. Bei KM 60 teilte sich die Strecke, erst fing es an zu nieseln, dann richtig an zu regnen. Ich traf einen Arbeitskollegen und beide stellten wir fest, das wir uns verfahren hatten. Er wollte die 160ger Strecke, ich die 80ger Strecke fahren, gelandet sind wir beide auf der 120ger Runde. Nach 94 KM habe ich meine erste Pause an der Verpflegungsstelle gemacht, inzwischen total durchnäßt. Man gewöhnt sich an das Fahren im Regen, wir sind in Kleingruppen weitergrfahren und hatten durchaus Geschwindigkeiten von 33 km /h und mehr auf dem Tacho. Falls es nächsten Sonntag tatsächlich regnen sollte, bin ich zumindest daran gewöhnt.

07.08.2011

Arndt:

Nur noch 2 Wochen. DANN IST ES SOWEIT. Heute morgen beim Aufstehen um Halb sieben sah das Wetter mal wieder trübe, regnerisch und windig aus. Aber es half alles nichts, auf zur RTF durch die Holsteinische Schweiz in Kaltenkirchen. Und pünktlich um 9 Uhr zum Start war es trocken. Mein BZ Lag bei 140 mg/dl, in Vorahnung auf die Belastungen habe ich mich mit ca. 13 Zusatz BEs ausgestattet. Gestartet wurde mit hohem Tempo, viele haben die Cyclassics vor Augen gehabt. Auf den ersten 60 km der 120 km Strecke sind wir auch mit Rückenwind relativ gut vorangekommen. Dann Pause. Und danach: 60 Km größtenteils Gegenwind. Um mein BZ-Niveau auf ca. 120 mg/dl zu halten habe ich pro Stunde ( 4 insgesamt) 3 Zusatz BEs in Form von Saft, Energieriegeln und Rosinenstuten an den Essensausgaben verbraucht. Es wurde zwar immer sonniger, aber auch immer windiger ( Westwind mit 3, in Böen 6 Bft), da half auch das Fahren in Kleingruppen wenig, das Ausnutzen des Windschattens blieb gering. Ich habe mir heute ein SRM – System gewünscht, welches mir die Belastung in Form von Wattzahlen beim Treten anzeigt.

31.07.2011

Arndt:

Heute ist Monatsende und der x-te verregnete Sonntag in diesem Jahr. Das Trainieren fällt einem einfach schwer, wenn man morgens aus dem Fenster sieht und nichts als einen grauen Himmel und nasse Straßen entdeckt. Trotzdem: Heute startete die RTF der BSG Hamburg in Lohbrügge. Schon am Start regnete es. Der Regen war allerdings warm und der Wind war schwach. Während der Fahrt ergaben sich die einen oder anderen Teamkombinationen, so wir wir zeitweise mit einem Tempo von 33 km/h und mehr vorangekommen sind. Die Ausschilderung war an einigen Stellen etwas dürftig, Folge davon war, das wir uns kurz vor dem Ziel verfahren haben. Falls es am Sonntag in 3 Wochen regnen sollte, so war dieser Tag eine gute Vorbereitung.

17.07.2011

Arndt:

Die Woche über war es fast durchgehend unbeständig, heute morgen war es auch noch trübe, aber am Vormittag lockerte die Bewölkung einigermassen auf, ich entschloss mich daher spontan, einen Großteil der diesjährigen Cyclassics – Strecke abzufahren. Mit der Fähre ging es von den St. Pauli -  Landungsbrücken bis nach Finkenwerder. Dort ging es los Richtung Moorburg auf die Waltershofer Straße. Momentan gibt es da noch eine recht lange Baustelle, welche recht störend ist, ich hoffe die ist bis zum Renntermin beendet. Danach begann der lange Anstieg von Hausbruch, den Ehesdorfer Heuweg hoch, weiter über Ehesdorf, Vahrendorf, Sottorf, Leversen. Mehr als 12 km ging es in Etappen bergauf. Auf den 100 KM sollen ‘nur’ 480 Höhenmeter zu bewältigen sein, hier bekommt man sie recht deutlich zu spüren. Während ich das erste Drittel von den 12 km noch recht locker bewältigen konnte, wurde es danach anstrengender. Ich habe die gesamte Strecke versucht, hochfrequent mit ca. 90 Umdrehungen / Minute zu fahren, dabei mit den kleinen Berg – Gängen. Ich habe mir überlegt, wie motiviert man sich auf solchen Anstiegen ? Mir fiel nichts  besseres ein, als der Titel eines bekannten Radsportautors ( Udo Bölts ): ‘QUÄL DICH, DU SAU.’ Zu sehr wollte ich mich aber auch nicht quälen, denn ich wolte nicht wie mit folgender Haltung eines Radfahrers der Tour de France enden:

Ich bin die Tour dann weiter bis Meckelfeld gefahren, dort noch ein Abstecher nach Over und dann zurück nach Hamburg.  

Mein Fazit: Die Tour ist wellig, die Qual – Strecken schon ausgemacht. Den Wind sollte man auch nicht ausser Acht lassen. Auf jeden Fall sehr hilfreich zur Vorbereitung.

15.07.2011

Hans-Jürgen:

Seit dem Hanse- oder auch Haspa- Marathon (42 km) im Mai 2011, bin ich sehr faul gewesen, ausser täglich 2 x 15 km mit dem Rad zur Arbeit, ist nichts gewesen, da ich zu der Zeit sehr wenig Zeit hatte und wohl auch wenig Lust.
Aber damit ist jetzt vorbei: Vor einer Woche habe ich wieder mit dem regelmäßigen Lauftraining angefangen (die Lauferei ist nicht so gefährlich, man hat mehr Zeit über Probleme zu grübeln und Lösungen zu finden, ich kann die Natur besser beobachten oder einfach auch abschalten) zusätzlich werde ich mein Rennrad aus dem Keller rausholen und radeln, damit ich die Cyclassics durchhalte.

Mein Wunsch:
- eine unfallfreie Veranstaltung, zumindest für unser Team

Mein Ziel
- einen Schnitt von ~30 – 32 km

14.07.2011

Holger:

Die Vorbereitung auf die Hamburger Cyclassic begannen bereits im März mit einer Trainingswoche in Mallorca, die Form ließ noch etwas zu wünschen übrig, jedoch nach über 500 km in den Bergen (HM über 7.000) ging es langsam besser.

Mein Training in der norddeutschen Ebene besteht aus einer Kombination von RTF’s und Ausfahrten zwischen 60 und 90 km je nach Wetter und Kondition.

Der erste Höhepunkt war dann das Velethon in Berlin. Mit einer Vierer-Gruppe von Entscheidendes Bewegen ging es auf die 120 Km Stadtrundfahrt durch unsere Hauptstadt. Mit vier Litern Wasser, einigen Bananen und gegenseitigen Ansporn und Unterstützung fuhren wir trotz großer Hitze einen knapp 30er Schnitt heraus. Ein tolles Erlebnis. Um den Schnitt bis August auf über 33 km/h zu steigern, und bei der fünften Cyclassic-Teilnahme die 100 km unter drei Stunden zu schaffen stehen die nächsten Wochen zwei Mal wöchentlich Fahrten um die 80 Km auf dem Plan. Mal allein , mal mit den Fahrern von Entscheidendes Bewegen.

13.07.2011

Hans-Jürgen:

Die Cyclassics bin ich noch unter dem Sponsor HEW gestartet. Da ich in diesem Jahr zum 13. Mal starte, ist für mich das wichtigste, nur anzukommen. Mein Training gestalte ich anundfürsich ohne Trainingsplan. Natürlich bin ich bis jetzt schon fast 3.500 Kilometer gefahren. Überwiegend Umgebung um Hamburg, bis auf ein paar Trainingstage in Italien mit reichlich Bergen. Da ich jetzt am Samstag noch ein Jedermanntriathlon ablege, danach ein bißchen Urlaub mache, gehe ich die letzten Wochen mit mindestens dreimal wöchentlich  (70 – 80 Kilometer pro Fahrt) an. Wird schon klappen.

