Entscheidendes Bewegen für Diabetes und Radsport

Herzlich Willkommen auf der Vereinsseite des Radsportvereins Entscheidendes Bewegen e.V. Wir sind ein Radsportverein mit diabetischen Typ I, II und Nichtdiabetikern. Du findest auf den folgenden Seiten Informationen über den Verein, die Fahrer, das Training, Radveranstaltungen, Diabetes und viele Artikel – BLOGS mit Erfahrungsberichten über Radsport und Diabetes, die du kommentieren kannst.

Schlagwort-Archiv: Vätternsee Rundfahrt

Das Ziel ist klar!

Es ist jetzt über ein Jahr her, Seitdem ich auf Mallorca mit dem Fahrrad schwer verunglückt bin. Bei einem Fahrradsturz habe ich mir zwei Knochenbrüche zugezogen:
Eine Tibiakopf- und eine Humerusfraktur subkapital. Ich lag in der Clinica Juaneda auf Palma de Mallorca. Dort wurde ich am Knie operiert und  nach einer Woche mit einem Air Berlin Linien Flieger zurück nach Hamburg transportiert.
Hier wurde ich ein zweites Mal im AK Sankt Georg operiert. Nach drei Wochen Krankenhausaufenthalt wurde ich Mitte April entlassen.
Danach begann eine ganz schwierige und harte Zeit für mich. Ich saß im Rollstuhl und für jeden Weg in die freie Natur oder zum Arzt musste ein Krankentransport bestellt werden. Ab Ende Mai konnte ich das erste Mal den Rollstuhl verlassen und meine Gehversuche an Krücken unternehmen. Fast die gesamten Muskeln im rechten Bein hatten sich abgebaut während der Zeit, in der ich das Bein nicht belasten durfte. Während dieser Zeit hat sich auch meine Gelenkkapsel im Oberarm stark verkürzt. Ich konnte meinen Arm nicht mehr endgradig bewegen. Irgendwann war Schluss mit der Bewegung meines rechten Armes nach oben.
Im Juni und Juli 2012 habe ich mein rechtes Bein immer mehr teilbelastet, 10 KG pro Woche. Bin im Internet auf die Pierensteps, elektroniche Gehhilfen gestoßen, die ich mir für 3 Monate gemietet habe. Die waren mir eine Hilfe.
Ende Juli war es dann soweit: Es ging zur stationären Reha nach Mölln. Dort erwartete mich ein ganz geregelter Tagesablauf und Menschen die ähnlich wie ich, schwer vom Pferd gefallen waren. Zum Beispiel Axel: Weltmeister im Bankdrücken und Hobby Rockmusiker. Er schenkte mir drei von seinen CDs  die die er selbst produziert hat.

