Hallo Radsportbegeisterte, Diabetiker und andere,
Der 1. Mai naht und einige von uns starten beim Radrennen Rund um den Finanzplatz Eschborn – Frankfurt auf der 103 Km Strecke. Für die alle, die sich noch nicht so richtig etwas unter diesem Rennen vorstellen sei ein Link auf Youtube empfohlen, der das Rennen, die Menschen und die Stimmung aus dem Jahr 2011 beschreibt: Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt. Eine Besonderheit ist dieses mal die Überquerung des Feldberges, der die vergangenen Jahre wegen einer Baustelle nicht befahren wurde.
Wir möchten im folgenden die Teilnehmer und deren Motivation beschreiben, was verbindet sie mit dem Rennen Eschborn – Frankfurt ? Was treibt Menschen, insbesondere mit Diabetes an, an solch einem Rennen teilzunehmen ??

Regina:
Meine Story: Ich habe durch meinen Boxtrainer Ralf Keller (zufällig haben wir beide das gleiche Hobby Radfahren) das Radrennen kennengelernt. Ganz spontan hat er mich letztes Jahr davon überzeugt, am 24 Std- Rennen auf dem Nürburgring teilzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt besaß ich noch ein Mountainbike.
Trotzdem wurde ich im Team “Entscheidendes Bewegen für Diabetes und Radsport” freundlich aufgenommen. Mich hat dieses Ereignis so sehr fasziniert, dass ich mir ein Rennrad zulegte und mich dieses Jahr für die offiziellen Rennen ( Frankfurt , Berlin und Hamburg) angemeldet habe.
Motivation: Sport, insbesondere Radsport macht einfach Spaß und gleichzeitig bewegt man sich an der frischen Luft. Für mich ist es der perfekte Ausgleich zum Alltagsleben.
Rennen Eschborn: Natürlich motiviert es permanent, seine eigene Leistung zu verbessern. Und nun möchte ich das Highlight in Eschborn, in der Gruppe zu fahren, erleben. (Wenn auch z.Z. noch mit einem aufregenden Bauchgefühl)
Diabetiker im Radsport: Mich hat es beeindruckt, welche sportliche Leistung man als Diabetiker erreichen kann. Ich arbeite als Kinderkrankenschwester und habe festgestellt, dass ich Diabetikern, die ich privat und beruflich treffe, durch meine Berichte von diesen Radrennen, im Speziellen vom Team “Entscheidendes Bewegen für Diabetes und Radsport” eher zum Sport motivieren kann, als durch allgemein gehaltene Ratschläge.

Ralf:
Motivation: Die Motivation im Radsport ist eigentlich die gleiche die ich im Boxsport oder anderswo habe, was aus eigenem Willen schaffen, vor allem aber der Spass am Sport. Aus den Fähigkeiten und aus reiner Muskelkraft so eine Leistung zu schaffen ist motivierend.
Rennen Eschborn: Zur Motivation gerade bei diesem Rennen, da ist jetzt einfach nur die Neugier, da ich ja an diesen Rennen noch nicht Teil genommen habe. Der Reiz, so eine anstrengende Strecke zu schaffen. Einfach die Herausforderung dieser Strecke.
Diabetiker im Radsport: Die Rolle des Diabetes beim Radsport ist bei mir auch die gleiche wie bei allen Aktivitäten. Er spielt keine Rolle, ausser bis auf den Faktor, den Zucker immer während des Rennens oder auch sonst auf irgendwelchen Ausfahrten in dem Bereich zu halten, das ich genügend Leistung aufbringen kann. Ansonsten spielt er für mich keine Rolle. Wenn ich davor Angst haben sollte, nur wegen meinen Diabetes auf alles zu verzichten, dann würde ich ne Menge im Leben verpassen. Ein Motto von mir ist, “geht nicht, gibt es nicht”

Jörg:
Motivation: Weil ich verrückt genug bin mich selber zu quälen
Rennen Eschborn: Das Rennen liegt in der Nähe (200km) ich bin es schon zweimal oder dreimal gefahren ich weiß es gar nicht mehr.
Diabetiker im Radsport: Ich bin bis jetzt nur mit Nichtdiabetikern radgefahren und habe mich mit dieser Frage bis jetzt nicht auseinandergesetzt. Selbstverständlich muß ich darauf achten das ich keine Hypo bekomme, aber das muß ich in jeder Lebenslage
. Nach 100 km bekommen auch Nichtdiabetiker einen Hungerast und dafür gibt es doch die netten Geel´s, die helfen bei mir besonders gut bei einer Hypo. Ansonsten kämpfe ich an jedem Hügel und jedem Ortsschild um den ersten Platz. Und wenn ich nicht erster bin (was meistens so ist) dann liegt das nicht am Diabetes, dann waren die Beine schlecht. Jedenfalls sagen das meine Nichtdiabetischen Kollegen.

Melanie:
Motivation: Ich liebe es damit die Welt zu erkunden,… neue Strecken kennen zu lernen und die Umgebung anders wahrzunehmen als wenn man die Strecke mit dem Auto fährt. Als Triathletin gehört es einfach mit dazu so wie das Schwimmen und Laufen und es ist einfach eine wundervolle Abwechslung und Ergänzung im Training,….
Rennen Eschborn: Ist mein erstes Radrennen- ich bin gespannt wie das so abläuft. Ausserdem die Strecke, die Menschen und als ehemalige Frankfurterin ein tolles Gefühl dort mal auf der anderen Seite der Absperrung mit dabei zu sein.
Diabetiker im Radsport: ????? problemlos??????

Gunter:
Motivation: Mich mit Kollegen immer wieder sportlerisch zu messen
Rennen Eschborn: Die zentrale Frage für mich: In welcher Zeit schaffe ich meine Trainingsstrecke ?
Diabetiker im Radsport: Als Diabetiker sollte man immer Sport machen egal welcher Art.
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