10.07.2011

Arndt:

Heute fand die RTF in Meckelfeld statt. Es stimmte einfach alles: Das Wetter, die Organisation ( man hatte den Eindruck, gesamt Meckelfeld beteiligte sich an der Ausführung ). Ich schätze, es waren mehr als 1000 Teilnehmer da, da haben sich schon mal Formationen von 30 und mehr Fahrern gebildet. Mein BZ lag vor dem Rennen bei ca. 220 mg/dl, da habe ich in keinster Weise interveniert. Ich hatte bis ca. KM 80 einen Schnitt von 35 KM/H, ab dieser Distanz merkte ich meine Beine, bzw. die Anstrengung in den Beinen und habe es etwas ruhiger angehen lassen. Dadurch riss der Kontakt zu den Mitfahrern ab, aber auf den letzten 10 Kilometern waren wir wieder eine Gruppe, mit der das Windschattenfahren wieder gut möglich war. Am Ende langte es trotzdem für einen Schnitt von ca. 33,7 Km/h, ich war zufrieden. Es sind ja auch noch 6 Wochen, da kann man sich den letzten Feinschliff  holen. Ich war erst einmal ziemlich geschafft, mein BZ war auch im Keller mit 68 mg/dl, aber im Ziel gab es ja noch reichlich Verpflegung. Um die hohe Durchschnittsgeschwindigkeit in den ersten 2 Dritteln zu halten, musste ich manchmal richtig beißen, alles geben, für einen kurzen Moment so fahren, als wären es die letzten Kilometer in meinem Leben, aber der Einsatz hat sich gelohnt, denn kur darauf fuhr ich wieder im Windschatten und konnte mich von den Strapazen erholen.

VÄTTERNSEE RUNDFAHRT 2011

Weil die Vätternrundan 2010, zusammen mit meiner Frau, so schön war, haben wir uns Anfang 2011 gleich noch mal für die 300 km rund um den Vätternsee in Schweden angemeldet.

In diesem Jahr stand die Vorbereitung wettermässig unter einem guten Stern. In Hamburg und Umgebung war es das ganze Frühjahr über sonnig, so dass es kein Problem war, die nötigen Trainingskilometer zu sammeln.

Am Donnerstag, den 16.6. ging es nachmittags mit dem Tourbus der Firma Exercycle Tours los in Richtung Norden. Von Kiel aus mit der Fähre nach Göteburg. Nach reichlichem Frühstücksbuffet waren wir gerüstet für die 200km lange Busfahrt durch den schwedischen Regen zu unserer Pension in Vadstena. Von dort sind es dann noch ca. 20km zum Start in Motala.Unsere Startzeit war Samstag Morgen 2:40. Gute Zeit um vorher noch ein Schläfchen zu machen. Um ca 1:00 Uhr klingelte der Wecker. Wie bestellt war der Himmel Sternenklar. Schnell noch das nächtliche Frühstück reingeschoben und dann mit dem Bus ab zum Start. In Motala am Start herrschte das übliche Treiben. Gestartet wird die ganze Nacht hindurch alle 2 Minuten in Blöcken. Ein Startblock wird dann mit Motorradeskorte aus der Stadt hinausbegleitet. Wenn die Motorradfahrer sich verabschieden geht es los.

Eigentlich geht gar nichts los. Man lässt einfach die Beine kreisen, sucht sich Windschatten und macht ab und zu eine Pause an den zahlreichen Verpflegungsstellen. Die Verpflegung in Schweden ist zwar bestens durchorganisiert, trotzdem gewöhnungsbedürftig: Blaubeersuppe, Salzgurken, Kartoffelmus, Kaffee.

 

Das Vättern-Wetter war dieses Jahr wirklich super: Nach einem herrlichen Sonnenaufgang hatten wir den ganzen Tag blauen Himmel. Wir machten, ganz RTF-like an jeder Verpflegungsstelle einen Stop und kamen nach einer Gesamtzeit von 14 Stunden im Ziel an.

Übrigens wurden wir kurz vor dem Ziel von einer Sub7 Gruppe überholt. Junge, eilige Leute, die die 300 km in weniger als 7 Stunden abgerissen hatten. Höchstwahrscheinlich ohne einen Blick auf die Landschaft zu werfen und ohne Blaubeersuppe und Salzgurken…

Mein Fazit für 2011: Ohne den üblichen Regen ist die Vätternrundan zwar eine schöne Veranstaltung, trotzdem fehlt irgendwie die Würze.

Radtraining mit Diabetes – Das ‚Entscheidendes bewegen‘ Sommerprogramm in Hamburg

Wir haben Sommer, zumindest fast und es beginnt die Hochsaison im Radtraining. Während wir uns bisher einmalig Im Monat zu gemeinsamen Ausfahrten getroffen haben, wo sowohl Einsteiger,  als auch unsere ambitionierten Fahrer zusammen gefahren sind, werden wir dieses jetzt ändern.

Wir bieten allen Interessierten, Einsteigern, Diabetikern Typ I, und II und allen, die sich auf dem Rad wieder  richtig zurechtfinden wollen ein Einsteigertraining 14 – tägig an. Sinn ist das Fahren in der Gruppe, fit zu werden auf dem Rad, die Auswirkungen von Bewegung auf den Diabetes kennenzulernen und entsprechend zu reagieren.  Sport hat viele positive Eigenschaften, die Senkung des Blutzuckerspiegels und Verbesserung der HBA1c Werte für Typ 1 Diabetiker sind nur 2 positive Beispiele. Typ 2  Diabetiker kommen bei regelmäßigem Training zum Teil ohne die zusätzliche Verabreichung von Insulin aus. Weitere positive Eigenschaften lassen sich fast überall nachlesen.

Wir starten am Entenwerder Fährhaus in Hamburg – Rothenburgsort. Der Streckenverlauf  geht durch die Vier- und Marschlande. Die Touren werden von einem bis zwei Radsport – erfahrenen Diabetikern begleitet.  Ein Rennrad ist zu empfehlen, aber nicht zwingend Voraussetzung. Der Start ist jeweils sonntags um 14 Uhr.

Die Termine:

Juni: 26.06.

Juli: 10.07. / 24.07.

August: 07.08.

Weitere Termine auf Anfrage.

Von den Trainern gibt es viele wertvolle Tips zum Radsport mit Diabetes, wie z.B. Fahrtechniken, hilfreiche Ausrüstung, deshalb lohnt sich die Teilnahme allemal.

Jeder fängt einmal klein an, so auch beim Training. Wer Lust bekommt auf  mehr, wen der Ehrgeiz packt, der kann auch bei den Fortgeschrittenen mitfahren. Wir treffen uns auch sonntags morgens um 9 Uhr und nehmen an vielen Radtourenfahrten, organisiert durch die Sportvereine teil. Einen Überblick liefert die ‚Das Training‘ – Site auf unserer Homepage. Dort fahren wir Strecken zwischen 75 und 150 km. Viele unserer Fahrer sind einmal klein angefangen, aber durch die gewonnne Begeisterung für den Radsport und das Hinführen zu wettkampfnahen Leistungen bei wirklich eindrucksvollen Jedermann – Rennen wie dem Velothon in Berlin und vor alllem den Vattenfall Cyclassics in Hamburg, ist aus diesem Anfang etwas Großes geworden.  Ich als Autor dieses Artikels fahre seit 2007 für Entscheidendes bewegen, bin am Anfang mit einem Kombirad auf der Straße gefahren. Meine ersten 100 km bin ich 2008, jetzt schon mit einem Rennrad ausgestattet, gefahren. Es war ein Riesenerfolg, nach 100 km die Ziellinie auf der Mönckebergstraße zu passieren. Das Ergebnis in 2011 kann sich sehen lassen: Beim Skoda Velothon in Berlin habe ich die 120 km – Strecke in einer Zeit von 3 Stunden und 25 Minuten geschafft. Meine persönliche Bestzeit. Gleichzeitig habe ich gefilmt. Das Ergebnis könnt ihr auf unserer Homepage betrachten. Folgt dem Artikel über den Velothon 2011.

Am Anfang heißt es allerdings erst einmal: Die Bedenken und den inneren Schweinehund überwinden und Rauf auf das Rad.

Du siehst hier einige Fahrer, die das Einsteigertraining begleiten werden:

 

 

 

 

 

 

Wir freuen uns auf dein Erscheinen. Unser soziales Engagement ist es, Diabetiker im Sport genauso leistungsfähig u machen wie Nichtdiabetiker. Mit deinem Erscheinen und mit deinem Engagement trägst du dazu bei.