Axel and the G-Force

Seine Band heißt Axel and the G-Force und macht, wie ich finde, sehr gute Rockmusik.
Die Rehamaßnahme dauerte fünf Wochen. Ich lernte wieder, ohne Krücken oder besser: Gehhilfen zu Gehen. Auf dem Tagesplan stand Stärkung der Beweglichkeit und Kräftigung der Muskulatur. Ich stellte mir auch die Frage, ob ich jemals wieder Radfahren sollte. In einer gruppentherapeutischen Sitzung mit anderen ebenfalls mehr oder minder stark vom Pferd Gefallenen, sagte der Therapeut einen Satz, den wir uns alle eingeprägt haben: Wenn eine alte Gefahrentür zufällt, geht eine neue wieder auf. Das hieß für mich: Irgendwann steigst du wieder aufs Rad und fährst weiter. Beim Wandern z.B. kannst du auch von der Klippe stürzen.
Ich war fünf Wochen in Mölln stationiert und wurde Ende August 2012 entlassen. Im September bin ich nach einem halben Jahr Auszeit wieder zu arbeiten angefangen. Ich bin mit dem Irena Nachsorge Programm der Deutschen Rentenversicherung im Oktober gestartet. Drei Monate lang Habe ich Beweglichkeit In Armen und Beinen trainiert. Wesentlicher Bestandteil des Trainings war die Stärkung der Muskulatur, also Krafttraining unter spezieller Berücksichtigung defizitärer Muskelgruppen. War auch dringend nötig, da ich ja fast keine mehr im Oberschenkel hatte. Die Trainer und Trainerinnen dort waren alle sehr nett und achteten auf eine exakte Ausführung der Übungen. Das war schon manchmal so, wie Vorturnen vorm Chef.
Zweimal die Woche war ich beim Krafttraining. Einmal die Woche saß sich in der Alster Schwimmhalle auf dem Ergometer. Am Anfang 2 Stunden dann zweien 2 1/2 und  bis Ende März 4 Stunden. Mit dem Programm Fettabbau bin ich mit ich konstanter Herzfrequenz gefahren. Ich wollte mir damit die Grundlagenausdauer verbessern um damit eine gute Basis zum Start in die Saison 2013 zu haben.
Holger hatte bei uns angefragt, ob wir Lust hätten im nächsten Jahr zusammen die Vätternseerundfahrt in Schweden zu bestreiten. Ich weiß jetzt nicht mehr wie, aber ich sagte ja.
Am Anmeldungszeitpunkt 6. Oktober gab es eine Absage, jedoch hatten wir Riesenglück und Ausdauer und Ende Oktober meldete sich Geli, das wir vier Startplätze ergattert hätten. Das hieß für mich nächstes Jahr im Juni  300 km um den Vätternsee.Hier mal ein YouTube - Video von einem Fahrer, der gleichzeitig einen Film mit einer Helmkamera gedreht hat:


Anfang Dezember Sind wir nach Braunlage zum SkiLanglaufen  gefahren. Das war ein ganz großer Meilenstein auf dem Weg zur Rehabilitation für mich:

Braunlage

Ohne Sturz und Verletzungen ging es die Hügel rauf und runter.  Im Dezember begann ich wieder mit dem Schwimmen.
Die Bewegung im rechten Arm war zwar noch eingeschränkt, aber immerhin ist mir eine Strecke von  1000 m Ende des Jahres gelungen.
Im Januar 2013 änderte sich mein Trainingspensum: Einmal Krafttraining in der Woche im Move. Die Trainer und Trainerinnen dort waren alle sehr nett, hilfsbereit und kompetent. Ich habe propriozeptiv, also gelenknahe Muskeln und Muskelaufbau im Bein trainiert. Beim Training mit dem Seilzug für die Oberarme legte keine Trainerin die Hände so gefühlvoll auf meine Schultern wie …, damit diese unten bleiben.
Inzwischen  bin ich beim Schwimmen bei 2000 Metern angekommen. Radfahren auf dem Ergometer In der Alster Schwimmhalle Stand zwischen Januar und März auch auf dem Programm. Am Ende 4 Stunden mi einer konstanten Herzfrequenz von 140 Schlägen pro Minute.
Am 1. April, also Ostermontag kam für mich der Tag: Das erste Mal nach über einem Jahr setzte ich mich wieder aufs Rennrad. Ich war noch unsicher, aber 50 km Distanz waren auf jeden Fall schon mal drin:

The day has come !

Danach ging es quasi Schlag auf Schlag: 95, 120  und an diesen Wochenende 150 km Bei der Blankeneser Rundtörn RTF.  Das konsequente, ausdauernde Training, angefangen in Mölln hat sich ausgezahlt. Ohne eine Basis den Winter über zu legen, hätte ich diese Leistungen nicht geschafft. Radlegende Helmut von Helmuts Fahrradseiten hat ein Foto geschossen:

