Entscheidendes Bewegen für Diabetes und Radsport

Herzlich Willkommen auf der Vereinsseite des Radsportvereins Entscheidendes Bewegen e.V. Wir sind ein Radsportverein mit diabetischen Typ I, II und Nichtdiabetikern. Du findest auf den folgenden Seiten Informationen über den Verein, die Fahrer, das Training, Radveranstaltungen, Diabetes und viele Artikel – BLOGS mit Erfahrungsberichten über Radsport und Diabetes, die du kommentieren kannst.

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Velothon 2012 – Die Nachlese

Liebe Radsportbegeisterten,

Berlin zum Velothon 2012 war eine Reise wert. Das Wetter und die Stimmung war super. Trocken, sonnig, ein bißchen windig. Stellvertretend für die anderen haben Holger (Typ II-Diabetiker) und Ralf (Typ I-Diabetiker) ihre Erlebnisse aufgeschrieben.

Dieses Mal sind beide mit einem Garmin-Fahrradcomputer gefahren und haben Strecke, Durchschnittsgeschwindigkeit und Herzfrequenz aufgezeichnet. Die Ergebnisse können sich sehen lassen:

Holger: Velothon 2012 – Holger bei Garmin Connect – Details.

Trotz Regen und Kälte über Deutschland, wartete Berlin mit 25 Grad und herrlichstem Sonnenwetter auf. Der Start war aufstehfreundlich erst um 10.00 Uhr vorgesehen. Also ging es von der Siegessäule auf der Straße des 17. Juni los Richtung Brandenburger Tor. Ab Potsdamer Platz zog das Tempo des Feldes kräftig an. Mit 40 km/h ging es Richtung Charlottenburger Schloß. Langsam sortierte sich das Feld. Regina und Ralf vorweg, Bernd und ich hinterher. Der Blick auf den Pulsmesser 140-160 Schläge zeigte deutlich, dass das Tempo etwas zu hoch gewählt war, hatte ich doch die klare Empfehlung 140 nicht zu überschreiten, damit sich der Blutdruck nicht in ungeahnte Höhen aufmachte. Durch den Grunewald und an der Avus vorbei ging es flott weiter, nach einer Stunde Fahrt gut 32er Schnitt. In der zweiten Stunde hatten wir im Brandenburger Land Gegenwind. Langsam war der Rhytmus gefunden. Dann gab es den einzigen Halt von wenigen Minuten mit kleinen Erfrischungen. Wie alles beim Velothom, toll organisiert. In der dritten Stunde fühlten wir uns immer noch gut und es ging mit vollem Tempo 15 km auf die Autobahn. Über den alten Tempelhofer Flughafen ging es in die Stadt zurück. 100 Kilometer geschafft. Nun folgte der Endspurt – aber die Kräfte ließen auch langsam nach. Nach 3:48 Std. liefen wir in die Zielgerade ein, vorbei an der Siegesschäule direkt ins Ziel. Berlin ist immer eine Reise wert.

Ralf: Velothon 2012 – Ralf bei Garmin Connect – Details.

Hallo, erst mal was zu meiner Person. Mein Name ist Ralf und ich bin 45 Jahre. Bin sei etwas über 30 Jahren Diabetiker Typ1. Seit drei Jahren bin ich bei Entscheidendes Bewegen. Sport habe ich auch schon vor meiner Erkrankung mit Leidenschaft getrieben.

So, nun aber mal zum Rennen in unserer Hauptstadt, wo ich nun schon zum zweiten Mal Teil genommen habe. Zum Ablauf und zur Organisation muss ich mal ein dickes Lob abgeben. Weiter so ;-)

In diesen Jahr bin ich mit einer Freundin zusammen gefahren, Regina, mit der ich auch gleichzeitig noch eine Menge in einer anderen Sportart, dem Boxen, bewege.

Am Morgen des Starts ging es zum Frühstückstisch, dort suchte ich erst mal das Frühstücksbüffet  nach geeigneten Nährstoffen für die 120 km, die nun vor uns standen.  Also machten wir uns mit dem vollgeschlagenen Bauch dann auf den Weg zum Starterfeld.

Nach einer Wartezeit von ca. einer Stunde kam das Feld langsam in Gang. Vorher fanden natürlich noch ein paar schnellwirkende Kohlenhydrate  Platz in meinen Magen, die es sich dort erst mal gemütlich machen konnten, bis meine Verwaltung für meinen Zuckerhaushalt  ihnen sagte, nun seit ihr dran.  ;-) Im Gegensatz zum ersten Mal kam ich dieses Jahr viel besser in die Gänge. Eindeutig zweideutig ;-) Vielleicht sollte ich noch schreiben, das es an diesen Tag keine Kampfszene gegeben hat, aber das Wetter an diesen Tag war echt bombig.

Und so kamen wir entspannt nach ca. 70 km mit einem 30er Schnitt zur Verpflegungsstation.  Erst mal eben den Blutzucker gescheckt und dann für die übrig gebliebenen  Kohlenhydrate, die noch im Magen auf Verstärkung warteten für Nachschub gesorgt. Gleich nach dieser kleinen Unterbrechung ging es so nach ca. 5 km auf die Stadtautobahn. Irgendwie kam ich nicht wieder in den Tritt. Ich war mir sicher, ich sei auch los gefahren, aber alle zogen irgendwie an mir vorbei. Eben noch einmal den Blutzucker gescheckt, aber hieran lag es nicht. Also einfach weiter gefahren. Leider erst nach der Abfahrt der AB kam ich dann wieder in den Tritt. Und so ging es dann auf die letzten Kilometer. Der Blutzucker war in Ordnung, nur ein leichtes Krampfgefühl plagte mich ein wenig. Aber das war jetzt Nebensache, denn ich stand kurz davor, die Ziellinie das zweite Mal – nach 2011 – zu überqueren. Dann war es fast soweit – noch 1 km bis zum Ziel. Irgendwie waren die Kilometer, die man zuvor gefahren ist, wie weggeflogen. Regina und ich gaben jetzt noch einmal alles was drin war. Wie im letzten Jahr sagte ich mir, da bin ich nächstes Jahr wieder dabei, und Regina natürlich auch.;-)

In diesen Sinne sage ich mal bis nächstes Jahr, und vielleicht ja auch auf der Strecke ;-)

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