Deine Entscheidenden Beweger.

Entscheidendes bewegen für Diabetes und Radsport fährt den Velothon 2011

Hallo liebe Radsportfreunde !

Wir sind mit 6 Teilnehmern die 120 Km – Strecke beim Velothon gefahren. Es war sonniges, sehr warmes Wetter. Ihr seht uns hier nach dem Rennen vor dem Brandenburger Tor:

Die Berichterstattung von einem Rennen kann man ja durch Texte, Bilder oder einem Film umsetzen. Diesmal haben wir uns für einen Film entschieden. Es gibt heute leistungsstarke Helmkameras ( Camcorder ), die Filme in HD – Qualität aufzeichnen. Ein Film gibt viele Fakten, Eindrücke und Stimmungen eines Radrennens wieder, wir hoffen deshalb, euch gefällt das Video:

 

Eure Entscheidenden Beweger.

Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt im Diabetes – Journal

Hallo liebe Radsportbegeisterte, Diabetiker und alle, die sich durch unser Engagement motiviert fühlen, für sich selbst entscheidendes zu bewegen. Der Kirchheim Verlag,  Herausgeber des Diabetes Journals hat im Onlineportal einen Bericht über unser Rennen am 1. Mai in Eschborn-Frankfurt veröffentlicht.

Mit dem Titel: “Entscheidendes bewegen” – der Saisonstart sind die persönlichen Erfahrungen jedes einzelnen Teilnehmers dargestellt, wie er das Rennen erlebt und wie sein BZ mitgespielt hat. Es lohnt sich, den Artikel zu lesen.

Die Vorbereitungen für den Skoda Velothon in Berlin laufen jetzt auf Hochtouren.

Eure Entscheidenden Beweger.

Entscheidendes bewegen fährt beim Skoda Velothon Berlin 2011

Hallo liebe Radsportinteressierte und Diabetiker, 

nach dem erfolgreichen Auftaktrennen Frankfurt-Eschborn folgt gerade einmal 3 Wochen später unser nächster großer Auftritt:

 Das Skoda Velothon Berlin 2011 Jedermann Rennen am 22.Mai.

Die nunmehr 4. Ausgabe dieser größten Sehenswürdigkeitenrundfahrt durch die Hauptstadt startet in der Nähe des Brandenburger Tores und endet auf der Straße des 17. Juni und hatte zuletzt 12000 Teilnehmer. Paralell gibt es auch ein Profi-Rennen!

Wir werden insgesamt mit 9 Fahrern die 60 km und die 120 km als “Team Entscheidendes bewegen”  starten. Wir sind ein gemischtes Team, bestehend aus 5 Typ I, einem Typ II und 3 Nichtdiabetikern. Es wird ein sehr spannender Verlauf, da wir aus unterschiedlichen Orten wie Hamburg, Iserlohn oder Wöllstadt stammen und bisher in dieser Formation noch nicht gefahren sind. Auch der unterschiedliche Stand der Kondition ist eine Herausforderung. Entscheidend wird sein, inwieweit wir den Windschatten des Vorderen ausnutzen können, um möglichst viel Kraft zu sparen, damit wir die 60 km, bzw 120 km bis zum Ende gut durchhalten. Eine Alleinfahrt ist anstrengend, kommt dann noch Gegenwind dazu, steigt der persönliche Energieverbrauch. Daraus folgt die nächste Herausforderung: Die Lage des Blutzuckers, weder zu tief, das heißt unterzuckert, noch zu hoch, also überzuckert sollte er sein. Messungen vor und nach dem Rennen und bei Anzeichen von Unterzuckerungen zwischendurch sind da unabdingbar. Wir hoffen auf trockenes Wetter, da Regen die Fahrt gefährlich glatt werden lassen kann.

Streckenverlauf 120 km

Wir fahren wie immer in den hellgrünen Trikots und Hosen. Wir freuen uns über Kommentare, wie ihr unser Engagement, Entscheidendes zu bewegen für Diabetes und Radsport bewertet. Unser Ziel ist es, das Leben, den Diabetes und den Radsport so zu kombinieren, das daraus ein Gewinn entsteht, das mit guter Kenntnis des Diabetes und mit guter Kenntnis des Radsports gute bis sehr gute Leistungen für jeden möglich sind.

Eure Entscheidenden Beweger

Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt am 1. Mai 2011

Hallo lieber Radsportfreund,

ein neues Ziel haben wir für 2011 in unser Programm aufgenommen: Die Skoda Velotour im Rahmen des Profi-Radrennens “Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt” am 1. Mai 2011. Dieser Frühjahrsklassiker ist besser bekannt unter dem früheren Namen – bis 2008 – “Rund um den Henninger-Turm”.

Im letzten und vorletzten Jahr konnte Fabian Wegmann (GER) das Rennen der Profis für sich entscheiden. Aber auch andere “Legenden des Radsports” haben diesen Klassiker bereits gewonnen: Erik Zabel, Olaf Ludwig, Kai Hundertmarck bis hin zu Eddy Merckx und Rudi Altig.

An diese Erfolgsstory möchten wir bei unserem ersten Start im Taunus ein wenig anknüpfen und haben uns für die Skoda Velotour angemeldet.

Andrees, Arndt, Gunter und Thomas (alle Typ 1) werden die 103km lange Jedermannrunde in  einer respektablen Zeit absolvieren.

Den im Vorfeld hergestellten Kontakt zu dem amerikanischen Profi-Rennradteam “TeamType1″ (www.teamtype1.org)

 konnten wir leider nicht zu einem Treffen in Eschborn ausbauen. Das Team ist bereits  in Californien aktiv. Wir bleiben am Ball und versuchen ein “meet and greet” im nächsten Jahr.

Drück’ uns die Daumen!!!

Thomas

Wir suchen noch Teilnehmer für Rad am Ring 2011

Auch in unserem fünften Jubiläumsjahr steht „unser Klassiker“, das vierundzwanzig Stunden Rennen „Rad am Ring“ über die Nordschleife des Nürburgrings in  der Hocheifel auf dem Programm.

Wir möchten dich als Diabetiker/in oder auch als ganz normalen Radsportler einladen, daran teilzunehmen.  Zusätzlich haben wir eine Box in der sogenannten Boxengasse angemietet, dort wo normalerweise die Formel I – Boliden gewartet werden. Auf unserer facebook Homepage kannst Du Dir einige Fotos vom letzten Jahr betrachten: Klicke einfach auf den Link:
http://www.facebook.com/pages/Entscheidendes-bewegen-fuer-Diabetes-und-Radsport/195781157126571

Gefahren wird abwechselnd in Viererteams, sodass jeder Fahrer im rechnerischen Durchschnitt sechs Stunden im Sattel sitzen sollte. Dieses ist allerdings keine Voraussetzung.

 

 

 

Am Wochenende 20 /21 August 2011 von mittags bis mittags findet das Rennen statt. Unterkommen kannst Du in einem der benachbarten Hotels oder aber in der von „Entscheidendes bewegen“ Box im Fahrerlager. Dieses Jahr wird es die Box acht sein. Du musst dich nur noch um die Anfahrt zum Nüburgring und um eine Unterkunft kümmern. Auch hier können wir Dir behilflich sein.

 

 

Nahezu symbolisch, denn unser Team 1 – Integration hat im letzen Jahr den achten Platz erkämpft. Eine phantastische Leistung, wenn man daran denkt, wer da noch so fährt.

Der Ring ist einfach speziell und die Nachtfahrten etwas Besonderes.

Das muss man sich einfach geben. Man kann das Ganze auch wie ein Rockfestival betrachten, denn Musik wird auch gespielt. Und wer oben auf der Hohen Acht etwas Trinken möchte, kann dieses auch tun, es gibt extra dafür einen Verpflegungsstand.