Quelle: Helmuts Fahrradseiten

Die 150 Km am Sonntag sind schon mal die Hälfte der Strecke um den Vätternsee. Es bleibt nicht mehr viel Zeit denn bis zum Start am 14. Juni sind es nur noch sechs Wochen.
Bei meinem Knie hat sich die Beweglichkeit und die Kraft stetig verbessert. Ich kann jetzt wieder die Treppen runter gehen ohne Probleme. Was noch aussteht,  ist das Laufen.  Das habe ich mir für den Spätherbst vorgenommen. Mein Arm ist beweglicher geworden. Eine wichtige Stütze ist mir dabei mein Physiotherapeut, zu dem ich zweimal in der Woche gehe.
Die Arbeit von Physiotherapeuten wird leider in Deutschland zu wenig gewürdigt, vielfach wird Ihre Leistung von Ärzten als nicht notwendig betrachtet.
Die Schulter ist ein sehr komplexes Gelenk. Ich komme beständig wenn auch nur langsam voran. Da ist Geduld gefragt.
Es ist vielfach nachzulesen, das bei Diabetikern Knochenbrüche langsamer verheilen und es vermehrt zu Komplikationen kommen kann. Angeblich verkürzt sich die Gelenkkapsel im Oberarm bei Diabetikern schneller als bei gesunden Menschen. Arbeitskollegen sagen mir jedoch, das sie den Eindruck haben, dass meine Knochen schneller verheilt und meine Beweglichkeit schneller wieder da ist, als bei anderen. Ich habe mich vor einem Jahr in einem Internetselbshilfeforum über Tibiakopffrakturen registriert. Lese ich heute die Beiträge durch, stelle ich fest, das Patienten noch jahrelang mit einem Bruch zu Kämpfen haben. Da gibt es anscheinend Widersprüche zwischen Lehrbuch und Wahrnehmung und ein Faktor, der für Viele gar nicht so offensichtlich ist. Eine gute Freundin hat mir ein YouTube Video gesendet, was ich gerne weiterleiten möchte:

Halte ich mir die Geschichte von Arthur vor Augen, dann sage ich:

Das Ziel ist klar: Wir sehen uns in Motala.

Arndt

VÄTTERNSEE RUNDFAHRT 2011

Weil die Vätternrundan 2010, zusammen mit meiner Frau, so schön war, haben wir uns Anfang 2011 gleich noch mal für die 300 km rund um den Vätternsee in Schweden angemeldet.

In diesem Jahr stand die Vorbereitung wettermässig unter einem guten Stern. In Hamburg und Umgebung war es das ganze Frühjahr über sonnig, so dass es kein Problem war, die nötigen Trainingskilometer zu sammeln.

Am Donnerstag, den 16.6. ging es nachmittags mit dem Tourbus der Firma Exercycle Tours los in Richtung Norden. Von Kiel aus mit der Fähre nach Göteburg. Nach reichlichem Frühstücksbuffet waren wir gerüstet für die 200km lange Busfahrt durch den schwedischen Regen zu unserer Pension in Vadstena. Von dort sind es dann noch ca. 20km zum Start in Motala.Unsere Startzeit war Samstag Morgen 2:40. Gute Zeit um vorher noch ein Schläfchen zu machen. Um ca 1:00 Uhr klingelte der Wecker. Wie bestellt war der Himmel Sternenklar. Schnell noch das nächtliche Frühstück reingeschoben und dann mit dem Bus ab zum Start. In Motala am Start herrschte das übliche Treiben. Gestartet wird die ganze Nacht hindurch alle 2 Minuten in Blöcken. Ein Startblock wird dann mit Motorradeskorte aus der Stadt hinausbegleitet. Wenn die Motorradfahrer sich verabschieden geht es los.

Eigentlich geht gar nichts los. Man lässt einfach die Beine kreisen, sucht sich Windschatten und macht ab und zu eine Pause an den zahlreichen Verpflegungsstellen. Die Verpflegung in Schweden ist zwar bestens durchorganisiert, trotzdem gewöhnungsbedürftig: Blaubeersuppe, Salzgurken, Kartoffelmus, Kaffee.

 

Das Vättern-Wetter war dieses Jahr wirklich super: Nach einem herrlichen Sonnenaufgang hatten wir den ganzen Tag blauen Himmel. Wir machten, ganz RTF-like an jeder Verpflegungsstelle einen Stop und kamen nach einer Gesamtzeit von 14 Stunden im Ziel an.