Entscheidendes bewegen ist eine gemeinnützige Initiative, die sich zur Aufgabe gemacht hat zu zeigen, dass Menschen mit Diabetes, gut vorbereitet, genauso leistungsfähig sind wie andere auch. Dafür treten wir mit unserer Öffentlichkeitsarbeit ein. Der Erlös unserer Benefiz Veranstaltungen kommt kinderdiabetologischen Projekten zugute. Man muss kein Spitzenradsportler sein, um an diesem Rennen teilzunehmen. Neben dem Fahren um eine gute Plazierung, gibt es viele Teilnehmer, welche erste Erfahrungen gesammelt haben und deshalb nur 3 oder 4 mal die Gesamtrunde bezwungen haben. Der Spass, das Sammeln von persönlichen Erfahrungen und den Diabetes im Griff zu haben, stehen bei uns im Vordergrund.

Wir freuen uns, Dich zu sehen. Auch weitere Fragen beantworten wir gerne. Anmelden kannst Du dich unter unserer Email: 

Trainingslager Sauerland 2010

Trainingslager Sauerland

Nach diversen Absagen machten wir uns am 25.06. schließlich zu viert im T5 auf den Weg nach Lüdenscheid. Lüdenscheid? Nie gehört – soll in der Nähe von Dortmund liegen, ah – alles klar! Freitag nachmittags bei 38°C (!) auf Deutschlands Autobahnen – man kann sich Schöneres vorstellen!!! Zu viert, das waren Arndt, Hans-Günther, Holger und Thomas. Letztendlich kamen wir trotz einiger Stillstände kurz nach 17.00 Uhr wie geplant in der Kampfsportschule – unserem Quartier für die nächsten zwei Nächte – an. Anja, unsere Orga-Fee hatte für alles gesorgt: Aufgrund Ihrer guten Kontakte zur Kampfsportszene konnten wir gegen eine kleine Aufwandsentschädigung für Marion – die Inhaberin der Kampfsportschule – dort nächtigen. Dies war eine lohnende Investition – wie sich später noch herausstellte.

T5 trifft Kampfsportschule

Nach kurzer Begrüßung durch Anja, Krissi und Ralf führte unser Weg direkt zum Supermarkt, wo wir die Grundnahrungsmittel einkauften. Anschließend ging es zusammen ins Steakhouse, wo wir unsere Kohlenhydrat- und Eiweißspeicher auffüllen konnten und erste Diskussionen über die morgige Strecke führten. Hier lernten wir auch Michael mit seiner Dani kennen. Michael – ein Kontakt über Anja – hatte spontan sein Mitradeln angekündigt.

Zurück in der Kampfsportschule ging es dann ziemlich bald „zu Bett“, da wir ja Großes vorhatten. Die Nacht war geprägt von etwas Schullandheim-Feeling mit Luftmatratzenlager, so dass Hans-Günther bereits vor sechs quitschfidel durch die Räume wanderte und die anderen aufweckte. Anja schrieb eine SMS an Marion und die verlegte das Frühstück kurzerhand zwei Stunden nach vorne. Frühstück? Gourmetfrühstück sollte man mindestens sagen: Frische Brötchen, Wurst, Käse, Rührei und natürlich nutella – alles, was das Diabetiker-Herz begehrt, war vorhanden!

Mit den „Externen“ hatten wir 9.30 Uhr als Startzeit festgelegt, so dass nach dem Frühstück noch genügend Zeit für Fachsimpeleien und Rumschrauben an den Rädern blieb. Speziell Anjas Rad brauchte noch ein paar Streicheleinheiten, bis es für „le grand tour“ gerüstet war. Gegen 9.00 Uhr kamen dann Ingo, Krissi und Michael zum Startpunkt und wir machten noch ein paar Fotos „davor“.

Vor dem Start...

Arndt drehte schon eine Runde um den Block und meinte, er wäre bis zum „Kopfsteinpflaster – da bei der Einkaufsstraße“ gefahren. Darauf antwortete Ralf, dass es da keine Einkaufsstraße gäbe. „Doch!“, meinte Arndt, „Da wo der Berg aufhört!“. „Da ist auch kein Berg!!!“, antwortete Ralf. Das sollte soviel heißen, dass der von Arndt, als Vertreter der Hamburger Flachlandtiroler, beschriebene Berg, maximal ein Hügelchen war – soviel zur Einschätzung der kommenden Tour!

9.30 Uhr – Auf geht’s! Direkt zu Beginn führte uns Michael aus der Stadt – mit Steigungen deutlich im zweistelligen Prozentbereich. Nach den ersten 5 km war allen klar: Das ist kein Kindergeburtstag! Dann aber ging es über aalglatte Landstraßen bei heißen Temperaturen durch wunderschöne, saftiggrüne Landschaften, was Michael und Thomas zu ordentlich Tempo anspornte. Auf der ersten Anhöhe angekommen, meinte Anja nur, dass, wenn wir so weiterfahren, sie wieder umdrehen würde und wir könnten ja alleine weiter fahren. Signal verstanden. Klar, ging es uns natürlich primär darum gemeinsam eine Trainingsrunde zu drehen und nicht um rennreife Einzelleistungen. Ab dieser klaren Ansage von Anja hat das Team dann auch gut funktioniert. Nach 35 km mussten Krissi und Ingo uns dann verlassen und die Rückfahrt antreten, da sie noch auf einer Hochzeit eingeladen waren. Klasse, dass Ihr trotzdem dabei ward. Nun kamen wir zum Biggestausee, wo wir kurz anhielten und die romantische Kulisse inhalierten und bei herrlichstem Sonnenschein und 319 müNN ein paar Erinnerungsfotos schossen.

Pause am Biggestausee

Die nächste Etappe führte uns schließlich zu Anjas Großeltern, wo wir unsere Flaschen auffüllten und ein wenig verschnaufen konnten. Natürlich mit Mineralwasser und Magnesiumtabletten – da konnte man seine Flasche nicht mit „billigem“ Leitungswasser auffüllen!!! Thomas brachen dann beim Laufen auf den neuen Schuhplatten diese beidseitig. Sämtliche Radläden der Umgebung wurden abtelefoniert – keiner konnte helfen. Schließlich ging die Tour für Thomas aber trotz gebrochener Schuhplatten weiter. Aber erstmal nur 500 m – zum Restaurant, wo Anja unser Mittagessen eingeplant hatte. Das Restaurant ist berühmt für seine Windbeutel in allen Variationen – also bestellten fast alle Windbeutel – mit Schokoeis, Vanilleeis, Erdbeeren, Sahne, etc. – Lecker!!!

Frisch gestärkt ging es weiter und so langsam merkte man, dass die Berge Ihren Tribut forderten: Die Beine wurden schwerer. Egal, dafür waren wir ja hier und quälten uns auf teilweise RTF-markierten Wegen durch die Sauerländer Berge – Steigungen von über 10% waren keine Seltenheit.

Schließlich ging es zurück nach Lüdenscheid, zur „Basis“, zur Kampfsportschule. Am Ende der Trainingsrunde standen 86 km und 1.250 Hm auf dem Tacho. Eine Leistung, auf wir erstmal mit einem Bierchen anstießen, während Anja noch Eiweißpulver im Fitnessstudio besorgte.

Erwähnenswert sei an dieser Stelle, dass wir weder eine Panne, noch ein Diabetesproblem trotz der unerwarteten Belastung zu beklagen hatten und alle die Runde gesund überstanden haben. Ein großer Dank an Anja, die uns das Sauerland von seiner fahrradtechnisch schönsten Seite gezeigt hat.

Nachdem alle mit Duschen durch waren ging es fröhlich zu Marion. Sie hatte uns abends zum Grillen in ihren Garten eingeladen. Auch hier übertraf das Angebot wieder sämtliche Erwartungen.

... und Gemüse

Fleisch...

Hier wurden die Erfahrungen der Trainingsrunde ausgetauscht und beschlossen, dass wir 1. wiederkommen und 2. morgen früh nochmal eine Runde drehen werden. Gegen eins fuhren wir zurück in unser Nachtlager. Die zweite Nacht verlief – oh Wunder – deutlich ruhiger als die erste und auch die Runde am nächsten Morgen fiel der Leistung am Vortag zum Opfer. Da wir ja noch nach HH fahren mussten und um 16 Uhr Deutschland bei der Fussballweltmeisterschaft spielte, waren wir froh, in aller Ruhe Marions Frühstück ein zweites Mal genießen zu können und gemütlich unseren T5 zu packen. Gegen 11 Uhr starteten wir die Rückreise nach Hamburg.

Das Wochenende hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht und wir freuen uns auf eine Wiederholungstour.

Thomas

Auftaktveranstaltung Entscheidendes bewegen für Diabetes und Radsport

Heute ist der 27. März, wir haben in Hamburg sonniges, wolkenloses Wetter, also ideale Bedingungen für unsere Auftaktveranstaltung in 2011. Der Start um 11 Uhr am Entenwerder Fährhaus war ideal, denn gleichzeitig, wie durch Zufall starteten auch die Triabolos zum selben Zeitpunkt, so das wir eine richtig große Gruppe wurden, also mehr als 15, und damit in Doppelreihe bis zum Geesthachter Kreisel fahren konnten. In einer grossen Gruppe zu fahren hat viele Vorteile: Man fährt große Teile entspannt, wegen des Windschattens. Man muss sich nur überwinden, den Abstand zum Vorderen so gering zu halten ( 50 cm – 1 m), das der Druck auf den Körper durch den Gegenwind quasi verschwindet.  Für Anfänger kostet das erst einmal Überwindung, da meldet sich bei vielen die Angst zu stürzen im Unterbewusstsein. Es ist deshalb wichtig, nicht nur auf den Vorderen, sondern auch auf den Vorvorderen zu achten. Man muss nur stärker sein als seine Ängste, dann haut das hin.

Wir sind in relativ gemütlichen Tempo gefahren, am Anfang der Saison ist ja eh Grundlagenausdauertraining ( GA1) mit einer maximalen Belastung von 60 – 70% der maximalen Herzfrequenz angesagt. Es kommt da nicht auf die Geschwindigkeit, sondern auf das Nichtüberschreiten dieser Grenze an. Auch empfehlenswert ist eine hohe Trittfrequenz, d.h. erst einmal mit den kleinen Gängen anfangen und erst später raufschalten.

Nach dem Geesthachter Kreisel ging es weiter Richtung Escheburg, Feuerwache. Für Radfahrer aus dem Osten Hamburgs, einer der ganz wenigen Anstiege mit bis zu 10 % Steigung. Kurzfristig ist das eine starke Belastung, die viele nicht so unbedingt mögen. Hier kommt es auf Kraftausdauer an, da ist es von Vorteil, wenn man im Winter im Fitnesstudio oder beim Konditionstraining war. Mental kann man einem Anstieg ( zwar nur etwa 50 m aber immerhin ) vielleicht durch den Satz: ‘Was dir heute nicht liegt, das machst du morgen zu deiner Lieblingsaufgabe’, begegnen. Da hat jeder Rennradler so seine eigenen Motivationssätze.

Nach kurzer Pause an der Feuerwache in Escheburg ging es weiter durch den Sachsenwald, Dassendorf, Hohenhorn, zurück nach Escheburg und dann wieder durch die Vier- und Marschlande zurück zum Start in Rothenburgsort. Mit An- und Abfahrt kamen da über 100 km zusammen.

Für einige von uns startet in 5 Wochen ja schon das erste Rennen in Frankfurt – Eschborn. Da sind noch einige Ausfahrten GA1 und GA2 notwendig. Bis jetzt jedenfalls spielte das Wetter mit, wir können nur hoffen, das das auch im April so bleibt.

Fazit: Das Wetter spielte mit, die Bedingungen waren ideal, stoffwechseltechnisch gab es keine Ausreißer, niemand von uns benötigte wegen einer Unter- oder Überzuckerung eine extra Pause, die FahrerInnen der Triabolos waren sehr nette Leute. Zwei von Ihnen sind ja auch schon für unseren Verein letztes Jahr beim Rad am Ring 2010 – Festival mitgefahren.

Arndt

Schwache Hände

Seit meiner Diabetiker-Südafrikareise im Januar 2004 fahre ich regelmäßig und begeistert Rennrad. DerSaisonhöhepunkt 2004 war die 170-km-Distanz bei den HEW Cyclassics. Am Ende des Sommers war ich in der Lage, ohne Konditions- und Blutzuckerprobleme eine Strecke von 150 -200km mit einem akzeptablen Kilometerschnitt zu fahren. Um diese Kondition zu erhalten, trainierte ich auch während des Winters einmal pro Woche. Notfalls im Keller auf dem Rollentrainer. Ein Mann braucht ein Ziel, und so meldete ich mich 2005 für die Cyclassics und die 300km lange Vätternsee Rundfahrt in Schweden an.

Mit Fortschreiten des Frühjahres und längeren Ausfahrten mit meinen Radsportfreunden um die Firma Exercycle wurden meine Kondition und mein Sitzfleisch immer besser. Am Dienstagmorgen den 26.4. passierte es dann: Beim Sturz von einer Leiter brach ich mir beide Handgelenke. Ich wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren,dort Vollnarkose und OP der Brüche. Beide Arme eingegipst, erwachte ich am Nachmittag. Von jetzt ab wurden die Nächte hart. In Rückenlage, beide Arme höher gelagert, ohne Möglichkeit mich auf die Seite zu drehen, war das Schlafen eher ein Warten auf den Morgen.

Eine Woche verbrachte im Krankenhaus. Viel Besuch jeden Tag, viele Schmerzen, aber auch jeden Tag Fortschritte in der Beweglichkeit. Nach einer Woche im “Hotel” Boberg, vielen gruseligen Geschichten der Mitpatienten, aber auch schönen Spaziergängen in den Krankenhausparkanlagen konnte ich nach Hause. Nach nur 9 Tagen im Krankenhaushatte ich das Gefühl, nach unendlich langer Zeit wieder in Freiheit weilen zu dürfen. Da ich nach dem Sturz ziemlich gehandicapt war, musste ich so ziemlich alle Frühjahrs- Urlaubspläne absagen: eine Klettertour mit meiner Tochter in die Gardaseeberge sowie eine Kanutour mit Freunden. Mein dritter Urlaubsplan, die Vätternsee Rundfahrt, hatte ich noch nicht abgesagt. Zwischen dem Unfallzeitpunkt und dem Start lagen 8 Wochen.

Genug um den Gips loszuwerden und für die 300-km-Strecke zu trainieren? Vier Wochen nach dem Unfall schaffte ich es zum ersten Mal auf dem Rollentrainer zu trainieren. Damit der Schweiß abtropfen konnte entfernte ich vor dem Training die Castschienen von den Armen. Eine schmerzhafte Angelegenheit. Und ohne die Schienen fühlte ich mich sehr verletzlich. Das sitzen auf dem Rennrad war unbequem, und schalten konnte ich gar nicht. Das Duschen nach dem Training und das Abtrocknen danach ließen sich nur mit Hilfe meiner Frau bewerkstelligen. Trotz dieser Schwierigkeiten setzte ich mich dreimal pro Woche aufs Rad. 9 Tage vor dem Start zur Vätternsee Rundfahrt ging ich erneut ins Krankenhaus, um die Nägel entfernen zu lassen. Am Abend nach der OP war ich wieder auf den Beinen undwollte nach Hause. Der Vätternsee rief und die Zeit wurde knapp. Der Tag nach der OP: das erste Mal seit 7 Wochen ohne „Gips“. Ich fühlte mich nackt… In der ersten Nacht legte ich die Castschienen vorsichtshalber noch mal an. Ich hatte Angst, dass ich mich beim Umdrehen im Schlaf verletzen würde. Am Samstag dann die erste Ausfahrt mit dem Rennrad. Mit dem Triathlonvorbau. Ganz vorsichtig… Das Lenken war stark gewöhnungsbedürftig, die Sitzposition unbequem und das Bremsen eine Qual. Aber nach einer kleinen 60-km-Runde über die Dörfer war klar: Es geht!Am nächsten Tag wiederholte ich diese Runde. Ich beschloss das Rad am kommenden Wochenende mit auf die Schwedenreise zu nehmen. Und auch zu starten. Falls ich Probleme bekommen würde, würde ich die Vätternsee Runde abbrechen. Am Dienstag noch ein letzter Test: Ich stellte mir den Wecker auf 4 Uhr morgens. Weil ich ausprobieren wollte, wie ich mit meinem um 20% reduzierten Basalinsulin morgens zu nachtschlafender Zeit Radfahren kann. Es funktionierte gut.