Übrigens wurden wir kurz vor dem Ziel von einer Sub7 Gruppe überholt. Junge, eilige Leute, die die 300 km in weniger als 7 Stunden abgerissen hatten. Höchstwahrscheinlich ohne einen Blick auf die Landschaft zu werfen und ohne Blaubeersuppe und Salzgurken…

Mein Fazit für 2011: Ohne den üblichen Regen ist die Vätternrundan zwar eine schöne Veranstaltung, trotzdem fehlt irgendwie die Würze.

Schwache Hände

Seit meiner Diabetiker-Südafrikareise im Januar 2004 fahre ich regelmäßig und begeistert Rennrad. DerSaisonhöhepunkt 2004 war die 170-km-Distanz bei den HEW Cyclassics. Am Ende des Sommers war ich in der Lage, ohne Konditions- und Blutzuckerprobleme eine Strecke von 150 -200km mit einem akzeptablen Kilometerschnitt zu fahren. Um diese Kondition zu erhalten, trainierte ich auch während des Winters einmal pro Woche. Notfalls im Keller auf dem Rollentrainer. Ein Mann braucht ein Ziel, und so meldete ich mich 2005 für die Cyclassics und die 300km lange Vätternsee Rundfahrt in Schweden an.

Mit Fortschreiten des Frühjahres und längeren Ausfahrten mit meinen Radsportfreunden um die Firma Exercycle wurden meine Kondition und mein Sitzfleisch immer besser. Am Dienstagmorgen den 26.4. passierte es dann: Beim Sturz von einer Leiter brach ich mir beide Handgelenke. Ich wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren,dort Vollnarkose und OP der Brüche. Beide Arme eingegipst, erwachte ich am Nachmittag. Von jetzt ab wurden die Nächte hart. In Rückenlage, beide Arme höher gelagert, ohne Möglichkeit mich auf die Seite zu drehen, war das Schlafen eher ein Warten auf den Morgen.

Eine Woche verbrachte im Krankenhaus. Viel Besuch jeden Tag, viele Schmerzen, aber auch jeden Tag Fortschritte in der Beweglichkeit. Nach einer Woche im “Hotel” Boberg, vielen gruseligen Geschichten der Mitpatienten, aber auch schönen Spaziergängen in den Krankenhausparkanlagen konnte ich nach Hause. Nach nur 9 Tagen im Krankenhaushatte ich das Gefühl, nach unendlich langer Zeit wieder in Freiheit weilen zu dürfen. Da ich nach dem Sturz ziemlich gehandicapt war, musste ich so ziemlich alle Frühjahrs- Urlaubspläne absagen: eine Klettertour mit meiner Tochter in die Gardaseeberge sowie eine Kanutour mit Freunden. Mein dritter Urlaubsplan, die Vätternsee Rundfahrt, hatte ich noch nicht abgesagt. Zwischen dem Unfallzeitpunkt und dem Start lagen 8 Wochen.

Genug um den Gips loszuwerden und für die 300-km-Strecke zu trainieren? Vier Wochen nach dem Unfall schaffte ich es zum ersten Mal auf dem Rollentrainer zu trainieren. Damit der Schweiß abtropfen konnte entfernte ich vor dem Training die Castschienen von den Armen. Eine schmerzhafte Angelegenheit. Und ohne die Schienen fühlte ich mich sehr verletzlich. Das sitzen auf dem Rennrad war unbequem, und schalten konnte ich gar nicht. Das Duschen nach dem Training und das Abtrocknen danach ließen sich nur mit Hilfe meiner Frau bewerkstelligen. Trotz dieser Schwierigkeiten setzte ich mich dreimal pro Woche aufs Rad. 9 Tage vor dem Start zur Vätternsee Rundfahrt ging ich erneut ins Krankenhaus, um die Nägel entfernen zu lassen. Am Abend nach der OP war ich wieder auf den Beinen undwollte nach Hause. Der Vätternsee rief und die Zeit wurde knapp. Der Tag nach der OP: das erste Mal seit 7 Wochen ohne „Gips“. Ich fühlte mich nackt… In der ersten Nacht legte ich die Castschienen vorsichtshalber noch mal an. Ich hatte Angst, dass ich mich beim Umdrehen im Schlaf verletzen würde. Am Samstag dann die erste Ausfahrt mit dem Rennrad. Mit dem Triathlonvorbau. Ganz vorsichtig… Das Lenken war stark gewöhnungsbedürftig, die Sitzposition unbequem und das Bremsen eine Qual. Aber nach einer kleinen 60-km-Runde über die Dörfer war klar: Es geht!Am nächsten Tag wiederholte ich diese Runde. Ich beschloss das Rad am kommenden Wochenende mit auf die Schwedenreise zu nehmen. Und auch zu starten. Falls ich Probleme bekommen würde, würde ich die Vätternsee Runde abbrechen. Am Dienstag noch ein letzter Test: Ich stellte mir den Wecker auf 4 Uhr morgens. Weil ich ausprobieren wollte, wie ich mit meinem um 20% reduzierten Basalinsulin morgens zu nachtschlafender Zeit Radfahren kann. Es funktionierte gut.