Donnerstag ging die Schwedenreise mit einer Rad-Tour vom Exercycle-Büro in HHRahlstedt in Richtung Kiel los. Nach 120 km stellten wir die Räder in den Hänger und stiegen um in die Tourbusse, die uns pünktlich zu Fähre brachten.

Die Fahrt von Göteborg nach Motala ist schön, das Wetter gut. Wir stiegen in einem wunderschönen Hotel, ca. 15 km vom Start, ab. Bei der Akkreditierung am Nachmittag bekam ich mit Hilfe eines (selbst geschriebenen) Attestes die Genehmigung, mit dem Triathlonvorbau zu starten. Das Frühstück am Sonnabendmorgen um halb vier war zwar lecker, aber mir fehlte der Appetit.

Am Start war es schon hell und das Wetter sah OK aus. Um 4 Uhr 42 ging es los. Wir wurden mit einem Motorrad aus dem Ort geleitet. Nach einigen Minuten hatten wir die erste der 30 Zehnkilometermarken passiert.Und es fing an zu regnen… Nach weiteren zehn Kilometer war ich nass bis auf die Haut.

Bei unserem zweiten Stopp nach 120 km hörte der Regen auf! Wir fuhren jetzt auf der anderen Seeseite und hatten die nächsten 150 km Gegenwind. Aber mit meinem Triavorbau war ich ja windschnittig.

Bei unseren ausgedehnten Pausen und der superleckeren schwedischen Tourverpflegung erholte ich mich ausreichend. Mein Blutzucker war bei jeder Messung konstant um 120 mg/dl. Ich hatte gegen 6 Uhr 2 Einheiten Basalinsulin gespritzt und aß bzw. trank 4 BE pro Stunde. Da ich in den Pausen alle angebotenen schwedischen Spezialitäten aß, und dafür natürlich auch Insulin spritzte, geriet ich bei Kilometer 250 in einen leichten Unterzucker.Ich setzte mich ans Ende unserer Gruppe, die etwas Tempo raus nahm, schob mir etwas Traubenzucker und einen Riegel rein und erholte mich schnell wieder. Der Rest der Vätternsee Runde hatte zwar noch einige fiese Steigungen zu bieten, aber der jetzt wieder von hinten wehende Wind und das inzwischen supergute Wetter halfenuns dabei, das Tempo und die gute Laune zu halten.

Im Ziel, nach 300 km, warteten eine Medaille, Freibier, Kassler und Kartoffelsalat auf uns. Meine Handgelenke schmerzten weniger als befürchtet, einzig mein Hintern war froh, jetzt nicht mehr aufs Rad zu müssen. Acht Wochen lag mein Arbeitsunfall jetzt zurück. Nach diesen dreihundert Kilometern hatte ich das Gefühl, dass jetzt die Zeit der schwachen Hände vorüber ist. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr wenn ich wieder mit den Leuten von www.exercycle-tours  nach Schweden reise, um die Runde, diesmal mit gesunden Händen,nochmals zu fahren.

Bericht vom Velothon – Berlin

Velothon in Berlin fahre ich, Hans-Jürgen schon seit 2008 erfolgreich mit. Die Veranstaltungen sind genauso gut organisiert wie in Hamburg die Cyclassics.

Beim ersten Male waren es 105 Kilometer und man hat sich jetzt auf 120 Kilometer Länge eingefahren. Es wird auch eine Kurzstrecke von 60 KM angeboten. Die Stadtrundfahrt durch Berlin vergeht wie im Flug, wenn man seine Gruppe gefunden hat und mithalten kann. Da spielt selbst ein kräftiger Hagelschauer, wie im letzten Jahr, keine Rolle.

Alle Rennen habe ich ohne Panne überstanden und durch nützliche Trainings-Vorbereitungen sind unterwegs kaum Schwierigkeiten aufgetreten. Der Streckabschnitt, über den Flughafen Tempelhof mit sehr heftigem Gegenwind, erforderte kurz vor Schluß doch noch einmal, kräftig in die Pedale zu treten. Am Ziel, auf der Straße des 17. Juni, von den tausenden Zuschauern begrüßt zu werden, entschädigt für alle Strapazen.  Ich freue mich schon auf die vierte Veranstaltung.

Bericht zu Rad am Ring 2010

Jetzt sitze ich also hier, mit dem Rücken an eine Leitplanke gelehnt, auf der Nürburgring Nordschleife. Genauer gesagt, etwa 300 Meter unterhalb des höchsten Punktes der Strecke, an der berüchtigten ´hohen Acht´. Man kann die Musik von der Verpflegungsstelle hören. Ich sitze im Schatten und warte darauf, dass das Piepen meiner Pulsuhr aufhört und die beginnende Übelkeit verschwindet. Nach einer gefühlten Ewigkeit stehe ich wieder auf und schiebe mein Rad weiter bergauf.  Gottseidank bin ich nicht alleine, denn etwa jeder Dritte schiebt ebenfalls. Bei 18 Prozent Steigung und 30 Grad im Schatten war es dann auch nicht eine Hypo die mich zu meiner Pause zwang, sondern eher der drohende Kreislaufkollaps dank totaler Überanstrengung. Ich hätte eben auf Hans-Günther hören und ein paar Körner für den Anstieg sparen sollen, statt im Adrenalinrausch wie verrückt nach dem Start loszupreschen. Es war aber auch zu verlockend: Bei strahlendem Sonnenschein, als Startfahrer für unser 4er Team im dichten Feld die großen Tribünen der Grand-Prix-Strecke zu passieren und auf die Nordschleife einzubiegen.

  

Die Grand-Prix-Strecke war für einen flachlandverwöhnten Norddeutschen auch eher moderat und ließ das, was noch kommen sollte, nicht erahnen. Bereits die ersten Kurven auf der Nordschleife zeigten wie es die nächsten paar Kilometer weiter ging: Ganz einfach nur steil bergab! Dass man auf einem Fahrrad mit ausreichend Gefälle und genügend Anlauf auch als Freizeitsportler locker 87 Kilometer pro Stunde erreichen kann, hatte ich zwar vorher gehört, so richtig geglaubt habe ich es aber erst, als es mir am Ende der Fuchsröhre per Display angezeigt wurde. Warum ich als einziger Neuling in unserem 4er Team die Ehre des Startfahrers erhalten habe ist mir bis heute nicht klar, aber bei meinem nächsten Rennen würde ich auf diese Ehre gerne verzichten. Neben dem tollen Feeling beim Start hat man nämlich auf der ersten Runde mit einer stark überfüllten Strecke und vor dem ersten kurzen Anstieg sogar mit Stau! zu rechnen. Mir wurde dies dann auch in einer schnellen Kurve fast zum Verhängnis, als mir bei etwa 60 Sachen das Hinterrad wegrutschte und ich die ganze Breite der Strecke brauchte, mein Rad wieder abzufangen. Meine Entschuldigung geht an den Fahrer, den ich bei diesem Manöver fast umgemäht habe. Das Bremsen bei schnellen Abfahrten am Berg kann man im Umland von Hamburg eben nur begrenzt üben. Ich war dann auch froh als es wieder bergauf ging und ich wieder treten konnte, da meine Knie doch ziemlich zitterten. Die Freude über den nun folgenden Anstieg verflog dann aber schnell, da der überhaupt kein Ende zu nehmen schien. Fast 4 Kilometer Anstieg ohne Rollerpassagen führten dann auch zu meinem oben erwähnten Zwangsstopp.Erst bei meinen weiteren Runden habe ich dann doch zwei kleine Verschnaufpausen entdeckt: Eine davon ist ein leichtes Gefälle nach dem Carraciola-Karussel, welches ich bei meiner ersten Runde noch leichtsinnig dazu genutzt hatte, das große Kettenblatt zu wählen und wieder kräftig Gas zu geben. Die letzten paar Meter zur Verpflegungsstelle auf der hohen Acht habe ich dann übrigens wieder auf dem Rad zurückgelegt, auch wenn manch einer beim Schieben schneller war. Ein Aufsuchen der Verpflegungsstelle war übrigens nie nötig. Der Rest der ersten Runde war weitgehend unspektakulär, endete aber mit einer total verpatzten Transponderübergabe. HJVC dampfte mit meiner leergetrunkenen Trinkflasche ab und ließ mich mit der anderen Flasche samt Transponder zurück. Seine Runde wurde dann leider nicht gewertet, was zum Glück für das Team keine Folgen hatte, da Hans-Jürgen einfach früher ins Rennen startete.

     

Es folgten für mich fünf weitere Runden mit beeindruckenden Nachtfahrten, Sonnenaufgängen vor Nürburg-Panorama und einer super Stimmung in der Boxengasse. Mit einer leicht reduzierten Basal-Rate und dem kompletten Verzicht auf Mahlzeiten-Insulin waren Hypos für mich übrigens kein Thema, zumal wir immer nur eine Runde am Stück gefahren sind. Vielen Dank an alle im Team, die gekocht, repariert und organisiert haben und diese 24 Stunden perfekt gemacht haben. Bleibt noch zu erwähnen, dass ich ab Runde drei bei tiefschwarzer Nacht und somit mangelnder Sicht auf den steilen Anstieg, glatt vergessen habe abzusteigen und fortan alle übrigen Runden den Berg hochgefahren bin. 2012 bin ich auf jeden Fall wieder dabei!

Das machen wir 2011

Wie in jedem Jahr gibt es zwei Rennen, an den wir schon traditionell teilnehmen:
die Vattenfall Cyclassics und Rad am Ring, das in Viererteams gefahrene 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings. Über 2010 haben wir Berichte auf dieser Seite veröffentlicht.
Da beide Rennen dieses Jahr auf den selben Tag, den 21 AUG fallen, werden wir uns teilen. Die gute Nachricht, damit haben wir noch Platz für neue Fahrer an beiden Startplätzen.

Unser Start erfolgt am 01.MAI: Frankfurt-Eschborn ( besser bekannt unter “rund um den Henningerturm). 103km durch die Taunusregion. Eine anspruchsvolle Schleife liegt vor den Aktiven.

 Thomas hatte bereits im Vorfeld Kontakt zu dem US-Profi-Team TT 1  aufgenommen. Das Besondere ist, die Fahrer sind Typ-1-Diabetiker und als Team durchaus erfolgreich. Ein Besuch der Website des Team Type I lohnt sich unbedingt. Wir werden die Fahrer treffen und die Möglichkeit eines intensiven Informationsaustausch haben. Mit Sicherheit werden wir darüber berichten

Die Skoda Velothon Tour, Berlin am 22. Mai ist unser nächster Schauplatz. Bislang treten wir mit einem 10er Team an. Das Rennen geht über 60, bzw. 120 km mitten durch Berlin.

Rad am Ring 2011 beginnt am 20 AUG gegen 13:00 Uhr. Unsere Teams sind in Box 8 untergebracht. Interessierte, ambitionierte Breitensportler, idealerweise Diabetiker,  können sich gerne bei uns melden.

Vattenfall Cyclassics: 100 km durch Hamburg und die Nordheide. Zig Tausende säumen die Strecke. Insbesondere an Abschnitten, die weh tun, gibt es anfeuernde Rufe. Ein Erlebnis, insbesondere die Stimmung am Rand der Strecke und im Zielbereich, sie verleiht Flügel, wer mag da noch an ein bestimmtes Zuckerwässerchen denken.

 

Ein ganz beonderes Schmankerl ist noch in der Vorbereitung: “Hamburg – Bonn, in einem Rutsch” ; das haben sich Thomas und Pitt vorgenommen. Die beiden haben sich vorgenommen, innerhalb von 24 Stunden die Strecke zu bewältigen. Wir wollen versuchen, in den zu durchfahrenden Regionen, Begleitstaffeln zu organisieren. Das wird ein Fest.

Es lohnt sich auf diese Seite zu gucken, denn hier werden wir die neuen Informationen verbreiten.

jvh

Es wird selten über 35° und es regnet jeden Tag…

(meine Tochter Jana auf die Frage wie es in Malaysia ist)

Es ist heiß. Mächtig heiß. Und so schwül, dass das Atmen schwer fällt. Heute Morgen bin ich in Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias, zu einer vierwöchigen Radreise aufgebrochen.

Die Tour wird mich zunächst quer durch Malaysia bis an die Ostküste, dann zurück an die Westküste führen. Dann weiter mit der Fähre nach Thailand und durchs thailändische Inland bis auf die Halbinsel Phuket, von wo aus ich zurück nach Hamburg fliegen werde.

Nachdem ich drei Tage meine Tochter Jana in ihrer Wahlheimat Kuala Lumpur besucht habe, bin ich heute Morgen zeitig aufgebrochen, um nicht in der Mittagshitze Rad fahren zu müssen. Leider hatte ich schon den ersten Platten, bevor ich richtig unterwegs war. Fast direkt vor der Haustür riss mit einem Knall der Vorderradschlauch am Ventil ab. Also weg damit und einen meiner zwei Ersatzschläuche eingebaut.

Den nächsten Platten hatte ich eine Stunde später bei einem chinesischen Fahrradmechaniker, der mir eine gebrochene Speiche ersetzt hatte. Egal! Hinterrad ausgebaut, nächsten Ersatzschlauch rein. Der Fahrradhändler hatte leider keinen passenden Schlauch auf Lager. In Malaysia gibt es hauptsächlich Kinderfahrräder und chinesische Arbeitsräder. Eventuell noch Rennräder oder Mountainbikes, jedenfalls keine „normalen“ Tourenräder.

Jetzt bin ich also ohne Ersatzschlauch unterwegs. Zwei Platten an einem Tag sind schließlich genug…

Es ist mittlerweile Nachmittag. Seit meinem verzögertem Start fahre ich die ganze Zeit bergauf. Ich muss über einen Passhöhe, die auf ca. 1200m Höhe liegt. Die Straße ist superschön. Eine einsame Urwaldstraße, die sich die Berge hochschlängelt. Seit ich die Stadt hinter mir gelassen habe, sind mir kaum Autos begegnet. Der eigentliche Verkehr fließt auf der neuen Autobahn, irgendwo weit unter mir.

Dafür sehe ich undurchdringlichen Regenwald und eine Menge Affen, die sich, sobald ich mich mit dem Fahrrad nähere, aufgeregt auf die Bäume flüchten.

Die Straße wird immer steiler, die Hitze immer unerträglicher. Der Schweiß fließt in Strömen. Meine zwischenzeitlich an einem Wasserfall aufgefüllten Flaschen sind schon lange wieder leer.

Inzwischen beginnt es zu dämmern, und aus der sich seit Stunden verdichtenden Bewölkung fängt es an zu regnen. Der Regen bietet eine willkommene Abkühlung. Nach einiger Zeit schüttet es wie aus Eimern. Das Wasser fließt mir sturzbachartig auf der Straße entgegen.

Als ich endlich die Passhöhe erreiche, ist es schon stockdunkel. Verfahren kann ich mich nicht. Aber mit meinem Fahrradlicht im strömenden Regen die Serpentinen der Dschungelstraße hinunter zu sausen, ist ziemlich gruselig.

Das Fahrverhalten ist in den Kurven reichlich schwammig. Liegt das am Wasser, welches die Straße runterspült oder habe ich etwa…? Ich wage nicht daran zu denken. Leider stimmt meine Vermutung. Plattfuß hinten!

Mehr geht nicht: Wolkenbruch. Finsternis. Dschungel. Kein Ersatzschlauch.

Jetzt nur nicht an den mich umgebenden Urwald und die vielen unbekannten Geräusche denken…

Beim Auspacken meiner Stirnlampe ist die Packtasche samt Inhalt in Sekunden klitschnass. Ich baue das Hinterrad aus, reiße den Mantel und den Schlauch von der Felge. Aufpumpen. Loch finden. Wer schon mal versucht hat unter der Dusche stehend einen Schlauch zu flicken, weiß jetzt was mein Problem ist. Ich baue meine verbliebene trockene Pachtasche von Fahrrad ab, leere sie bis auf ein Handtuch mitten auf der Straße aus und baue mir so eine Art Reparaturzelt. Irgendwie schaffe ich es den Schlauch zu trocknen, anzurauen und den Flicken aufzukleben. Der Rest ist einfach: Fahrrad zusammenbauen. Klamotten einsammeln und auswringen. Rauf aufs Rad und weiter. Hoffentlich hält meine Unterwasserreparatur…

Sie hält. Bis zur nächsten Ortschaft. Bis zum rettenden Hotel. Und sogar den ganzen Rest meiner Reise!