Donnerstag ging die Schwedenreise mit einer Rad-Tour vom Exercycle-Büro in HHRahlstedt in Richtung Kiel los. Nach 120 km stellten wir die Räder in den Hänger und stiegen um in die Tourbusse, die uns pünktlich zu Fähre brachten.

Die Fahrt von Göteborg nach Motala ist schön, das Wetter gut. Wir stiegen in einem wunderschönen Hotel, ca. 15 km vom Start, ab. Bei der Akkreditierung am Nachmittag bekam ich mit Hilfe eines (selbst geschriebenen) Attestes die Genehmigung, mit dem Triathlonvorbau zu starten. Das Frühstück am Sonnabendmorgen um halb vier war zwar lecker, aber mir fehlte der Appetit.

Am Start war es schon hell und das Wetter sah OK aus. Um 4 Uhr 42 ging es los. Wir wurden mit einem Motorrad aus dem Ort geleitet. Nach einigen Minuten hatten wir die erste der 30 Zehnkilometermarken passiert.Und es fing an zu regnen… Nach weiteren zehn Kilometer war ich nass bis auf die Haut.

Bei unserem zweiten Stopp nach 120 km hörte der Regen auf! Wir fuhren jetzt auf der anderen Seeseite und hatten die nächsten 150 km Gegenwind. Aber mit meinem Triavorbau war ich ja windschnittig.

Bei unseren ausgedehnten Pausen und der superleckeren schwedischen Tourverpflegung erholte ich mich ausreichend. Mein Blutzucker war bei jeder Messung konstant um 120 mg/dl. Ich hatte gegen 6 Uhr 2 Einheiten Basalinsulin gespritzt und aß bzw. trank 4 BE pro Stunde. Da ich in den Pausen alle angebotenen schwedischen Spezialitäten aß, und dafür natürlich auch Insulin spritzte, geriet ich bei Kilometer 250 in einen leichten Unterzucker.Ich setzte mich ans Ende unserer Gruppe, die etwas Tempo raus nahm, schob mir etwas Traubenzucker und einen Riegel rein und erholte mich schnell wieder. Der Rest der Vätternsee Runde hatte zwar noch einige fiese Steigungen zu bieten, aber der jetzt wieder von hinten wehende Wind und das inzwischen supergute Wetter halfenuns dabei, das Tempo und die gute Laune zu halten.

Im Ziel, nach 300 km, warteten eine Medaille, Freibier, Kassler und Kartoffelsalat auf uns. Meine Handgelenke schmerzten weniger als befürchtet, einzig mein Hintern war froh, jetzt nicht mehr aufs Rad zu müssen. Acht Wochen lag mein Arbeitsunfall jetzt zurück. Nach diesen dreihundert Kilometern hatte ich das Gefühl, dass jetzt die Zeit der schwachen Hände vorüber ist. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr wenn ich wieder mit den Leuten von www.exercycle-tours  nach Schweden reise, um die Runde, diesmal mit gesunden Händen,nochmals zu fahren.

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