Bis auf die drei Platten am ersten Tag bin ich von weiteren Pannen weitgehend verschont geblieben. Wie geplant erreiche ich Mitte Oktober 2010 mein Ziel: Phuket in Thailand.

Pitt Schmidt

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Vattenfall Cyclassics: Wir gratulieren unseren Fahrern !

Unsere Mannschaft in Vorbereitung auf das Rennen 2009 am Tag zuvor:

Über 22000 “Jedermänner” machten am 16August 2009 die Umgebung Hamburgs auf verschiedenen Strecken unsicher. Mit dabei auch die 25 Fahrer/innen von “Entscheidendes bewegen”.
Sportlich und diabetologisch gut vorbereitet sind unsere Fahrer auf die 100 km Schleife durch Hamburg und die Nordheide gefahren.

 

Alle sind gesund und unfallfrei in Ziel angekommen. Voller Stolz, es geschafft zu haben. Auch konnten die Vorjahreszeiten verbessert werden.

Regelmäßiges Bewegungstraining lohnt sich:
verbesserte Fahrzeiten, stabile Blutzuckerwerte, keine Spätunterzuckerungen sind die Effekte der gezielten Vorbereitung der Teilnehmer. Seit dem Frühjahr treffen sie sich regelmäßig alle 2 Wochen, um bei einer gemeinsamen Ausfahrt Spaß zu haben und sich auszutauschen.
Empfehlenswert ist der sportmedizinische Leistungstest: Die Erkenntnisse der unter Belastung ermittelten Laktatwerte ( Milchsäure ) sind entscheidend für die Trainingssteuerung, geben sie doch Auskunft darüber, ab welchem Puls der “grüne Bereich” verlassen wird.

Für das Rennen selbst hat Diabetes Wandsbek einen sport-diabetologisch ausgerichteten Servicestand in Buchholz angeboten. “Auftanken, messen, weiterfahren” wurde von einigen Fahrern genutzt, denn schließlich ging es dann in die Harburger Berge.

Rad am Ring: Teilnehmerbericht 2009 von Jakob

24 Stunden durch die Grüne Hölle
Schon vor einiger Zeit hatte mich mein Diabetesarzt, Jörg von Hübbenet, darauf angesprochen, ob ich nicht Lust hätte für seinen gemeinnützigen Verein „Entscheidendes bewegen“ am 24 Stunden Rennen auf dem Nürburgring teilzunehmen. Da ich von dem Konzept des Vereins, der auf der einen Seite zeigen möchte das auch Menschen mit Diabetes zu sportlichen Hoch- bzw. Höchstleistungen fähig sind und auf der andern Seite Geld für gemeinnützige Diabetesprojekte sammelt, von Anfang an überzeugt war und die Herausforderung in einem Vierer-Team 24 Stunden über die Nordschleife zu fahren nicht ganz alltäglich ist, sagte ich meinen Start in einem der Teams zu.

Am Freitag, dem 31.07. nahm ich dann zusammen mit Torben Rohlfs die etwas längere Autofahrt in Richtung Eifel auf. Dort angekommen stellte ich schnell fest, dass die Stimmung die im „Fahrerlager“ herrschte ehr mit der Stimmung bei einem Rockfestival als mit der Stimmung bei einem Radrennen zu vergleichen war. Die unzähligen Menschen, Zelte, Wohnwagen und natürlich Fahrräder unterstrichen vom ersten Moment an, dass wir uns hier auf eine nicht ganz alltägliche Radveranstaltung eingelassen hatten.
Nach einer ehr schlafarmen Nacht in unserem gemieteten Opel Astra Kombi starteten Torben und die RG-Uni Mitglieder Kai Schröder, Guido Westermann und Tom Lühr am Samstag gegen 13.00 Uhr zu ihrem 140km langen Jedermannrennen. Auf die Jungs warteten 6 Runden über die legendäre Nordschleife. Das hieß neben sechsmaligen Highspeedfahrten mit 90km/h in der „Fuchsröhre“ unteranderem auch sechsmal rund 4km das „Bergwerk“ rauf und als Sahnehaube wartete am Ende dieses Anstieges die „Hohe Acht“ mit ihren knappen 18 % Steigung. Allerdings täuscht sich der Jenige der denkt das dass schon alle Schwierigkeiten dieses Kurses waren. Eigentlich ist auf den Rund 23km Nordschleife kein Meter eben und man befindet sich eigentlich ständig in einer atemberaubenden Abfahrt oder in einem kräftezerrendem Anstieg. In nackten Zahlen heißt das pro Runde: 500 Höhenmeter auf 23km!

Daher sind der 8. Platz (!) den Torben einfuhr und die Plätze 50 (Kai Schröder), 73 (Guido Westermann) und 102 (Tom Lühr) ein Superergebnis. Die RG Uni Starter haben eindeutig bewiesen, dass man an uns „Flachlandtirolern“ auch in den Bergen nicht so einfach vorbei kommt.
Für mich ging es kurz nach den Jedermännern auf die erste von insgesamt 9 Runden, die ich in den nächsten 24 Stunden fahren sollte. Insgesamt ist unser Team (entscheidendes bewegen I) auf 25 Runden gekommen und es wäre noch eine mehr gewesen hätte nicht ein Mitstreiter in der Nacht eine Panne gehabt, die uns mindestens 30 Minuten gekostet hat. Allerdings stand bei uns in diesem Jahr ganz klar der Spaß im Vordergrund und nicht die Anzahl der gefahrenen Runden.
Während meiner 9 Runden erlebte ich so ziemlich alles was einem Radsportler so widerfahren kann. Sonne und Hitze mit „Einbruch“ am Berg in der ersten Runde. Ein „Einzelzeitfahren“ während der Runden zwei und drei. Die erste Nachtrunde absolvierte ich zusammen mit Torben, der nach seinem Rennen einfach nicht genug bekommen konnte und mal eben in einem anderen „entscheidendes bewegen“-Team als Ersatzfahrer einsprang. Danach legte sich Torben in unserer „Pension Astra“ schlafen und ich wartete auf meinen nächsten Nachteinsatz. Den ich denn um 3.30 Uhr begann. Für die nächsten 1,5 Stunden gehörte die Nordschleife wieder mir. Leider regnete es jetzt und ich fuhr zumindest in den Abfahrten etwas vorsichtiger, da meine Sicht aufgrund der Dunkelheit und des Regens sehr eingeschränkt war. Aber auch diesen „Nachteinsatz“ brachte ich ohne Probleme hinter mich und ich freute mich auf eine Stunde Schlaf in unserer Box. Um 6.00 Uhr drehte ich Runde Nummer sieben und ich spürte nicht nur an den Rundenzeiten, die jetzt immer ein Stück langsamer wurden, sondern auch in jedem Winkel meines Körpers, dass es mit meinen Kräften langsam zu Ende ging.

Aber der Gedanke an das nahende Ende der 24 Stunden pushte mich in Richtung Ziel, bzw. in Richtung Box um den Transponder an einen meiner Mitstreiter abzugeben. Um 11.45 Uhr war ich dann noch einmal an der Reihe und ich begab mich auf meine vorletzte Runde. Diese fuhr ich nochmal so schnell wie meine Beine noch vermochten. Die allerletze Runde fuhren wir dann gemeinsam. Und endlich konnte ich mal die Landschaft genießen, da wir ziemlich viel Zeit hatten. Wir bummelten die letzte Runde ziemlich locker und mit viel Spaß zu Ende. Im Ziel angekommen war ich froh dass dieses Abenteuer ein Ende gefunden hat, da meine Beine langsam aber sicher ihren Dienst immer mehr versagten.
Rückblickend kann ich sagen, dass diese Veranstaltung eine wohltuende Abwechslung zu den „normalen“ Rennen ist. Wir hatten eine Menge Spaß, sind auf einer der schönsten Strecken Deutschlands Rad gefahren, haben unsere eigenen Grenzen ausgetestet (und teilweise auch überschritten) und auch unser Hauptziel erreicht. Zu zeigen, dass auch Menschen mit Diabetes ordentlich in die Pedale treten können.

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